Omega Genève 135.041: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen
Die Omega Referenz 135.041 ist eine Genève aus Edelstahl von 1968-1970, mit 34-35 mm Gehäuse, silbernem Sonnenschliffzifferblatt und Handaufzugskaliber 601.

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60 laufende Omega-Auktionen ansehenDie Omega Genève 135.041 überzeugt vor allem als kompakte Stahluhr der Jahre 1968-1970, nicht als zierliche Anzuguhr. Ihr silbernes Sonnenschliffzifferblatt, die aufgesetzten Indizes mit schwarzen Einlagen und das Handaufzugskaliber 601 schaffen genügend Kontrast für den regelmäßigen Einsatz. Zugleich bewahrt das zurückhaltende Gehäuse unverkennbar den Charakter seiner Epoche.
Entscheidend ist ein Exemplar mit möglichst unverfälschtem Zifferblatt und klar erhaltenen Gehäusekanten. Wir haben die 135.041 sowohl mit 34 mm als auch mit 35 mm dokumentiert, eine geringe Abweichung, die ihre Wirkung am Handgelenk spürbar verändert. Ein überarbeitetes Zifferblatt wiegt schwerer als leichte Tragespuren am Gehäuse. Eine persönliche Widmungsgravur muss sich dagegen im Preis widerspiegeln, statt als harmlose Patina verharmlost zu werden.
Referenz
135.041
Modell
Genève
Bekannte Produktionsjahre
1968-1970
Gehäusematerial
Edelstahl
| Dokumentierte Gehäusegrößen | 34 mm und 35 mm |
| Werk | Omega Handaufzugskaliber 601 |
| Beobachtete Lagersteinzahl | 17 Lagersteine |
| Zifferblattausführung | Silberner Sonnenschliff mit aufgesetzten Indizes und schwarzen Einlagen |
Für welchen Zweck sie geschaffen wurde
Die 135.041 gehört zur Genève-Ära von 1968-1970 und ist mit Omegas Handaufzugskaliber 601 ausgestattet. Ohne automatischen Aufzug bleibt ihre Mechanik bewusst unmittelbar, das tägliche Aufziehen gehört zum Umgang mit der Uhr. Entscheidend sind der tatsächliche Zustand und belegte Arbeiten, nicht eine ungestützte Wartungsbehauptung. Ein von uns geprüftes Kaliber 601 trug die Angabe 17 Lagersteine. Ohne datierte Belege bleibt die Wartungshistorie des jeweiligen Exemplars dennoch offen.
Mit 34-35 mm in Edelstahl wirkt das Gehäuse nach heutigen Maßstäben kompakt, jedoch keineswegs kraftlos. Der silberne Sonnenschliff verändert sich im Licht, während schwarze Zeiger und aufgesetzte Indizes mit schwarzen Einlagen die Ablesbarkeit sichern. An einem schlanken Band liegt die Uhr stimmig am Handgelenk und passt mühelos unter eine Manschette. Bei zwei gleichwertigen Exemplaren zeigt die 35-mm-Ausführung etwas mehr Präsenz. Ein ehrliches Zifferblatt und ein klar konturiertes 34-mm-Gehäuse sind jedoch höher einzuschätzen als ein größeres, weich poliertes Exemplar.
Wo die Qualität den Unterschied macht
Der größte Teil der Begehrlichkeit liegt im silbernen Sonnenschliffzifferblatt. Sauberer Druck, ein aufgesetztes Omega Logo und passend ausgeführte Indizes mit schwarzen Einlagen zählen mehr als oberflächlicher Gehäuseglanz. Eine Politur kann Glanz vortäuschen, ein neu bearbeitetes Zifferblatt verändert dagegen dauerhaft genau das Erscheinungsbild, das Sammler suchen. Besonders überzeugend sind geschlossen wirkende, einfarbige Ausführungen, bei denen Zeiger und Stundenmarkierungen gemeinsam gealtert erscheinen und nicht wie nachträglich aus fremden Teilen zusammengestellt wirken.
