Omega Constellation ST 168 029, Leitfaden für Sammler
Die Omega ST 168 029 überzeugt mit silbernem Zifferblatt, prägnantem C-Gehäuse und Kaliber 751, sofern Nachdrucke und weich polierte Konturen ausgeschlossen sind.

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60 laufende Omega-Auktionen ansehenDie vintage Omega Constellation ST 168 029 verbindet ein 34mm großes C-Gehäuse aus Edelstahl mit geriffelter Lünette und dem automatischen Kaliber 751. Um 1970 erschien diese chronometerzertifizierte Referenz mit applizierten Zifferblattelementen und dem Constellation-Stern. Besonders stimmig ist ein sauberes silbernes Zifferblatt in einem Gehäuse mit klar erhaltenen Kanten, möglichst am passgenau montierten Backsteinband statt als stark polierte Uhr an einem beliebigen Lederband.
Silberne Zifferblätter sind sowohl mit vertikal gebürsteter Oberfläche als auch mit Sonnenschliff belegt. Hinzu kommen applizierte Indizes, ein appliziertes Omega-Logo und Stabzeiger mit schwarzen Einlagen. Ein intakter Druck einschließlich des Schriftzugs Officially Certified Chronometer wiegt schwerer als nachträglich erzeugter Gehäuseglanz. Ein neu bedrucktes Zifferblatt verlangt einen deutlichen Abschlag, während ein echtes Servicezifferblatt als Ersatzteil und nicht als ursprüngliches Zifferblatt der Uhr einzuordnen ist.
Referenz
ST 168 029
Modell
Constellation
Gehäuseform
C-Gehäuse mit geriffelter Lünette
Gehäusematerial
Edelstahl
| Gehäusegröße | 34mm ohne Krone |
| Werk | Automatisches Omega Kaliber 751 |
| Zertifizierung | Chronometerzertifiziert |
| Zifferblattausführungen | Silber, vertikal gebürstet oder mit Sonnenschliff |
| Belegte Produktionszeit | Um 1970 |
| Bandkonfiguration | Signiertes Backsteinband |
Einordnung der Referenz
Die ST 168 029 ist die Constellation aus Edelstahl mit C-Gehäuse, geriffelter Lünette und Kaliber 751. Attraktive Omega-Teile aus derselben Epoche ergeben nicht automatisch eine korrekte Uhr. Zifferblatt, Gehäuse und Werk können jeweils echt sein und dennoch eine sogenannte Frankenwatch oder zusammengesetzte Uhr bilden, wenn sie das Werk nicht gemeinsam verlassen haben. Entscheidend ist deshalb die schlüssige Gesamtkonfiguration, nicht allein das Logo.
Für diese Referenz sind zwei silberne Ausführungen belegt, vertikal gebürstet und mit Sonnenschliff. Beide tragen applizierte Indizes, ein appliziertes Omega-Logo und den Constellation-Stern. Maßgeblich sind daher die Unversehrtheit der Oberfläche und die Qualität des Drucks, nicht eine vermeintliche Rangfolge der Schliffe. Zwischen einem intakten silbernen Zifferblatt in einem behutsam polierten Gehäuse und einem nachbearbeiteten Blatt in einem schärferen Gehäuse verdient das intakte Blatt den Vorzug, sofern das Gehäuse seine grundlegende Struktur bewahrt hat.
Am Handgelenk
Die Angabe von 34mm versteht sich ohne Krone. Durch das integrierte C-Gehäuse verteilt sich die optische Präsenz seitlich über das Handgelenk, statt sich auf einen runden Gehäusekörper zu konzentrieren. Ein korrekt angepasstes Backsteinband führt diese Linienführung fort und verleiht der Uhr mehr Geschlossenheit als ein Band mit sichtbaren Lücken an den Anstößen. Das silberne Zifferblatt, facettierte Indizes und schwarze Einlagen in den Zeigern sichern gute Ablesbarkeit, ohne den formellen Charakter zu beeinträchtigen.
Bei dieser Referenz prägt die Gehäusedefinition das Tragebild entscheidend. Eine klar ausgeformte geriffelte Lünette fasst das Zifferblatt präzise ein, während gerundete Gehäusekanten dieselben Abmessungen kleiner und weniger strukturiert erscheinen lassen. Am überzeugendsten sitzt die ST 168 029, wenn die Bandanstöße eng am Gehäuse anliegen und das Backsteinband nicht so stark gedehnt ist, dass es sichtbar vom Gehäuse absinkt.
