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    Omega De Ville 111.0139, Referenzwissen für Sammler

    Die Omega De Ville 111.0139 ist eine kompakte Handaufzugs-Dresswatch, deren Qualität vor allem von Zifferblatt, Gehäuseform und dem korrekten Kaliber 625 bestimmt wird.

    Omega - De Ville - 111.0139

    Die Omega De Ville 111.0139 ist eine kompakte Dresswatch mit kissenförmigem Gehäuse, zurückhaltendem Zifferblatt und Handaufzugskaliber 625. Die Referenz ist für den Zeitraum 1963-1979 bekannt. Bei den von Second Vintage begutachteten Exemplaren der späten 1970er-Jahre zeigt sich die Spezifikation besonders klar: 32-mm-Gehäuse, schwarze Zeiger und vertikal gebürstete Zifferblätter.

    Entscheidend sind zwei deutlich unterschiedliche Ausführungen. Modelle aus Edelstahl besitzen silberne oder weißsilberne Zifferblätter mit gedruckten Indizes. Vergoldete Varianten kombinieren einen Edelstahlboden mit einem champagnerfarbenen Zifferblatt und gedruckten römischen Ziffern. Erst der Zustand des Zifferblatts sollte die Wahl zwischen beiden Gestaltungen bestimmen, denn flächige Flecken oder eine Neubeschriftung verändern den Charakter der Uhr stärker als das jeweilige Gehäusematerial.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Marke

    Omega

    Modell

    De Ville

    Referenz

    111.0139

    Bekannter Produktionszeitraum

    1963-1979

    Gehäusedurchmesser32 mm ohne Krone
    GehäuseformKissengehäuse
    WerkOmega Handaufzugskaliber 625
    Lagersteine17
    GehäusematerialienEdelstahl oder vergoldet mit Edelstahlboden
    Bekannte ZifferblattvariantenVertikal gebürstetes Silber mit gedruckten Indizes, Weißsilber mit gedruckten Indizes oder Champagner mit gedruckten römischen Ziffern
    ZeigerSchwarze Stabzeiger

    Am Handgelenk

    Mit 32 mm ohne Krone trägt sich die 111.0139 wie eine klassische, kleine Dresswatch und nicht wie eine verkleinerte moderne Sportuhr. Das kissenförmige Gehäuse gibt dem Zifferblatt optisch mehr Breite als ein rundes Gehäuse gleichen Durchmessers. Schwarze Zeiger und Indizes setzen einen klaren Kontrast zu silbernen, weißsilbernen oder champagnerfarbenen Flächen. Die Uhr gehört unter die Manschette und harmoniert mit einem schmalen Band. Wer die optische Präsenz heutiger Modelle erwartet, findet hier bewusst andere Proportionen.

    Das Kaliber 625 wird von Hand aufgezogen und macht die regelmäßige Bedienung zum Bestandteil des Besitzes. Ihren Reiz bezieht die Referenz aus Proportion und Zifferblattstruktur, nicht aus technischer Komplexität. Eine Wartungshistorie gilt nur dann als belegt, wenn sie durch Unterlagen zur konkreten Uhr dokumentiert ist. Auch ein plausibler Messwert auf der Zeitwaage verrät nicht, wann das Werk zuletzt zerlegt, gereinigt oder geschmiert wurde.

    Worauf es beim Zustand ankommt

    Den größten Anteil an der Qualität des Exemplars hat das Zifferblatt. Ein sauberes, vertikal gebürstetes silbernes Blatt mit unversehrtem schwarzem Druck ist deutlich begehrenswerter als ein weißsilbernes Blatt mit flächiger Fleckenbildung, selbst wenn beide gut ablesbar bleiben. Bei der vergoldeten Ausführung müssen die champagnerfarbene Oberfläche und die gedruckten römischen Ziffern gegen Abrieb der Beschichtung abgewogen werden. Freiliegendes Grundmetall an Bandanstößen lässt sich durch eine übliche Wartung nicht rückgängig machen.