An zweiter Stelle steht der Gehäusezustand. Klare Kanten sowie erhaltene gebürstete und polierte Flächen verdienen den Vorzug vor verrundeten Konturen. Eine japanische Widmungsgravur kann akzeptabel sein, sofern sie offengelegt und angemessen berücksichtigt wird. Sie ist ein historischer Hinweis, keine Patina. Bei gleicher Zifferblattqualität ist eine scharf erhaltene Uhr mit Gravur einem ungravierten Gehäuse mit verwaschenen Linien vorzuziehen. Das Entfernen einer Gravur kostet Metall und verbessert das Gehäuse nur selten.
Typische Schwachstellen
Der schwerwiegendste Mangel ist ein überarbeitetes Zifferblatt, gefolgt von einer nachträglichen Verbindung aus Werk und Gehäuse. Übermäßiges Polieren nimmt den Gehäuselinien ihre Klarheit und kann die Übergänge zwischen gebürsteten und polierten Flächen verwischen. Unachtsames Öffnen hinterlässt zudem Spuren am Boden. Persönliche Gravuren bleiben dauerhaft, sofern kein Metall abgetragen wird. Eine Ersatzkrone kann funktional sein, doch ohne Beleg und belastbaren Vergleich mit zeitgleichen Exemplaren sollte ihre Originalität nicht behauptet werden.
Der Zustand des Werks lässt sich nicht am sauberen Äußeren ablesen. Das Kaliber 601 sollte sich gleichmäßig aufziehen und stellen lassen sowie beständig laufen. Eine Zeitwaagenmessung bildet jedoch nur einen Augenblick ab und belegt keine vollständige Wartungshistorie. Auch die ungefähren Omega Seriennummernlisten besitzen eine Toleranz von einem bis drei Jahren. Die Datierung sollte das Referenzfenster 1968-1970 daher stützen, nicht die Uhr überstimmen. Ein unverfälschtes Zifferblatt und ein klar definiertes Gehäuse verdienen den Vorzug vor einer glänzenderen Neugestaltung oder einer stark polierten Alternative.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 26000000 | 1968 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 28000000 | 1969 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 31000000 | 1970 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 32000000 | 1971 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblatt und Ausstattung: Die bekannte Ausführung der 135.041 besitzt ein silbernes Sonnenschliffzifferblatt, ein aufgesetztes Omega Logo und aufgesetzte Indizes mit schwarzen Einlagen. Die schwarzen Zeiger sollten damit eine geschlossene Einheit bilden. Deutlich abweichende Alterung kann auf Ersatzteile oder eine aus verschiedenen Uhren zusammengesetzte Kombination hinweisen.
- Werkidentität: Verbaut sein sollte das Omega Handaufzugskaliber 601. Ein signiertes Werk allein reicht nicht aus, denn auch ein echtes Kaliber kann nachträglich mit dem Gehäuse einer anderen Uhr verbunden worden sein. Sein Zustand und jede Wartungsbehauptung benötigen jeweils eigene, nachvollziehbare Belege.
- Gehäusegröße und Material: Die dokumentierten Gehäuse der 135.041 bestehen aus Edelstahl und messen 34 mm oder 35 mm. Weiche Kanten, verwischte Übergänge zwischen gebürsteten und polierten Flächen sowie ein übermäßig geglätteter Boden sprechen für eine Politur, beweisen für sich genommen jedoch keine Fälschung.
- Stimmigkeit von Referenz und Datierung: Im Gehäuse muss die Referenz exakt als 135.041 angegeben sein. Die Seriennummer sollte plausibel zum bekannten Produktionszeitraum 1968-1970 passen. Dabei ist die veröffentlichte Toleranz von einem bis drei Jahren zu berücksichtigen, statt ein bestimmtes Jahr mit falscher Genauigkeit zu erzwingen.
- Offenlegung von Gravuren: Eine Widmungsgravur kann authentisch zur Besitzgeschichte der Uhr gehören, ohne eine Herkunft ab Werk zu belegen. Wortlaut und Position sollten sachlich beschrieben werden. Schleifspuren oder ausgedünnte Bereiche in ihrem Umfeld deuten auf einen versuchten Materialabtrag hin.
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