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    Omega Genève 162.0010, die Kissengehäuse-Referenz von 1971-1972

    Die Omega Genève Referenz 162.0010 ist eine automatische Dresswatch von 1971-1972 mit quadratischem Kissengehäuse, besonders überzeugend in Stahl mit sauberem Sonnenschliffblatt.

    Omega - Genève - 162.0010

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    Die Omega Genève 162.0010 gewinnt ihren Charakter nicht aus Größe, sondern aus Form. Ihr quadratisches Kissengehäuse ist unverkennbar in 1971-1972 verankert, während das automatische Kaliber 565 sie technisch über eine reine Stilübung ihrer Epoche hinaushebt.

    Stahl ist die sicherere Wahl. Die vergoldete Ausführung besitzt eine 20 Mikron starke Auflage und einen Edelstahlboden. Abrieb an Kanten und Ecken wiegt deshalb deutlich schwerer als bei einem massiven Stahlgehäuse. Bei beiden Materialien ist ein sauberes Sonnenschliffblatt wichtiger als der geringe Unterschied zwischen den ohne Krone gemessenen 31 mm und 32 mm.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Marke

    Omega

    Modell

    Genève

    Referenz

    162.0010

    Produktionsjahre

    1971-1972

    WerkAutomatisches Omega Kaliber 565
    Steine24
    Gehäusegröße31 mm oder 32 mm, ohne Krone
    GehäusematerialienEdelstahl oder 20 Mikron starke Vergoldung mit Edelstahlboden
    Geprüfte ZifferblattvariantenBlauer, silberner oder champagnerfarbener Sonnenschliff
    GehäuseformQuadratisches Kissengehäuse

    Die Varianten im Überblick

    Bei der Referenz 162.0010 bestimmen zunächst das Gehäusematerial und anschließend das Zifferblatt die jeweilige Ausführung. Stahlgehäuse sind mit blauem oder silbernem Sonnenschliffblatt bekannt. Die vergoldete Variante trägt ein champagnerfarbenes Sonnenschliffblatt sowie aufgesetzte goldfarbene Indizes mit schwarzen Einlagen. Beim blauen Blatt sind die aufgesetzten Indizes silberfarben, beim silbernen Blatt schwarz.

    Am überzeugendsten erscheint die blaue Stahlausführung. Sie lässt die Konturen des Kissengehäuses präzise hervortreten, vermeidet das dauerhafte Abriebrisiko einer Vergoldung und bietet den stärksten Farbkontrast im Sonnenschliff. Stehen ein sauberes blaues Stahlmodell, ein fleckiges silbernes Blatt und ein poliertes vergoldetes Gehäuse auf vergleichbarem Niveau zur Wahl, verdient die blaue Stahlvariante den Vorzug.

    Entscheidend sind vor allem das Zifferblatt und danach die klar erhaltene Gehäuseform. Ein makelloser Sonnenschliff ist besonders begehrt, weil Flecken nicht durch eine Wartung verschwinden und eine Neulackierung die originale Oberfläche ersetzt. Das Kaliber 565 begegnet bei den von uns geprüften Ausführungen regelmäßig. Es bestätigt die stimmige Konfiguration, unterscheidet jedoch nicht zwischen den Zifferblattvarianten.

    Am Handgelenk

    Mit 31 mm oder 32 mm ohne Krone trägt sich die 162.0010 kleiner, als ihre quadratische Silhouette zunächst vermuten lässt. Das Kissengehäuse verteilt seine optische Präsenz auf vier Ecken und wirkt dadurch markanter als eine runde Uhr gleicher Nennbreite, ohne tatsächlich groß zu erscheinen.

    Aufgesetzte Stabindizes sichern die Ablesbarkeit der blauen, silbernen und champagnerfarbenen Sonnenschliffblätter, auch wenn sich deren Oberfläche im Licht verändert. Die Proportionen passen mühelos unter eine Hemdmanschette, doch die geometrische Gehäuseform spricht deutlicher die Formensprache der 1970er Jahre als eine konventionelle runde Genève. Wer heutige Gehäusepräsenz erwartet, wird die Referenz als kompakt empfinden. Wer eine kleine Automatikuhr mit eigenständiger Epochenform sucht, findet gerade darin ihren Reiz.

    Typische Schwachstellen

    Schäden am Zifferblatt wiegen am schwersten. Silberne Sonnenschliffblätter können deutliche Flecken und Verfärbungen zeigen. Eine Aufarbeitung ersetzt die originale metallische Oberfläche durch ein neu lackiertes Blatt, dessen Nachteil meist schwerer wiegt als die Kosten einer mechanischen Wartung. Ein originales Austauschblatt ist von einer Neulackierung zu unterscheiden, doch keines von beiden darf als ursprünglich zur Uhr gehörendes Zifferblatt bezeichnet werden.

    Vergoldete Gehäuse bringen ein zweites unumkehrbares Problem mit sich. Ist die 20 Mikron starke Schicht an Ecken oder Bandanstößen durchgerieben, kann eine reguläre Wartung sie nicht wiederherstellen. Wiederholtes Polieren nimmt zudem dem quadratischen Kissengehäuse seine Kontur und rundet die Übergänge ab. Bei Stahl sind oberflächliche Spuren weichen Kanten vorzuziehen, solange die ursprüngliche Geometrie klar lesbar bleibt.

    Das Kaliber 565 ist nach seinem aktuellen Laufverhalten und belegten Arbeiten zu beurteilen, nicht nach ungestützten Wartungsangaben. Ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt. Zwischen einem Stahlmodell mit sauberem Blatt und definierten Gehäuselinien sowie einer glänzenderen Uhr mit Flecken oder weich polierten Kanten ist die erstgenannte Ausführung vorzuziehen.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattkonfiguration: Ein blaues Sonnenschliffblatt sollte aufgesetzte silberfarbene Indizes tragen, ein silbernes Sonnenschliffblatt aufgesetzte schwarze Indizes und die champagnerfarbene Variante goldfarbene Indizes mit schwarzen Einlagen.
    • Gehäuse und Boden: Die Referenz 162.0010 besitzt ein quadratisches Kissengehäuse. Bekannte Materialkombinationen sind vollständig aus Edelstahl gefertigt oder mit einer 20 Mikron starken Vergoldung und einem Edelstahlboden versehen.
    • Werk: Verbaut sein sollte das automatische Omega Kaliber 565 mit 24 Steinen. Ein anderes Kaliber erzeugt einen Widerspruch und kann auf eine aus verschiedenen Uhren zusammengesetzte statt auf eine vollständige Werkskonfiguration hindeuten.
    • Zifferblattoberfläche: Der Sonnenschliff sollte über das gesamte Zifferblatt gleichmäßig und schlüssig verlaufen. Sichtbare Flecken sind Schäden, während flach wirkende oder neu aufgebrachte Schrift auf eine Neulackierung statt auf ein originales Blatt oder ein originales Austauschblatt hinweisen kann.
    • Gehäusegeometrie: Die Kissenform sollte klar definierte Übergänge und an den Ecken ihre quadratische optische Präsenz bewahren. Weiche Kanten oder ungleichmäßige Übergänge sprechen für Politur, die die charakteristische Form dieser Referenz dauerhaft verändert.

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    Häufig gestellte Fragen

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