Seiko Lord Matic 5606-7300: Varianten, Zustand und Kaufberatung
Beim Seiko Lord Matic 5606-7300 zählen vor allem ein gut erhaltenes farbiges Zifferblatt, ein kantiges Stahlgehäuse und das korrekte facettierte Glas, nicht allein die Steinzahl.

Das Seiko Lord Matic 5606-7300 ist eine höher positionierte Automatikuhr aus den Jahren 1973-1974, unterhalb von King Seiko und Grand Seiko. Tonneaugehäuse aus Stahl, applizierte facettierte Indizes und facettiertes Glas ergeben einen geschlossenen Entwurf der 1970er-Jahre, dem das Kaliber 5606A die mechanische Substanz verleiht. Besonders begehrenswert sind Exemplare mit sauberem farbigem Zifferblatt, klarer Gehäusegeometrie und richtigem Glasprofil.
Die Zifferblattvielfalt prägt diese Referenz. Smaragdgrüne Verläufe erscheinen mit konzentrischem Schliff oder vertikalem Übergang, hinzu kommt eine zweifarbige Ausführung mit hellerem Mittelstreifen. Die wichtigste Alternative ist ein blaues Sonnenschliffblatt. Bei den von uns fotografierten Exemplaren liegen die Durchmesser bei 36 mm oder 37 mm, die Werke besitzen 23 oder 25 Steine. Deshalb ist das Gesamtbild aussagekräftiger als die Steinzahl allein.
Marke
Seiko
Modell
Lord Matic
Referenz
5606-7300
Bekannte Produktionsjahre
1973-1974
| Gehäusedurchmesser | 36-37 mm ohne Krone |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Werk | Automatikkaliber 5606A |
| Dokumentierte Steinzahl | 23 oder 25 Steine |
| Zifferblattvarianten | Blauer Sonnenschliff, smaragdgrüner Verlauf, grüner konzentrischer Schliff oder zweifarbiges Smaragdgrün mit Mittelstreifen |
| Glas | Facettiertes Glas |
Varianten und Kaufkriterien
Die grünen Zifferblätter verleihen dem 5606-7300 sein markantestes Profil. Ein konzentrischer Schliff erzeugt kreisförmige Reflexe, der Verlauf verändert seine Intensität vom Zentrum nach außen, die zweifarbige Variante setzt einen helleren Mittelstreifen. Das blaue Sonnenschliffblatt ist ebenso korrekt, wirkt jedoch klassischer. Bei vergleichbarem Zustand verdient stets das besser erhaltene Blatt den Vorzug.
Entscheidend sind danach Gehäuse und Glas. Eine Neubemalung vernichtet Verlauf und Oberflächenstruktur, die sich kaum überzeugend nachbilden lassen. Auch ein glattes Ersatzglas nimmt dem Entwurf sein charakteristisches Lichtspiel. Bei gleicher Zifferblattqualität ist ein scharf erhaltenes 36-mm-Gehäuse überzeugender als ein weich poliertes mit 37 mm.
Am Handgelenk
Mit 36-37 mm ohne Krone wirkt das 5606-7300 präsenter als eine runde Dresswatch gleichen Durchmessers, da das Tonneaugehäuse seine Breite bis zu den Bandanstößen trägt. Facettierte Indizes bleiben auf blauem Sonnenschliff und grünen Verlaufsflächen gut ablesbar. Stahl macht die Uhr alltagstauglich, polierte Blattdetails geben ihr zugleich genügend formale Wirkung.
Das facettierte Glas verändert die Ansicht bei jeder Bewegung, was frontale Fotografien nur unvollständig vermitteln. Besonders deutlich zeigt sich dies bei sattem Grün und am helleren Mittelstreifen der zweifarbigen Variante. Wichtiger als der reine Durchmesser sind erhaltene Flächen und klare Übergänge. Starke Politur lässt dieselben Proportionen breiter und weniger präzise erscheinen.
Typische Schwachstellen
Der schwerwiegendste optische Mangel ist ein neu bemaltes Zifferblatt. Falsche Verlaufszonen, verlorener konzentrischer Schliff oder ein grob reproduzierter Mittelstreifen beseitigen jene Merkmale, die diese Referenz auszeichnen. Ein originales Serviceblatt wäre anders zu bewerten, doch dafür liegt hier keine gesicherte Spezifikation vor. Maßgeblich sind Druckbild, Oberfläche und Übereinstimmung mit bekannten 5606-7300 Varianten.
Übermäßige Politur rundet die Tonneaulinien ab, Ersatzgläser können die erforderlichen Facetten verlieren. Vermischte Komponenten ergeben zudem eine zusammengesetzte Uhr, selbst wenn jedes Einzelteil von Seiko stammt. Verbaut sein muss das Kaliber 5606A. Da uns Exemplare mit 23 und 25 Steinen begegnet sind, entscheidet die Steinzahl nicht über die Echtheit. Ohne Unterlagen bleiben frühere Arbeiten am Werk unbestätigt.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5606 | 1968-1976 | Produktionszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Dial configuration: Das Zifferblatt des 5606-7300 sollte einer bekannten Variante entsprechen: blauer Sonnenschliff, smaragdgrüner Verlauf, grüner konzentrischer Schliff oder zweifarbiges Smaragdgrün mit hellerem Mittelstreifen. Gleichförmige Farbe statt eines erwarteten Verlaufs warnt vor einer Neubemalung.
- Hands and applied furniture: Applizierte facettierte Indizes müssen optisch mit dem kantigen Gehäuse und Glas harmonieren. Zeiger und Blattappliken sollten hinsichtlich Oberflächen und Proportionen ein geschlossenes Ensemble bilden. Abweichungen können auf eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr hinweisen.
- Case and crystal: Das Tonneaugehäuse aus Edelstahl sollte klar definierte Flächen und Übergänge bewahren, das Glas muss facettiert sein. Weiche Konturen sprechen für Politur, während ein glattes Ersatzglas den Charakter der Referenz deutlich verändert.
- Movement identity: Verbaut sein muss das automatische Kaliber 5606A. Da uns Ausführungen mit 23 und 25 Steinen begegnet sind, darf keine davon allein aufgrund der Steinzahl bestätigt oder verworfen werden. Entscheidend ist die gemeinsame Prüfung aller Merkmale.
- Caseback agreement: Der Gehäuseboden muss die Referenz exakt als 5606-7300 ausweisen. Eine andere Nummer deutet darauf hin, dass Gehäuse und Werk nachträglich kombiniert wurden oder die Uhr aus Komponenten zusammengesetzt ist, die ursprünglich nicht gemeinsam ausgeliefert wurden.
Weitere 5606-7300, die wir versteigert haben

Seiko · Lord Matic · 5606-7300 · 1974

Seiko · Lord Matic · 5606-7300 · 1973

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