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    Omega De Ville 511.254: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen

    Die Omega De Ville 511.254 ist eine 17-mm-Handaufzugsuhr, bei der ein originales Zifferblatt, ein intaktes Facettenglas und eine stimmige Gesamtkonfiguration zählen.

    Omega - De Ville - 511.254

    Die De Ville 511.254 ist eine kleine elegante Handaufzugsuhr mit 17-mm-Gehäuse und markant facettiertem Glas. Durch ihre bewusst zierlichen Proportionen und das lebhafte Lichtspiel des Glases steht sie einer Schmuckuhr näher als einer verkleinerten Alltagsuhr. Diese Referenz überzeugt deshalb vor allem dann, wenn genau diese gestalterische Absicht gesucht wird.

    Edelstahl ist der verlässlichere Ausgangspunkt. Hier droht kein irreversibler Abrieb einer Beschichtung, zugleich bieten das silberne Zifferblatt und die dunklen Zeiger den stärksten Kontrast dieser Referenz. Die vergoldete Ausführung wirkt wärmer, doch ein überarbeitetes Zifferblatt wiegt schwerer als gewöhnliche Gehäusekratzer, und abgetragene Vergoldung lässt sich bei einer üblichen Wartung nicht wiederherstellen.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Referenz

    511.254

    Modell

    De Ville

    Bekannte Produktionsjahre

    1966-1970

    Gehäusegröße

    17 mm ohne Krone

    GehäusematerialienEdelstahl oder mit 20 Mikron vergoldet und mit Edelstahlboden
    WerkHandaufzug
    Bekannte Kaliber484 und 485
    Anzahl der Lagersteine17 Lagersteine
    Bekannte ZifferblattschliffeSilberner Sonnenschliff, vertikal geschliffenes Silber oder vertikal geschliffener Goldton
    GlasFacettenglas

    Die Modellvarianten

    Die Edelstahlausführung ist mit silbernem Sonnenschliff und Kaliber 484 bekannt. Eine weitere Stahlvariante verbindet einen vertikalen Schliff mit Kaliber 485. Beide besitzen applizierte Stundenmarkierungen und dunkle Stabzeiger. Der Zifferblattschliff verändert ihren Ausdruck jedoch deutlich: Beim Sonnenschliff läuft das Licht strahlenförmig vom Zentrum aus, während der vertikale Schliff geradliniger und architektonischer wirkt.

    Die goldfarbene Ausführung besitzt ein mit 20 Mikron vergoldetes Gehäuse und einen Boden aus Edelstahl. Das vertikal geschliffene goldfarbene Zifferblatt passt schlüssig zum wärmeren Gehäuseton. Ist die Vergoldung an den Bandanstößen jedoch bis auf das Grundmetall abgetragen, bleibt dieser Schaden dauerhaft sichtbar. Zwischen einer sauberen Stahluhr und einer stärker glänzenden, aber durchgeriebenen vergoldeten Uhr verdient die Stahlversion den Vorzug.

    Für die Qualitätseinschätzung steht zuerst das Zifferblatt, danach folgen Facettenglas und Gehäusezustand. Eine saubere silberne oder goldfarbene Oberfläche mit scharfem Druck ist höher einzustufen als eine Neulackierung. Ein passendes Milanaiseband verleiht historischen Charakter, gleicht Zifferblattarbeiten aber nicht aus. Ein Servicezifferblatt ist ein echtes Werksersatzteil und keine Neulackierung, muss dennoch als Austauschblatt benannt werden.

    Am Handgelenk

    Mit 17 mm ohne Krone besitzt die 511.254 bewusst zierliche Abmessungen. Das facettierte Glas verleiht ihr mehr Präsenz, als die reine Gehäusebreite vermuten lässt, denn jede einzelne Fläche fängt oberhalb des Zifferblatts das Licht ein. Unter einer Manschette verschwindet sie mühelos. Wer größere Uhren gewohnt ist, sollte ihre geringe Größe jedoch als wesentlichen Teil des Entwurfs verstehen und keine moderne Ablesbarkeit erwarten.

