Omega Genève 166 0168, eine alltagstaugliche Automatikuhr von 1973
Die Omega Genève Referenz 166 0168 ist eine Automatikuhr von 1973, vorzugsweise in Stahl, mit sauberem Schliffzifferblatt, Kaliber 1012 und klar erhaltener C-Form.

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Die Omega Genève 166 0168 steht unverkennbar für das Jahr 1973: ein breites C-förmiges Gehäuse, das automatische Kaliber 1012 und geschliffene Zifferblätter mit aufgesetzten Stabindizes. Ihre Proportionen zeigen deutlich die Formensprache der 1970er-Jahre, nicht die Zurückhaltung einer kleineren Anzuguhr.
Stahl ist in der Regel die vernünftigere Wahl. Die 36-mm-Ausführung aus Edelstahl kennt keinen irreversiblen Abrieb einer Vergoldung, während die 37-mm-Version mit Goldauflage wärmer wirkt und etwas mehr Präsenz besitzt. Bei beiden entscheidet vor allem das Zifferblatt: Ein sauberer Längsschliff oder silberner Sonnenschliff wiegt schwerer als äußerer Glanz an einem weich polierten Gehäuse.
Referenz
166 0168
Modell
Genève
Bekanntes Produktionsjahr
1973-1973
Werk
Automatisches Omega Kaliber 1012
| Größe des Stahlgehäuses | 36 mm ohne Krone |
| Größe des vergoldeten Gehäuses | 37 mm ohne Krone |
| Gehäusematerialien | Edelstahl oder 20 Mikron starke Goldauflage mit Edelstahlboden |
| Bekannte Zifferblattoberflächen | Silberner Sonnenschliff, vertikal gebürstetes Silber, vertikal gebürstetes Champagner |
Die Modellvarianten
Die Referenz 166 0168 begegnet in zwei materiell deutlich unterschiedlichen Ausführungen. Die Edelstahluhr misst 36 mm ohne Krone und besitzt ein silbernes Zifferblatt, entweder mit Sonnenschliff oder vertikalem Bürstenschliff. Stabindizes mit schwarzen Einlagen schaffen einen kräftigeren Kontrast als bei der champagnerfarbenen Variante.
Die vergoldete Ausführung misst 37 mm ohne Krone. Sie kombiniert eine 20 Mikron starke Goldauflage, einen Edelstahlboden und ein champagnerfarbenes Zifferblatt mit vertikalem Schliff. Empfehlenswert ist sie nur, wenn die Auflage an den Bandanstößen lückenlos erhalten ist. Zwischen abgetragener Vergoldung und ehrlichen Spuren auf Stahl verdient Stahl den Vorzug, denn Kratzer können stabil bleiben, freigelegtes Grundmetall lässt sich dagegen nicht rückgängig machen.
Typische Schwachstellen
Abrieb an der Vergoldung ist der gravierendste Gehäusemangel, da eine reguläre Wartung fehlendes Gold an den Bandanstößen nicht ersetzt. Stahlgehäuse vermeiden dieses Problem, doch starkes Polieren kann auch hier die Übergänge der C-Form verwischen und die Kanten abrunden. Eine ersetzte Krone wiegt weniger schwer als ein überarbeitetes Zifferblatt, sofern Sitz und Funktion stimmen.
Auch die Zeiger verdienen eine eigene Prüfung. Bei von uns begutachteten Exemplaren finden sich Oxidation, Schmutz und Alterung rund um das Zeigerfutter, selbst wenn das Zifferblatt sauber geblieben ist. Scharfer Druck, intakte äußere Leuchtpunkte und ein durchgehender Schliff sprechen für ein stimmiges Gesamtbild. Unregelmäßige Schrift oder ein unter den aufgesetzten Elementen weiterlaufender Schliff können auf eine Neubearbeitung hinweisen. Ohne Belege bleibt die Wartungshistorie unbekannt.
