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    Referenzführer zur Omega Seamaster Professional 200M 396.1062

    Die Referenz 396.1062 überzeugt mit 37-38 mm Stahlgehäuse, Quarzkaliber 1438 und frühen Mercedes-Zeigern. Entscheidend sind jedoch ein intaktes Zifferblatt und stimmige Zeiger.

    Omega - Seamaster Professional 200M Pre-Bond - 396.1062

    Die Referenz 396.1062 überträgt das Konzept der Seamaster Professional 200M auf ein 37-38 mm großes Edelstahlgehäuse, gemessen ohne Krone. Bekannte Exemplare stammen aus den Jahren 1990 bis 1993. Sie verbinden das Omega Quarzkaliber 1438 mit einem mattschwarzen Zifferblatt, einer geriffelten Lünette und frühen Zeigern im Mercedes-Stil. Unter Sammlern ist dieser Seamaster Diver häufig als „Pre-Bond“ bekannt.

    Für die Kaufentscheidung zählen Zifferblatt und Zeigersatz mehr als der Beiname. Scharfer weißer Druck und gleichmäßig gealtertes Tritium können einen Aufpreis rechtfertigen. Gerissene Leuchtmasse an den Zeigern, Oxidation und ein durch Politur weich gewordenes Gehäuse sorgen dagegen für erhebliche Unterschiede zwischen äußerlich ähnlichen Uhren. Da die Wartungshistorie meist unbekannt ist, sollten Aussagen ohne Unterlagen nicht über das hinausgehen, was die Uhr selbst erkennen lässt.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Referenz

    396.1062

    Modell

    Seamaster Professional 200M

    Bekannter Fertigungszeitraum

    1990-1993

    Werk

    Omega Quarzkaliber 1438

    GehäusematerialEdelstahl
    Gemessener Gehäusedurchmesser37-38 mm ohne Krone
    ZifferblattMattschwarz mit aufgemalten Tritiumindizes
    ZeigersatzFrühe Zeiger im Mercedes-Stil
    LünetteGeriffelte Lünette
    Bezeichnung der Wasserresistenz200M

    Einordnung des Modells

    Die Referenz 396.1062 gehört zur frühen Phase der Seamaster Professional 200M, die hier durch Exemplare aus den Jahren 1990 bis 1993 belegt ist. Ihre kennzeichnende Kombination ist klar definiert: Edelstahl, Omega Quarzkaliber 1438, mattschwarzes Zifferblatt, aufgemalte Tritiumindizes und Zeiger im Mercedes-Stil. Ein anderes Werk oder ein erkennbar späterer Zeigersatz verlangt nach einer schlüssigen Erklärung, denn zeittypisch bedeutet nicht automatisch original.

    Besonders überzeugend sind Ausführungen mit scharfem weißem Zifferblattdruck und einem gleichmäßigen Verhältnis zwischen dem Tritium der Indizes und der Leuchtmasse der Zeiger. Ein originales Werksersatzzifferblatt ist einer Neubemalung vorzuziehen, verändert aber dennoch den Charakter des Angebots und sollte als Ersatz benannt sein. Bei gebrauchten Omega 396.1062 bestimmen originale matte Zifferblätter und schlüssige Zeigersätze den Aufpreis. Auffällige neue Leuchtmasse oder uneinheitlich zusammengestellte Teile führen zu deutlichen Abschlägen.

    Am Handgelenk

    Die von uns geprüften Gehäuse messen ohne Krone 37-38 mm. Kleine Abweichungen der Messmethode fallen daher stärker ins Gewicht als ein einzelner nomineller Millimeterwert. Die geriffelte Lünette und das integrierte Gehäuseprofil verleihen der Uhr optisch mehr Präsenz, als ihr Durchmesser vermuten lässt. Das mattschwarze Zifferblatt mit weißem Druck bleibt klar ablesbar, zugleich wirkt die Referenz neben größeren Seamaster Professional Modellen angenehm kompakt.

    Das Kaliber 1438 unterscheidet den Besitz deutlich von dem einer mechanischen Vintage Omega. Der Quarzantrieb macht das Aufziehen überflüssig, dennoch bleibt eine unbekannte Wartungshistorie relevant. Auch ein laufendes Werk belegt keine aktuelle Wasserresistenz. Die Aufschrift 200M bezeichnet das Modell und ersetzt keine aktuelle Druckprüfung. Alte Dichtungen dürfen deshalb niemals als Nachweis dafür gelten, dass die Uhr heute für Tauchgänge geeignet ist.

    Typische Schwachstellen

    Die gravierendste wiederkehrende Schwäche ist der Zustand des Zeigersatzes. Besonders am Minutenzeiger können Risse und Fehlstellen in der Leuchtmasse deutlich ausfallen, während Oxidation die Metallfassungen angreift. Ein cremefarben gealtertes Zifferblatt relativiert solche Schäden nicht. Neubemalte Zifferblätter, neu belegte Zeiger und Werksersatzzifferblätter beeinflussen die Sammlerwürdigkeit auf unterschiedliche Weise. Sie sollten daher nicht pauschal unter dem unpräzisen Begriff „restauriert“ zusammengefasst werden.

    Gehäusespuren lassen sich meist leichter einordnen als verlorene Zifferblatthistorie. Gebürsteter Edelstahl nimmt Kratzer an, wiederholtes Polieren rundet jedoch die klaren Kanten ab und lässt sich durch keinen weiteren Eingriff rückgängig machen. Auch der Zustand der Lünette zählt, denn ihr geriffeltes Profil prägt die Identität dieser Referenz. Vermischte Gehäuse, Werke oder Zeiger können eine zusammengesetzte Uhr ergeben, selbst wenn jedes Einzelteil tatsächlich von Omega stammt.