    Die silbernen Zifferblätter bieten den stärksten Kontrast zu den dunklen Zeigern und den schwarz akzentuierten Stundenmarkierungen. Der vertikale Schliff verändert sich je nach Winkel des Handgelenks, während der Sonnenschliff die Reflexion kreisförmig um das Zentrum verteilt. Auch der Handaufzug passt zum optisch schlanken Profil. Ohne entsprechende Unterlagen bleibt die Wartungshistorie einer einzelnen gebrauchten Omega De Ville allerdings unbekannt.

    Typische Schwachstellen

    Bei der goldfarbenen Ausführung ist verlorene Vergoldung der gravierendste Gehäusemangel. Die 20 Mikron starke Schicht kann sich an Bandanstößen und Gehäusekanten bis zum darunterliegenden Metall abtragen, und eine gewöhnliche Politur ersetzt sie nicht. Stahlgehäuse kennen dieses Problem nicht, doch häufiges Polieren kann auch hier die Lünettenkante abrunden und die kompakten Bandanstöße konturlos erscheinen lassen.

    Das Facettenglas verlangt eine eigene Prüfung, denn Absplitterungen oder starkes Polieren können jene klaren Flächen stumpf werden lassen, die diese Referenz prägen. Zifferblätter können Flecken, Ölspuren oder eine vollständige Neulackierung zeigen. Dunkle Zeiger können korrodieren und an Kontrast verlieren. Zwei von uns geprüfte, laufende Exemplare verloren dennoch ungefähr 60 bis 75 Sekunden pro Tag. Laufend bedeutet daher nicht automatisch gewartet.

    Auch ausgetauschte Werke sind ein Risiko. Die Referenz ist mit den Handaufzugskalibern 484 und 485 bekannt, beide mit 17 Lagersteinen. Ein Automatikwerk oder ein sachfremdes Kaliber ist deshalb ein konkretes Warnsignal für eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr. Stammen Gehäuse und Werk aus unterschiedlichen Uhren, bleibt die Kombination unoriginal, selbst wenn beide Teile echte Omega Komponenten sind.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    24,000,0001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    25,000,0001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    26,000,0001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    28,000,0001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    31,000,0001970ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblatt und Zeiger: Bekannt sind silberne Zifferblätter mit Sonnenschliff, vertikal geschliffene silberne Blätter und vertikal geschliffene goldfarbene Blätter, jeweils mit applizierten Stundenmarkierungen und dunklen Zeigern. Unscharfer Druck oder ein abweichender Schliff erfordern besondere Vorsicht.
    • Werk: Die 511.254 wurde von uns mit den Handaufzugskalibern 484 oder 485 geprüft, beide mit einer Kennzeichnung für 17 Lagersteine. Ein Automatikwerk oder ein sachfremdes Kaliber ist ein konkretes Warnsignal für eine aus unterschiedlichen Teilen zusammengesetzte Uhr.
    • Gehäusekonstruktion: Bekannte Gehäuse bestehen aus Edelstahl oder sind mit 20 Mikron vergoldet und besitzen einen Boden aus Edelstahl. Alle messen ohne Krone 17 mm. Abgetragene Vergoldung ist als Beschädigung zu bewerten, nicht als natürliche Alterungsspur.
    • Facettenglas: Das Glas sollte klar ausgeprägte Flächen bewahrt haben, die das Licht deutlich einfangen. Abgerundete Facetten, tiefes Polieren oder Absplitterungen an den Kanten verändern die charakteristische Geometrie der Referenz, selbst wenn das Glas weiterhin verwendbar ist.
    • Stimmigkeit der Konfiguration: Ein silbernes Zifferblatt mit Sonnenschliff oder vertikalem Schliff gehört zu den bekannten Stahlausführungen. Das vertikal geschliffene goldfarbene Blatt ist im vergoldeten Gehäuse bekannt. Vermischte Komponenten können auf eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr hindeuten.

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    Häufig gestellte Fragen

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