    Stehen ein kantiges Stahlgehäuse mit beschädigtem Zifferblatt und ein weicher wirkendes Gehäuse mit sauberem, stimmigem Blatt zur Wahl, ist meist das bessere Zifferblatt vorzuziehen. Eine Ausnahme bildet ein so stark poliertes Gehäuse, dass seine Kissenform bereits verrundet ist. Verlorene gebürstete und polierte Flächen lassen sich nicht wiederherstellen, ohne weiteres Metall abzutragen. Bei vergleichbaren Zifferblättern ist Edelstahl gegenüber einer Vergoldung die robustere Wahl.

    Typische Schwachstellen

    Flächige Fleckenbildung ist der folgenreichste bekannte Zifferblattmangel. Zieht sie sich über die gesamte Oberfläche, sollte sie als Schaden und nicht als Patina bezeichnet werden. Eine Aufarbeitung kann den vertikalen Schliff tilgen oder gedruckte Indizes und römische Ziffern verändern. Dieser Verlust wiegt schwerer als leichte Tragespuren am Gehäuse. Unter Vergrößerung können die schwarzen Zeiger zudem Oxidation, gealterte Oberflächen oder Staub zeigen.

    Je nach Material entstehen andere Gehäuseschäden. Bei vergoldeten Ausführungen reibt sich die Beschichtung zuerst an exponierten Kanten und Bandanstößen ab. Wiederholtes Polieren macht dagegen die Kissenkontur weich und verwischt den Übergang zwischen gebürsteten und polierten Flächen. Ersatzkronen und vermischte Bauteile können eine zusammengesetzte Uhr ergeben, selbst wenn jedes Teil von Omega stammt. Auch ein Werk, das mit dem Gehäuse einer anderen Uhr verbunden wurde, ist nicht mehr als ursprüngliche Einheit zu betrachten. Ohne Wartungsunterlagen darf kein Wartungsdatum unterstellt werden.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattdruck und Finish: Silberne und champagnerfarbene Zifferblätter können einen feinen vertikalen Schliff sowie schwarze gedruckte Indizes oder römische Ziffern tragen. Fehlender Schliff, ungleichmäßiger Ersatzdruck oder Druck über bereits vorhandenen Flecken sprechen für eine Neubearbeitung.
    • Zeiger: Bekannte Uhren besitzen schwarze Stabzeiger, die sich deutlich vom hellen Zifferblatt abheben. Oxidation und Staub können altersbedingt sein, doch abweichende Form, Farbe oder Länge weisen möglicherweise auf Ersatzteile hin.
    • Gehäuse und Gehäuseboden: Das Gehäuse sollte ohne Krone 32 mm messen und eine klar definierte Kissenkontur mit deutlich getrennten gebürsteten und polierten Flächen bewahrt haben. Vergoldete Ausführungen besitzen einen Gehäuseboden aus Edelstahl.
    • Krone: Aus den verfügbaren, von uns begutachteten Exemplaren lässt sich keine einzige verbindliche Kronenform ableiten. Behandeln Sie die Krone als austauschbares Bauteil und erklären Sie die gesamte Uhr nicht allein aufgrund eines Logos für original.
    • Werk: Als korrekt bekannt ist das Omega Handaufzugskaliber 625 mit 17 Lagersteinen. Die Beleglage erlaubt keine weitergehende Prüfliste für die Veredelung, daher sind Kaliberidentität und passender Sitz im Gehäuse die belastbaren Kriterien.
    • Neubearbeitetes Zifferblatt, zusammengesetzte und vermählte Uhren: Ein Zifferblatt in Silber, Weißsilber oder Champagner genügt allein nicht. Zifferblattausführung, schwarze Zeiger, Kaliber 625 und Gehäusematerial müssen eine stimmige Einheit bilden. Originale Teile aus nicht zusammengehörenden Uhren ergeben dennoch ein zusammengesetztes oder vermähltes Exemplar.

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