Seiko Lord Matic 5606-7360: empfehlenswerte Exemplare und klare Warnzeichen
Die empfehlenswerte Seiko 5606-7360 besitzt ein sauberes Originalzifferblatt, ein klar konturiertes Stahlgehäuse und das korrekte Automatikkaliber 5606A.

Die Lord Matic 5606-7360 ist eine kompakte Seiko der 1970er-Jahre, deren Reiz aus Farbe, Geometrie und einem facettierten Glas entsteht, nicht aus konventioneller Zurückhaltung. Im 36-mm-Edelstahlgehäuse arbeitet das Automatikkaliber 5606A. Erhaltene Zifferblätter zeigen einen grünen Farbverlauf, einen tief auberginebraunen Sonnenschliff oder eine zweifarbig blaue Ausführung. Die jeweilige Variante prägt den Charakter stärker, als die gemeinsame Referenz vermuten lässt.
Eine vintage Seiko 5606-7360 überzeugt vor allem mit sauberem Originalzifferblatt und deutlich erhaltener Gehäusegeometrie. Bei einer gebrauchten Seiko 5606-7360 wiegt ein nachbearbeitetes Zifferblatt schwerer als übliche Tragespuren am Gehäuse, denn die ungewöhnliche Farbgestaltung ist ein Wesensmerkmal dieser Referenz. Zwischen einem stark glänzend polierten Gehäuse und einem ehrlichen Exemplar mit schärferen Konturen verdient Letzteres den Vorzug.
Marke
Seiko
Modell
Lord Matic LM
Referenz
5606-7360
Bekannte Produktionsjahre
1974-1975
| Gehäuse | 36 mm Edelstahl, ohne Krone |
| Werk | Automatisches Seiko Kaliber 5606A |
| Anzahl der Lagersteine | 25 Lagersteine |
| Bekannte Zifferblattausführungen | Grüner Farbverlauf, auberginebrauner Sonnenschliff und zweifarbiges Blau mit vertikalem Streifen |
| Anzeige | Wochentag und Datum |
| Glasform | Facettiertes Glas |
Die Varianten der Referenz
Für eine einzige Referenz zeigt sich die bekannte Produktion von 1974-1975 bemerkenswert vielfältig. Zifferblätter mit grünem Farbverlauf verkörpern den Stil ihrer Epoche besonders deutlich, tief auberginebraune Blätter mit Sonnenschliff verändern sich markant im Licht, und die zweifarbig blaue Variante wird durch einen prägnanten vertikalen Streifen gegliedert. Gemeinsam sind ihnen applizierte, facettierte Indizes, am Handgelenk wirken die Ausführungen dennoch sehr unterschiedlich.
Entscheidend ist zuerst das Zifferblatt, danach folgen die Gehäusegeometrie und das facettierte Glas. Ein sauberer Farbverlauf, unversehrte Beschriftungen und hell reflektierende Appliken sind besonders begehrt, weil eine Überarbeitung genau jene Oberfläche beseitigt, die diese Referenz unverwechselbar macht. Bei den von uns fotografierten Exemplaren sorgen Zifferblattfarbe und Erhaltungszustand für deutlich größere Unterschiede als die gemeinsame Gehäusegröße von 36 mm.
Wer unverkennbares Design der 1970er-Jahre sucht, findet im grünen Farbverlauf die klarste Empfehlung gegenüber der zurückhaltenderen auberginebraunen Ausführung. Die zweifarbig blaue Variante wirkt konstruktiver, doch ihre vertikale Teilung lässt ungleichmäßige Nachbearbeitungen besonders deutlich hervortreten. Ein originales Armband kann zusätzlichen Reiz besitzen. Ein signiertes Armband ist jedoch nur für ein Exemplar belegt, nicht für jede 5606-7360, und darf deshalb nie pauschal vorausgesetzt werden.
Am Handgelenk
Mit 36 mm ohne Krone trägt sich die 5606-7360 nach heutigen Maßstäben kompakt. Das kissenförmige Edelstahlgehäuse und das facettierte Glas verleihen ihr jedoch mehr Präsenz, als der reine Durchmesser erwarten lässt. Die applizierten Indizes bleiben vor den dunkleren Zifferblattzentren gut ablesbar, während die Facetten des Glases das einfallende Licht über die Fläche brechen. So passt die Uhr unter eine Manschette, ohne wie eine beliebige runde Anzuguhr zu wirken.