    Stehen ein scharf konturiertes Gehäuse mit beschädigter Zeigerleuchtmasse und ein poliertes Gehäuse mit überarbeitetem Zifferblatt zur Wahl, kommt das erste nur infrage, wenn die Leuchtmasse stabil an ihrem Platz bleibt. Bei ansonsten vergleichbaren Exemplaren verdienen originaler, klarer Druck und harmonisch gealtertes Tritium den Vorrang vor makelloserem Stahl. Zifferblatt und Zeigersatz begründen den Aufpreis, gewöhnliche äußere Kratzer dagegen den Verhandlungsspielraum.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    1,000,0001902ungefähr, ±1-3 Jahre
    2,000,0001908ungefähr, ±1-3 Jahre
    3,000,0001912ungefähr, ±1-3 Jahre
    4,000,0001916ungefähr, ±1-3 Jahre
    5,000,0001923ungefähr, ±1-3 Jahre
    6,000,0001925ungefähr, ±1-3 Jahre
    7,000,0001929ungefähr, ±1-3 Jahre
    8,000,0001935ungefähr, ±1-3 Jahre
    9,000,0001939ungefähr, ±1-3 Jahre
    10,000,0001944ungefähr, ±1-3 Jahre
    11,000,0001947ungefähr, ±1-3 Jahre
    12,000,0001950ungefähr, ±1-3 Jahre
    13,000,0001952ungefähr, ±1-3 Jahre
    14,000,0001954ungefähr, ±1-3 Jahre
    15,000,0001956ungefähr, ±1-3 Jahre
    16,000,0001958ungefähr, ±1-3 Jahre
    17,000,0001960ungefähr, ±1-3 Jahre
    18,000,0001961ungefähr, ±1-3 Jahre
    19,000,0001962ungefähr, ±1-3 Jahre
    20,000,0001963ungefähr, ±1-3 Jahre
    21,000,0001964ungefähr, ±1-3 Jahre
    22,000,0001965ungefähr, ±1-3 Jahre
    24,000,0001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    25,000,0001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    26,000,0001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    28,000,0001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    31,000,0001970ungefähr, ±1-3 Jahre
    32,000,0001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    33,000,0001972ungefähr, ±1-3 Jahre
    35,000,0001973ungefähr, ±1-3 Jahre
    37,000,0001974ungefähr, ±1-3 Jahre
    39,000,0001975ungefähr, ±1-3 Jahre
    40,000,0001976ungefähr, ±1-3 Jahre
    41,000,0001977ungefähr, ±1-3 Jahre
    42,000,0001978ungefähr, ±1-3 Jahre
    43,000,0001979ungefähr, ±1-3 Jahre
    44,000,0001980ungefähr, ±1-3 Jahre
    45,000,0001982ungefähr, ±1-3 Jahre
    46,000,0001984ungefähr, ±1-3 Jahre
    47,000,0001985ungefähr, ±1-3 Jahre
    48,000,0001986ungefähr, ±1-3 Jahre
    49,000,0001988ungefähr, ±1-3 Jahre
    50,000,0001990ungefähr, ±1-3 Jahre
    53,000,0001993ungefähr, ±1-3 Jahre
    54,000,0001995ungefähr, ±1-3 Jahre
    56,000,0001996ungefähr, ±1-3 Jahre
    58,000,0001998ungefähr, ±1-3 Jahre
    60,000,0002000ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattdruck und Oberfläche: Die Referenz 396.1062 sollte ein mattschwarzes Zifferblatt mit scharfem weißem Text, klarer Minuterie und aufgemalten Tritiumindizes besitzen. Glänzende Überarbeitungen, unscharfe Typografie oder gestörte Skalen verlangen eine ausdrückliche Beurteilung als mögliche Neubemalung.
    • Zeiger und Leuchtmasse: Die frühe Ausführung besitzt Zeiger im Mercedes-Stil. Farbe und Alterung ihrer Leuchtmasse sollten mit den Tritiumindizes verglichen werden. Auffällig helles Ersatzmaterial, Risse oder Fehlstellen können auf neue Leuchtmasse, Wartungsteile oder Schäden hinweisen.
    • Werk, Kaliber 1438: Zu erwarten ist das Omega Quarzkaliber 1438. Ein anderes Kaliber stellt keine geringfügige optische Variante dar, sondern begründet den Verdacht auf eine aus verschiedenen Teilen zusammengesetzte Uhr, sofern belastbare Unterlagen den Austausch nicht erklären.
    • Gehäuse- und Lünettenprofil: Die von uns geprüften Exemplare besitzen ein 37-38 mm großes Edelstahlgehäuse, gemessen ohne Krone, eine geriffelte Lünette und klar definierte gebürstete Kanten. Gerundete Konturen und verwaschene Übergänge sprechen für Politur, nicht für gewöhnliche oberflächliche Kratzer.
    • Stimmigkeit der Komponenten: Ein korrektes Zifferblatt, Werk und Gehäuse müssen als Einheit zusammengehören und dürfen nicht bloß echte Omega Komponenten sein. Zeittypische Ersatzteile sind offenzulegen, denn ein Werksersatzzifferblatt unterscheidet sich zwar von einer Neubemalung, belegt aber nicht den heutigen Zustand als ursprüngliche Werksauslieferung.

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