Omega Seamaster 166.003: Darauf sollten Sie vor dem Kauf achten
Die Omega Seamaster 166.003 ist eine 34-mm-Automatikuhr aus Edelstahl, bei der ein originales silbernes Sonnenschliffblatt, klare Gehäusekanten und Kaliber 562 oder 565 entscheidend sind.

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60 laufende Omega-Auktionen ansehenDie Seamaster 166.003 ist eine automatische Edelstahluhr mit 34 mm Durchmesser, Datumsfenster bei 3 Uhr und Kaliber 562 oder 565, gebaut von 1964-1970. Ihre Proportionen entsprechen der kompakten Eleganz der 1960er-Jahre, während das massive Stahlgehäuse im Alltag robuster ist als eine lediglich beschichtete Ausführung.
Besonders überzeugend sind Exemplare mit sauberem silbernem Sonnenschliffblatt, aufgesetzten Indizes, klarer Beschriftung und präzise erhaltenen Gehäusekanten. Großflächige Flecken beeinträchtigen den Charakter stärker als gleichmäßige Tragespuren am Gehäuse. Dunkle Leuchtmasse und oxidierte Zeiger sind als Schäden zu beurteilen, nicht beschönigend als Patina.
Bekannte Produktionsjahre
1964-1970
Gehäusedurchmesser
34 mm ohne Krone
Gehäusematerial
Edelstahl
Werktyp
Automatik
| Bekannte Kaliber | 562 und 565 |
| Anzahl der Lagersteine | 24 Lagersteine |
| Zifferblattausführung | Silberner Sonnenschliff mit aufgesetzten Indizes |
| Datumsposition | 3 Uhr |
| Bekannte Bandausführung | Signiertes Reiskornband |
Varianten und Einordnung
Bei den von uns geprüften frühen Exemplaren aus 1964 und 1965 findet sich Kaliber 562, bei Uhren aus 1969 und 1970 Kaliber 565. Beide Automatikwerke besitzen 24 Lagersteine. Der Kaliberwechsel liefert zusammen mit der Werknummer einen wichtigen zeitlichen Anhaltspunkt, ist allein jedoch kein Echtheitsbeleg, da Werke nachträglich in andere Gehäuse eingesetzt worden sein können.
Bekannt sind silberne Sonnenschliffblätter mit aufgesetzten facettierten oder stählernen Indizes, teils mit schwarzen Einlagen, sowie einem eingefassten Datumsfenster bei 3 Uhr. Ein signiertes Reiskornband ist eine reizvolle zeittypische Ausstattung, darf aber kein mangelhaftes Zifferblatt aufwiegen. Zwischen einer fleckigen Uhr am Reiskornband und einem Exemplar mit sauberem Blatt ohne dieses Band verdient das bessere Zifferblatt klar den Vorzug.
Wirkung am Handgelenk
Mit 34 mm Durchmesser ohne Krone trägt sich die 166.003 wie eine authentisch proportionierte Vintage-Omega und nicht wie die verkleinerte Ausgabe einer modernen Uhr. Das weit wirkende silberne Zifferblatt und die schlanken aufgesetzten Stundenzeichen sichern eine gute Ablesbarkeit, das Datum erhöht den praktischen Nutzen gegenüber einer klassischen Anzuguhr ohne Datumsanzeige. Unter einer Hemdmanschette sitzt das Modell besonders stimmig. Wer größere Gehäuse gewohnt ist, sollte die kompakte Präsenz vor dem Kauf bewusst einordnen.
Dauphinezeiger und Sonnenschliff verändern ihre Wirkung deutlich mit dem Lichteinfall. Schwarze Einlagen in Zeigern und Indizes verstärken den Kontrast, sofern sie gut erhalten sind. Oxidation, Lochfraß und gealterte Leuchtmasse lassen dagegen selbst ein helles Blatt müde erscheinen. Ein Reiskornband verbreitert die optische Wirkung und verleiht demselben Gehäuse einen weniger formellen Auftritt.
Typische Schwachstellen
Großflächige Flecken auf dem Zifferblatt zählen zu den schwerwiegendsten wiederkehrenden Mängeln. Ein nachbearbeitetes Blatt wiegt meist schwerer als sämtliche üblichen Gehäusespuren zusammen. Dunkle, zerfallende Leuchtmasse ist ein Schaden und keine erstrebenswerte Patina. Oxidation oder Lochfraß an den Dauphinezeigern sind gesondert zu bewerten. Auch ein echtes Omega-Serviceblatt bleibt ein Ersatzteil und sollte entsprechend bezeichnet werden.