Das Automatikkaliber 5606A und die Wochentags- und Datumsanzeige machen die Referenz alltagstauglich, doch ihr Alter verlangt eine nüchterne Beurteilung. Angaben zur Wasserresistenz sind hier nicht belegt, und die Wartungshistorie einer einzelnen Uhr bleibt ohne Unterlagen unbekannt. Wählen Sie daher zuerst das gewünschte Gehäuse und Zifferblatt. Der mechanische Zustand ist anschließend gesondert zu prüfen, denn bloßer Lauf ist kein Nachweis einer erfolgten Wartung.
Typische Schwachstellen
Der schwerwiegendste Mangel ist ein neu gestaltetes Zifferblatt, besonders wenn ein grüner Farbverlauf oder die zweifarbig blaue Gestaltung zu einer einheitlichen Fläche vereinfacht wurde. Feuchtigkeitspunkte und Flecken stören die großen Farbflächen ebenfalls erheblich. Starkes Polieren schwächt zudem jene Gehäuselinien, die das facettierte Glas einfassen. Risse, Ausbrüche oder kräftige Abriebspuren im Glas können gerade die Zifferblatteffekte verzerren, derentwegen diese Referenz gewählt wird.
Bei einem Exemplar mit signiertem Armband ist dessen Dehnung relevant, sie darf jedoch kein beschädigtes Zifferblatt relativieren. Ersetzte Kronen und Gläser gehören bei älteren Uhren zu den üblichen Verschleißthemen, dennoch muss jede Behauptung vollständiger Originalität differenziert betrachtet werden. Auch ein korrektes Kaliber 5606A schließt eine zusammengesetzte Uhr nicht aus, wenn Gehäuse, Werk und Zifferblatt das Werk ursprünglich nicht gemeinsam verlassen haben.
Beginnen Sie mit dem saubersten Originalzifferblatt und wählen Sie danach das Gehäuse mit den deutlichsten erhaltenen Kanten. Leichte Tragespuren am Stahl sind weich polierter Geometrie vorzuziehen, ebenso ein unsigniertes Ersatzband gegenüber einem stark gedehnten und schlecht sitzenden Armband. Im Vergleich zu einem polierten grünen Exemplar mit fragwürdigem Zifferblatt ist eine schärfer erhaltene auberginebraune 5606-7360 die überzeugendere Wahl.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5606 | 1968-1976 | Produktionszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattoberfläche und Appliken: Bekannt sind Zifferblätter mit grünem Farbverlauf, auberginebraunem Sonnenschliff sowie zweifarbigem Blau mit vertikalem Streifen, jeweils mit applizierten facettierten Indizes. Flache Farben, unscharfe Beschriftungen oder unstimmige Übergänge können auf eine Neugestaltung hindeuten.
- Geometrie von Gehäuse und Glas: Die Referenz besitzt ein 36-mm-Edelstahlgehäuse und ein facettiertes Glas. Weiche Gehäuselinien, verrundete Übergänge oder ein Glas ohne das charakteristische kantige Lichtspiel sprechen für Politur, Beschädigung oder Ersatz und müssen entsprechend berücksichtigt werden.
- Werkspezifikation: Die von uns begutachteten Uhren verwenden das automatische Seiko Kaliber 5606A mit 25 Lagersteinen. Jedes andere Kaliber ist nach dieser Quellenlage unzutreffend. Ein korrektes Werk allein beweist jedoch nicht, dass Gehäuse, Zifferblatt und Werk ursprünglich gemeinsam ausgeliefert wurden.
- Zifferblattschäden oder Patina: Sauber erhaltene Exemplare zeigen intakte Beschriftungen und farbige Flächen ohne ausgeprägte Fleckenbildung. Lokale Feuchtigkeitsspuren, Ölverfärbungen, ungleichmäßiger Farbverlust oder erneuerte Leuchtmasse sind Schäden beziehungsweise Eingriffe, keine Belege für ein unberührtes Originalzifferblatt.
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