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    Omega Genève 511.0451, das sollten Sie vor dem Kauf wissen

    Die Omega Genève Referenz 511.0451 ist eine 20-mm-Handaufzugsuhr von 1972-1974. Besonders überzeugend ist sie in Stahl, mit sauberem Zifferblatt und intaktem Kaliber 625.

    Omega - Genève - 511.0451

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    Die Omega Genève 511.0451 ist eine kompakte Damenuhr mit 20 mm Durchmesser, deren Reiz aus ihren Proportionen und nicht aus demonstrativer Präsenz entsteht. Sie wurde von 1972-1974 gefertigt und verbindet das Handaufzugskaliber 625 entweder mit einem Edelstahlgehäuse oder mit einem Gehäuse samt 20-Mikron-Goldauflage und Edelstahlboden. Für den Alltag überzeugt vor allem die Stahlausführung mit sauberem silbernem Sonnenschliff-Zifferblatt, da der Abrieb einer Goldauflage bei der Auswahl keine Rolle spielt.

    Champagnerfarbene Zifferblätter mit schwarzen und goldfarbenen Stabindizes verleihen der vergoldeten Ausführung einen wärmeren Charakter. Silberne Sonnenschliff-Zifferblätter setzen dagegen mit schwarzen Stabindizes und passenden Zeigern stärkere Kontraste. Beide Gestaltungen sind für diese Referenz stimmig. Den größten Anteil an der Sammlerqualität trägt das Zifferblatt: Eine Überarbeitung wiegt schwerer als eine maßvolle Gehäusepolitur oder ein Ersatzglas, sofern Werk und Gehäuse weiterhin eine zusammengehörige Einheit bilden.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Referenz

    511.0451

    Modell

    Omega Genève

    Produktionsjahre

    1972-1974

    Gehäusegröße

    20 mm ohne Krone

    WerkOmega Handaufzugskaliber 625
    Steinzahl17 Steine beim dokumentierten Exemplar von 1974
    GehäusematerialienEdelstahl oder 20-Mikron-Goldauflage mit Edelstahlboden
    Bekannte ZifferblattgestaltungenSilberner Sonnenschliff mit schwarzen Stabindizes und Zeigern oder Champagnerton mit schwarzen und goldfarbenen Stabindizes

    Die Ausführungen im Überblick

    Die Referenz 511.0451 erscheint in zwei materiell deutlich verschiedenen Ausführungen. Edelstahl mit silbernem Sonnenschliff-Zifferblatt ist gegenüber einem Exemplar mit 20-Mikron-Goldauflage meist die verlässlichere Wahl, da sich abgetragene Beschichtung nicht im Rahmen einer üblichen Revision erneuern lässt. Die vergoldete Variante überzeugt dann, wenn champagnerfarbenes Zifferblatt, schwarze und goldfarbene Stabindizes sowie Gehäuseauflage ein geschlossenes Gesamtbild ergeben. Stehen ehrlicher Stahl und deutlich beriebene Goldauflage auf vergleichbarem Niveau zur Wahl, verdient Stahl den Vorzug.

    Alle von uns geprüften Ausführungen verwenden das Omega Handaufzugskaliber 625, bei einem Exemplar von 1974 ist zudem eine Ausstattung mit 17 Steinen angegeben. Es handelt sich nicht um eine automatische Genève. Regelmäßiges Aufziehen gehört daher zur Nutzung und weist nicht auf eine fehlende Funktion hin. Dennoch müssen Werk und Gehäuse als vollständige Uhr zusammenpassen. Ein Kaliber 625 allein belegt nicht, dass dieses Werk das Werk seinerzeit in genau diesem Gehäuse der Referenz 511.0451 verlassen hat.

    Am Handgelenk

    Mit 20 mm ohne Krone wirkt die 511.0451 wie bewusst gestaltete Schmuckuhrmacherei und nicht wie eine verkleinerte moderne Sportuhr. Das silberne Sonnenschliff-Zifferblatt mit schwarzen Stabindizes und Zeigern bietet die klarste Ablesbarkeit. Die champagnerfarbene Ausführung gibt etwas Kontrast zugunsten eines geschlossenen Goldtons auf. Auf der kleinen Zifferblattfläche bleibt kaum Raum für optische Unruhe. Flecken, Verfärbungen oder schief sitzende Appliken prägen deshalb den gesamten Eindruck und bleiben keine nebensächlichen Makel.

