Vintage Omega De Ville: empfehlenswerte Modelle und typische Risiken
Eine Vintage Omega De Ville ist eine kompakte, elegante Armbanduhr, bei der Zifferblatt, Gehäuseform und korrekt zugeordnetes Werk wichtiger sind als äußerer Glanz.

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Omega - De Ville - No reserve price - 111 0140 - Men - 1979

Omega - De Ville - No reserve price - MD 1960312.1 - Men - 1980-1989

Omega - De Ville - No reserve price - 111.0118 - Men - 1975

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Omega - De Ville - No reserve price - 511 0503 - Women - 1979

Omega - De Ville - No reserve price - 511 0532 - Women - 1979

Omega - De Ville - No reserve price - 5110413 - Women - 1979
Die Vintage Omega De Ville steht nicht für einen einzigen, fest umrissenen Entwurf. Von 1958 bis 1997 umfasste der Name runde, quadratische, kissenförmige und tonneauförmige elegante Armbanduhren, mit Handaufzug, Automatik und später auch Ausführungen für Damen. Am schlüssigsten ist die hier betrachtete De Ville als formelle Uhr: zurückhaltende Zifferblätter, kompakte Gehäuse und Proportionen, die sich dezent ans Handgelenk schmiegen.
Unter den stärker stilisierten Varianten ist die Referenz 166.033 der verlässlichste Einstieg. Ihr 34-mm-Stahlgehäuse, das silberne Sonnenschliff-Zifferblatt und das Automatikkaliber 565 machen sie vielseitiger tragbar und leichter zu beurteilen als ein vergoldetes Kissengehäuse oder eine kleine quadratische Uhr. Wenn geometrische Gestaltung wichtiger ist als Vielseitigkeit, verbindet die Referenz 161.022 ein quadratisches 30-mm-Stahlgehäuse mit dem flachen Automatikkaliber 711.
Bekannter Produktionszeitraum
1958-1997
Erfasste Gehäusegrößen
21 mm, 30 mm, 32 mm und 34 mm
Erfasste Gehäuseformen
Rund, quadratisch, kissenförmig und tonneauförmig
Erfasste Gehäusematerialien
Edelstahl und 20 Mikron vergoldete Gehäuse mit Böden aus Edelstahl
| Erfasste Werktypen | Handaufzug und Automatik |
| Erfasste Kaliber | 565, 625, 711 und 1002 |
| Erfasste Zifferblattausführungen | Silberner Sonnenschliff, vertikal gebürstetes Silber, vertikal gebürsteter Champagnerton und satiniertes Gold |
Die Modellvielfalt
Runde Stahluhren bilden das Rückgrat der Modellfamilie, erfassen ihre Vielfalt jedoch nicht vollständig. Die Referenz 166.033 ist eine Automatik von 1969 mit Kaliber 565, die Referenz 161.022 dagegen eine quadratische Automatik von 1968 mit Kaliber 711. Einen anderen Weg geht die Referenz 111.0133: Kissengehäuse von 1975, Handaufzugskaliber 625 und eine 20 Mikron starke Vergoldung bei einem Boden aus Edelstahl.
Die Wahl sollte zunächst der Gehäuseform folgen, erst danach dem Werk. Eine runde De Ville mit 34 mm bietet klassische Proportionen für eine elegante Armbanduhr, während ein quadratisches 30-mm-Gehäuse optisch breiter wirkt, als der Messwert vermuten lässt. Das 32-mm-Kissengehäuse liegt dazwischen, bringt jedoch den Abrieb der Vergoldung als dauerhaftes Zustandsrisiko mit. Bei vergleichbar gut erhaltenen Exemplaren ist Stahl die robustere Entscheidung.
De Ville Modelle für Damen erweitern das Spektrum nach unten. Die Referenz 595.0097.2 ist eine vergoldete 21-mm-Uhr aus den 1990er Jahren, mit satiniertem goldfarbenem Zifferblatt und Krone mit Cabochon. Sie ist in erster Linie Schmuck und erst danach eine auf Ablesbarkeit ausgerichtete Uhr. Diese Unterscheidung ist wesentlich, denn ihr Sammlermarkt überschneidet sich nur bedingt mit dem größerer Stahlmodelle mit Automatik.
Typische Schwachstellen
