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    Omega De Ville 511.0428: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen

    Die Omega De Ville 511.0428 ist eine kompakte Handaufzugs-Dresswatch von 1972, bei der ein sauberes geometrisches Zifferblatt und klar definierte Gehäusekanten zählen.

    Omega - De Ville - 511.0428

    Die Omega De Ville 511.0428 überzeugt nicht durch Größe, sondern durch ausgewogene Proportionen. Ihr rechteckiges Gehäuse misst ohne Krone 20 mm, damit ist sie eine kompakte Dresswatch von 1972 und kein verkleinerter Ersatz für eine runde Omega im Alltag.

    Zwei klar unterscheidbare Ausführungen bestimmen die Auswahl: Edelstahl mit tiefblauem Quadrantenzifferblatt oder vergoldet mit dunkelgrau-schwarzem, horizontal gebürstetem Zifferblatt. Beide besitzen das Handaufzugskaliber 485 mit 17 Steinen. Entscheidend ist zuerst das Zifferblatt, danach das Gehäusematerial, denn beschädigte Vergoldung und erneuerte Beschriftungen verändern den Charakter stärker als übliche mechanische Arbeiten.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Marke

    Omega

    Modell

    De Ville

    Referenz

    511.0428

    Produktionsjahr

    1972-1972

    Gehäusegröße20 mm ohne Krone
    GehäusematerialienEdelstahl oder vergoldet
    WerkOmega Handaufzugskaliber 485
    Steine17
    Bekannte ZifferblattausführungenTiefblaues Quadrantenzifferblatt oder dunkelgrau-schwarz mit horizontaler Bürstung

    Wofür dieses Modell geschaffen wurde

    Die Referenz 511.0428 gehört zur geometrisch geprägten Seite des Dresswatch-Designs von 1972. Das rechteckige Gehäuse und die sektorenartige Gliederung des Zifferblatts verleihen ihr einen formellen Charakter, während der Handaufzug die Erscheinung bewusst zurückhaltend hält. Ihre Aufgabe ist eindeutig: diskrete Zeitanzeige, bei der das Zifferblatt nahezu die gesamte gestalterische Wirkung übernimmt.

    Mit 20 mm ohne Krone trägt sich die Uhr bewusst klein und gleitet mühelos unter eine Manschette. Das kompakte Format harmoniert besser mit einem schmalen Band und formeller Kleidung als mit sportlicher Freizeitgarderobe. Schlanke Stabzeiger sorgen auf dem dunklen Zifferblatt für Ablesbarkeit, ohne die strenge Geometrie zu stören. Wer die Präsenz einer runden De Ville am Handgelenk erwartet, sollte eine andere Referenz wählen.

    Die Varianten der Referenz 511.0428

    Die Edelstahlausführung bietet den stärkeren grafischen Kontrast: ein tiefblaues Quadrantenzifferblatt mit präziser weißer Beschriftung. Die vergoldete Variante kombiniert eine dunkelgrau-schwarze, horizontale Bürstung mit aufgesetztem Omega-Logo und goldfarbenen Stabzeigern. Es handelt sich um zwei eigenständige Gestaltungen, nicht um bloße Farbvarianten. Wenn dauerhafte Gehäuseabnutzung besonders ins Gewicht fällt, ist Edelstahl meist die sicherere Wahl.

    Der sammlerische Rang hängt zuerst am Zifferblatt. Eine sauber erhaltene Quadrantenstruktur oder horizontale Bürstung bewahrt das Design, das die 511.0428 auszeichnet. Eine Neubeschriftung beeinträchtigt die Substanz stärker als oxidierte Zeiger oder eine nicht dokumentierte Wartungshistorie. Bei vergoldeten Exemplaren ist freiliegendes Grundmetall an den Bandanstößen wesentlich, da verlorene Werksvergoldung nicht durch eine gewöhnliche Wartung zurückkehrt.