Polieren verrundet die Gehäusekanten. Häufiges Tragen eines Metallbands kann zudem Dehnung und ungenauen Sitz der Bandanstöße verursachen. Das Hippocampus-Medaillon auf dem Boden sollte noch deutlich genug geprägt sein, doch seine Tiefe allein bestätigt keine Echtheit. Kaliber, Werknummer, Zifferblattgestaltung, Abmessungen und Gehäuseboden müssen als Einheit zusammenpassen. Eine sogenannte Frankenwatch ist im Sammlerjargon eine aus nicht zusammengehörigen oder zeitlich unpassenden Teilen zusammengesetzte Uhr. Bei einer verheirateten Uhr wurde insbesondere ein echtes Werk nachträglich mit einem anderen Gehäuse kombiniert.
Eine Wartungshistorie gilt nur dann als belegt, wenn entsprechende Unterlagen vorliegen. Frühere Messwerte einer Zeitwaage beschreiben nicht zwangsläufig den heutigen Zustand. Ebenso beweisen weder Kalibernummer noch Serienbereich eine ausgeführte Revision. Priorität haben deshalb zuerst das Zifferblatt, danach die Gehäusedefinition und schließlich der mechanische Zustand.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 1,000,000 | 1902 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 2,000,000 | 1908 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 3,000,000 | 1912 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 4,000,000 | 1916 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 5,000,000 | 1923 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 6,000,000 | 1925 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 7,000,000 | 1929 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 8,000,000 | 1935 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 9,000,000 | 1939 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 10,000,000 | 1944 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 11,000,000 | 1947 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 12,000,000 | 1950 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 13,000,000 | 1952 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 14,000,000 | 1954 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 15,000,000 | 1956 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 16,000,000 | 1958 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 17,000,000 | 1960 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 18,000,000 | 1961 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 19,000,000 | 1962 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 20,000,000 | 1963 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 21,000,000 | 1964 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 22,000,000 | 1965 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 24,000,000 | 1966 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 25,000,000 | 1967 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 26,000,000 | 1968 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 28,000,000 | 1969 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 31,000,000 | 1970 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 32,000,000 | 1971 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 33,000,000 | 1972 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 35,000,000 | 1973 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 37,000,000 | 1974 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 39,000,000 | 1975 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 40,000,000 | 1976 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 41,000,000 | 1977 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 42,000,000 | 1978 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 43,000,000 | 1979 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 44,000,000 | 1980 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 45,000,000 | 1982 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 46,000,000 | 1984 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 47,000,000 | 1985 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 48,000,000 | 1986 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 49,000,000 | 1988 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 50,000,000 | 1990 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 53,000,000 | 1993 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 54,000,000 | 1995 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 56,000,000 | 1996 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 58,000,000 | 1998 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
| 60,000,000 | 2000 | ungefähre Einordnung, Abweichung ±1-3 Jahre |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattdruck und Appliken: Das silberne Sonnenschliffblatt sollte aufgesetzte Indizes und ein Datumsfenster bei 3 Uhr besitzen. Starke Flecken sind bei erhaltenen Exemplaren bekannt. Unscharfe Schrift oder auffallend gleichmäßiger, neuwertiger Druck können dagegen auf ein nachbearbeitetes Zifferblatt statt auf natürliche Alterung hindeuten.
- Zeiger und Leuchtmasse: Dauphinezeiger mit schwarzen Einlagen sind für die Referenz belegt. Oxidation, Lochfraß und dunkel zerfallene Leuchtmasse müssen als Mängel benannt werden. Weichen Farbe und Alterungsbild der Leuchtmasse auf Zeigern und Zifferblatt deutlich voneinander ab, kann dies auf Ersatzteile oder eine spätere Neubefüllung hinweisen.
- Gehäuse und Gehäuseboden: Das Edelstahlgehäuse misst 34 mm ohne Krone, bekannte Böden tragen ein Hippocampus-Medaillon. Verrundete Kanten oder ein schwach ausgeprägtes Medaillon können durch Polieren entstanden sein. Für sich allein belegen diese Merkmale jedoch weder eine Fälschung noch die Echtheit der vollständigen Uhr.
- Werk und Chronologie: Als korrekte Automatikwerke sind die Kaliber 562 und 565 mit 24 Lagersteinen belegt. Vergleichen Sie die Werknummer mit der ungefähren Datierungstabelle und schließen Sie Kombinationen aus, die dem bekannten Produktionszeitraum 1964-1970 widersprechen. Kaliber und Nummer müssen gemeinsam zur Ausführung passen.
- Hinweise auf Frankenwatch oder verheiratete Uhr: Ein echtes Omega-Werk bestätigt nicht die Echtheit der gesamten Uhr. Zifferblattgestaltung, Kaliber, zeitliche Einordnung der Werknummer, Gehäusemaße und Boden müssen zusammenpassen. Andernfalls kann es sich um eine Frankenwatch aus nicht zusammengehörigen Teilen oder um ein nachträglich mit einem anderen Gehäuse kombiniertes Werk handeln.
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