Der richtige Ausgangspunkt
Beginnen Sie mit der 36-mm-Stahlausführung, bevorzugt mit besonders sauberem Zifferblatt und möglichst klar erhaltenen Gehäusekonturen. Sie ist einer glänzenderen vergoldeten Variante mit Abrieb an den Bandanstößen vorzuziehen. Das Kaliber 1012 muss deutlich bezeichnet sein, doch seine bloße Anwesenheit beweist nicht, dass Werk und Gehäuse gemeinsam das Werk verlassen haben.
Ein zeitlich passendes Armband oder eine signierte Schließe kann das Erscheinungsbild abrunden, sollte aber niemals höher gewichtet werden als Zifferblatt, Gehäuse oder Werk. Die Referenz 166 0168 eignet sich für regelmäßiges Tragen, wenn ihr Automatikwerk fachlich beurteilt wurde und Kontakt mit Wasser vermieden wird. Ohne Wartungsunterlagen ist eine günstige momentane Gangmessung kein belastbarer Nachweis des mechanischen Zustands.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 1000000 | 1902 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 2000000 | 1908 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 3000000 | 1912 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 4000000 | 1916 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 5000000 | 1923 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 6000000 | 1925 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 7000000 | 1929 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 8000000 | 1935 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 9000000 | 1939 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 10000000 | 1944 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 11000000 | 1947 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 12000000 | 1950 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 13000000 | 1952 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 14000000 | 1954 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 15000000 | 1956 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 16000000 | 1958 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 17000000 | 1960 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 18000000 | 1961 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 19000000 | 1962 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 20000000 | 1963 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 21000000 | 1964 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 22000000 | 1965 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 24000000 | 1966 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 25000000 | 1967 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 26000000 | 1968 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 28000000 | 1969 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 31000000 | 1970 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 32000000 | 1971 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 33000000 | 1972 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 35000000 | 1973 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 37000000 | 1974 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 39000000 | 1975 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 40000000 | 1976 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 41000000 | 1977 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 42000000 | 1978 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 43000000 | 1979 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 44000000 | 1980 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 45000000 | 1982 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 46000000 | 1984 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 47000000 | 1985 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 48000000 | 1986 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 49000000 | 1988 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 50000000 | 1990 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 53000000 | 1993 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 54000000 | 1995 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 56000000 | 1996 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 58000000 | 1998 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 60000000 | 2000 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattoberfläche und Appliken: Silberner Sonnenschliff, vertikal gebürstetes Silber oder vertikal gebürstetes Champagner müssen rund um das aufgesetzte Logo und die Stabindizes ein geschlossenes Bild ergeben. Ungleichmäßiger Schliff oder unterbrochener Druck sind Warnzeichen für eine Neubearbeitung.
- Zeiger und Leuchtmasse: Die Stabzeiger sollten schwarze Einlagen tragen, die optisch mit den Stabindizes übereinstimmen. Oxidation nahe dem Zeigerfutter ist bei dieser Referenz bekannt. Frisch aufgetragene Leuchtmasse sollte ohne belastbaren Nachweis nicht als original bezeichnet werden.
- Gehäusekonstruktion: Stahlgehäuse messen 36 mm, das von uns begutachtete vergoldete Gehäuse 37 mm, jeweils ohne Krone. Die vergoldete Variante sollte einen Edelstahlboden besitzen. Abgeriebene Kanten an den Bandanstößen bedeuten einen irreversiblen Verlust der Auflage.
- Krone und äußere Signaturen: Eine signierte Omega Krone und eine signierte Schließe finden sich an einem begutachteten vergoldeten Exemplar, doch Signaturen allein bestätigen keine Echtheit. Ersatzteile sind möglich, und zeitlich passend ist nicht gleichbedeutend mit original.
- Werk und Stimmigkeit der Bauteile: Das Werk sollte deutlich als Omega Kaliber 1012 bezeichnet sein. Auch ein korrektes Kaliber kann sich in einer aus verschiedenen Komponenten zusammengesetzten Uhr befinden, daher müssen die Verbindung zu Gehäuse, Zifferblatt und äußerer Referenz sowie der Gesamteindruck stimmig bleiben.
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