Typische Schwachstellen
Der gravierendste Mangel ist ein überarbeitetes silbernes Zifferblatt, besonders wenn Chronometertext, Minuterie oder Constellation-Schriftzug neu angelegt wurden. Feuchtigkeitsflecken und Verfärbungen sind Schäden, keine Patina. Uneinheitliche oder auffallend frisch gefärbte Leuchtmasse deutet auf eine spätere Erneuerung hin. Eine glaubwürdig warme Tönung genügt als Nachweis nicht, Zifferblatt und Zeiger müssen in Farbe, Textur und Alterung zusammenpassen.
Zu starkes Polieren verrundet die Kanten des C-Gehäuses und stumpft die Riffelung der Lünette ab. Damit geht Geometrie verloren, die sich bei einer Wartung nicht zurückgewinnen lässt. Backsteinbänder können sich dehnen und an den Anstößen schlecht sitzen, eine Ersatzkrone kann eine sonst schlüssige Konfiguration stören. Der Werkzustand ist getrennt zu beurteilen: Kaliber 751 und eine plausible Seriennummer bestätigen Typ und ungefähre Datierung, ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie jedoch unbekannt.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 1000000 | 1902 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 2000000 | 1908 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 3000000 | 1912 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 4000000 | 1916 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 5000000 | 1923 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 6000000 | 1925 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 7000000 | 1929 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 8000000 | 1935 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 9000000 | 1939 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 10000000 | 1944 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 11000000 | 1947 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 12000000 | 1950 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 13000000 | 1952 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 14000000 | 1954 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 15000000 | 1956 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 16000000 | 1958 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 17000000 | 1960 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 18000000 | 1961 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 19000000 | 1962 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 20000000 | 1963 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 21000000 | 1964 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 22000000 | 1965 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 24000000 | 1966 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 25000000 | 1967 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 26000000 | 1968 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 28000000 | 1969 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 31000000 | 1970 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 32000000 | 1971 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 33000000 | 1972 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 35000000 | 1973 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 37000000 | 1974 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 39000000 | 1975 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 40000000 | 1976 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 41000000 | 1977 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 42000000 | 1978 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 43000000 | 1979 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 44000000 | 1980 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 45000000 | 1982 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 46000000 | 1984 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 47000000 | 1985 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 48000000 | 1986 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 49000000 | 1988 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 50000000 | 1990 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 53000000 | 1993 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 54000000 | 1995 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 56000000 | 1996 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 58000000 | 1998 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 60000000 | 2000 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattkonfiguration: Das silberne Zifferblatt sollte applizierte Indizes, ein appliziertes Omega-Logo, den Constellation-Stern und den Schriftzug Officially Certified Chronometer vereinen. Neu angelegter Druck, ungleichmäßige Leuchtpunkte oder eine falsche Kombination der Auflagen sprechen für ein neu bedrucktes Blatt, erneuerte Leuchtmasse oder eine Frankenwatch.
- Zeiger und Leuchtmasse: Für die ST 168 029 sind Stabzeiger mit schwarzen Einlagen belegt. Ihre Leuchtmasse sollte im Verhältnis zu den Leuchtpunkten des Zifferblatts schlüssig gealtert sein. Ein deutlicher Unterschied in Farbe oder Textur beweist für sich allein keinen Austausch, verlangt aber eine getrennte Beurteilung von Zeigern und Zifferblatt.
- Geometrie von Gehäuse und Lünette: Das C-Gehäuse aus Edelstahl sollte an seinem breiten Profil klar definierte Kanten bewahrt haben, die Riffelung der Lünette muss deutlich erkennbar bleiben. Gerundete Übergänge oder schwach ausgeprägte Rillen weisen auf Polieren hin und sind nicht mit natürlicher Oberflächenalterung gleichzusetzen.
- Werk und Seriennummer: Verbaut sein sollte das automatische Omega Kaliber 751, dessen Seriennummer plausibel in die ungefähre Omega-Tabelle fällt. Die Vereinbarkeit von Kaliber und Datum beweist jedoch nicht, dass Werk und Gehäuse das Werk gemeinsam verlassen haben. Eine zusammengesetzte Uhr bleibt daher möglich.
- Sitz des Armbands: Ein signiertes Backsteinband ist für diese Referenz belegt und sollte ohne auffällige Lücken an das C-Gehäuse anschließen. Übermäßige Dehnung, locker sitzende Anstöße oder nicht zusammengehörige Komponenten beeinträchtigen die Stimmigkeit, selbst wenn einzelne Bandteile zeitlich korrekt sind.
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