Der folgenschwerste Mangel ist ein nachbearbeitetes Zifferblatt. Sonnenschliff, vertikal gebürstete Flächen und gedruckte römische Ziffern sind eigenständige Werksausführungen innerhalb der Modellfamilie. Eine beliebige Neulackierung kann daher genau den Charakter auslöschen, der eine De Ville von der anderen unterscheidet. Ein originales Omega Austauschzifferblatt ist von einer Neulackierung zu unterscheiden, bleibt aber ein Ersatzteil und muss entsprechend bezeichnet werden.
Vergoldungen nutzen sich an exponierten Stellen ab, besonders an Bandanstößen und Gehäuseecken. Keine Werkrevision ersetzt die dort verlorenen Mikron. Polieren verschärft das Problem, weil Kanten von Kissenformen, quadratische Ecken und Übergänge eines Tonneaugehäuses weicher werden. Bei Stahlgehäusen zählt eine klare Linienführung mehr als spiegelnder Glanz. Eine örtlich begrenzte Zifferblattspur, etwa der bei einer Referenz 166.033 festgestellte Fleck zwischen 10 und 11 Uhr, ist einer gleichmäßig neu lackierten Fläche vorzuziehen, sofern die Bedruckung original erhalten ist.
Auch das Werk muss exakt bestimmt werden. Zu den bekannten Automatikwerken gehören die Kaliber 565, 711 und 1002, während Kaliber 625 ein Handaufzugswerk ist. Ein Werk aus einer anderen De Ville passt nicht automatisch zum Gehäuse. Stimmen Gehäuse und Werk nicht zusammen, wurde die Uhr aus getrennten Exemplaren zusammengesetzt. Ohne datierte Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt, unabhängig davon, wie gut die Uhr bei einer kurzen Prüfung läuft.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 16000000 | 1958 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 18000000 | 1961 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 20000000 | 1963 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 24000000 | 1966 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 28000000 | 1969 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 31000000 | 1970 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 39000000 | 1975 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 44000000 | 1980 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 50000000 | 1990 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 54000000 | 1995 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
| 56000000 | 1996 | ungefähr, Toleranz von 1 bis 3 Jahren |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattausführung und Bedruckung: Die Referenz 166.033 sollte ihre silberne Sonnenschlifffläche bewahrt haben, während 161.022 ein silbernes Sonnenschliff-Zifferblatt mit gedruckten römischen Ziffern verwendet. Flacher Lack, verlorene Bürstung oder auffällig gleichmäßige neue Bedruckung sprechen für eine Nachbearbeitung.
- Gehäuseform und Kantenschärfe: Quadratische, kissenförmige und tonneauförmige De Ville Gehäuse leben von klar definierten Ecken und Übergängen. Weiche Kanten weisen auf Polieren hin, bei der Referenz 111.0133 wiegt ein Verlust der Vergoldung an Bandanstößen und Gehäuseecken besonders schwer.
- Zuordnung von Werk und Referenz: Prüfen Sie, ob das angegebene Kaliber der bekannten Ausführung entspricht: 565 bei 166.033, 711 bei 161.022, 625 bei 111.0133 und 1002 bei 166.051. Auch ein echtes, aber unpassendes Omega Werk kann eine Bastarduhr oder ein aus mehreren Uhren zusammengesetztes Exemplar ergeben.
- Krone und Ersatzteilstatus: Für die Referenzen 111.0133 und 595.0097.2 ist eine Krone mit Cabochon dokumentiert. Ihre Originalität darf dennoch nicht vorausgesetzt werden, da Kronen Verschleißteile sind. Ein zeitlich passender Ersatz ist nicht die ursprünglich an der Uhr montierte Krone.
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