    Zwischen einem kantenscharfen Stahlgehäuse mit sauberem blauem Zifferblatt und einem stärker glänzenden vergoldeten Gehäuse mit Abrieb verdient die Stahlversion den Vorzug. Die vergoldete Ausführung überzeugt, wenn Bürstung, aufgesetztes Logo und passende goldfarbene Zeiger ein stimmiges Gesamtbild bilden. Zeitgenössisch wirkende Einzelteile sind nicht automatisch ursprünglich, daher kann auch eine aus plausiblen Komponenten zusammengesetzte Uhr ein sogenanntes Franken-Modell sein.

    Typische Schwachstellen

    Zifferblattschäden stehen an erster Stelle. Dunkle, horizontal gebürstete Blätter können Flecken zeigen, goldfarbene Stabzeiger unter Vergrößerung sichtbare Oxidation. Schwerer wiegt ein erneuertes Zifferblatt: Veränderte Typografie oder verlorene Bürstung zerstören die prägende Oberfläche. Auch ein echtes Servicezifferblatt darf nicht als ursprüngliches Zifferblatt der Uhr bezeichnet werden.

    Abrieb der Vergoldung, weich polierte Gehäusekanten und verkratzte Gläser sind getrennt zu beurteilen. Das rechteckige Gehäuse lebt von klaren Linien. Eine Politur, die seine Ecken abrundet, verändert daher die Proportionen, selbst wenn die Fläche danach glänzt. Bei vergoldeten Gehäusen bleibt durchgeriebene Beschichtung an den Bandanstößen dauerhaft sichtbar, sofern das Gehäuse nicht neu vergoldet wird. Eine Neuvergoldung beseitigt jedoch zugleich die noch vorhandene Werksoberfläche.

    Das Kaliber 485 sollte sich aufziehen und stellen lassen sowie laufen, doch bloßer Gang beweist keine gesunde Funktion. Ein von uns geprüftes vergoldetes Exemplar verlor etwa 55 bis 58 Sekunden pro Tag, genug, um mechanische Aufmerksamkeit statt beschönigender Formulierungen zu verlangen. Ohne begleitende Rechnung gilt die Wartungshistorie als unbekannt und sollte genau so ausgewiesen werden.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattausführung: Ein bekanntes Zifferblatt der 511.0428 ist entweder tiefblau mit geometrischer Quadrantengliederung und weißer Beschriftung oder dunkelgrau-schwarz mit horizontaler Bürstung. Flächiger Lack, verlorene Bürstung oder veränderte Typografie sprechen für ein erneuertes Zifferblatt.
    • Zeiger und aufgesetzte Elemente: Zur dunkel gebürsteten Ausführung gehören ein aufgesetztes Omega-Logo und goldfarbene Stabzeiger. Oxidation kann ehrliche Alterung sein, doch abweichende Zeigerfarben oder falsche Proportionen können auf Ersatzteile oder eine nachträglich zusammengesetzte Uhr hinweisen.
    • Werkspezifikation: Das Werk sollte das Omega Handaufzugskaliber 485 mit 17 Steinen sein. Ein anderes Kaliber widerspricht den bekannten Exemplaren der 511.0428 und begründet den Verdacht auf ein Ersatzwerk oder die Verbindung ursprünglich nicht zusammengehöriger Komponenten.
    • Gehäusematerial und Geometrie: Bekannte Gehäuse bestehen aus Edelstahl oder sind vergoldet und messen ohne Krone 20 mm. Klar definierte rechteckige Kanten entsprechen der beabsichtigten Geometrie, während abgerundete Ecken eine Politur statt der ursprünglichen Werksoberfläche erkennen lassen.
    • Abrieb am vergoldeten Gehäuse: Bei der vergoldeten Ausführung sind Bandanstöße und Ecken auf freiliegendes Grundmetall zu prüfen. Starker Glanz beweist keine gute Erhaltung. Eine Neuvergoldung kann Abrieb verdecken, entfernt dabei jedoch die noch vorhandene ursprüngliche Werksoberfläche.

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