    Die Wahl des Armbands verändert die Wirkung stärker, als der Gehäusedurchmesser vermuten lässt. Ein mehrreihiges Perlenband gibt dem 20-mm-Gehäuse Struktur und optische Breite, wodurch die Stahlversion als vollständiger Entwurf ihrer Epoche und nicht als winzige Uhr an einem schmalen Band erscheint. Dehnung, lockere Glieder und schlecht sitzende Bandanstöße sind unabhängig vom Uhrenkopf zu beurteilen. Die vorliegenden Angaben belegen nicht, welches Band jede einzelne Uhr bei Auslieferung trug. Zeitgenössisch passend ist daher nicht automatisch gleichbedeutend mit ursprünglich zugehörig.

    Typische Schwachstellen

    Bei vergoldeten Exemplaren ist Abrieb der Goldauflage zuerst zu berücksichtigen, besonders an häufig berührten Gehäusestellen. Die 20-Mikron-Schicht lässt sich im Zuge einer gewöhnlichen Werkrevision nicht erneuern. Zu starke Politur rundet die feinen Linien des kleinen Gehäuses rasch ab und mindert seine Definition. Stahl vermeidet zwar Beschichtungsverlust, nicht jedoch verrundete Kanten, Kratzer oder einen ausgetauschten Gehäuseboden. Das folgenschwerste Problem bleibt ein überarbeitetes Zifferblatt, vor allem wenn Sonnenschliff oder Ausrichtung der Stabindizes nicht mehr zu den bekannten Konfigurationen passen.

    Das Handaufzugskaliber 625 sollte sich gleichmäßig aufziehen und stellen lassen sowie konstant laufen. Ein einzelner Messwert auf der Zeitwaage ersetzt jedoch keinen Wartungsnachweis. Austauschbare Kronen, Gläser und Dichtungen sind Verschleißteile und rechtfertigen keine pauschale Behauptung vollständiger Originalität. Ein Werk aus einer anderen Uhr führt zu einer nicht ursprünglich zusammengehörigen Einheit. Korrekte Omega Komponenten, die in dieser Kombination nie ausgeliefert wurden, ergeben eine sogenannte Franken-Uhr. Ohne Unterlagen bleiben Wartungshistorie und werkseitige Zuordnung des Armbands offen.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Dial configuration: Eine 511.0451 in Stahl kann ein silbernes Sonnenschliff-Zifferblatt mit applizierten schwarzen Stabindizes und passenden schwarzen Zeigern besitzen. Ein champagnerfarbenes Zifferblatt mit schwarzen und goldfarbenen Stabindizes ist für das Gehäuse mit 20-Mikron-Goldauflage bekannt.
    • Movement identity: Als Werk gehört das Omega Handaufzugskaliber 625 in diese Referenz. Die korrekte Kaliberbezeichnung ist notwendig, genügt allein aber nicht, denn ein aus einer anderen Uhr übertragenes Kaliber 625 ergäbe eine nicht ursprünglich zusammengehörige Kombination.
    • Case and reference: Das Gehäuse sollte als Referenz 511.0451 ausgewiesen sein und ohne Krone 20 mm messen. Bekannt sind Gehäuse aus Stahl sowie mit 20-Mikron-Goldauflage, wobei die vergoldete Ausführung einen Gehäuseboden aus Edelstahl besitzt.
    • Redial and franken tells: Ein überarbeitetes Zifferblatt ist abzulehnen, wenn der silberne Sonnenschliff oder die champagnerfarbene Oberfläche nicht zu den bekannten Stabindizes und Zeigern passt. Vermischte Gehäuse-, Zifferblatt- und Werkteile können echte Omega Komponenten sein und dennoch eine Franken-Uhr bilden.
    • Case definition: Prüfen Sie Kanten und Gehäuselinien auf Rundungen durch Politur sowie vergoldete Exemplare an den Kontaktstellen auf Beschichtungsabrieb. Weder eine aufgeweichte Geometrie noch fehlende Partien der 20-Mikron-Goldauflage werden durch eine Werkrevision behoben.

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