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    Seiko Lord Matic 5606-7070: Wissenswertes vor dem Kauf

    Die Seiko Lord Matic 5606-7070 empfiehlt sich mit makellosem silbernem Sonnenschliffblatt, klar konturiertem Stahlgehäuse und korrekt zugeordnetem Kaliber 5606.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7070

    Die Lord Matic 5606-7070 verbindet Seikos automatisches Kaliber 5606, eine Wochentag-Datumsanzeige und ein silbernes Sonnenschliffblatt mit einem 36 mm großen Edelstahlgehäuse. Belegte Exemplare stammen aus den Jahren 1968 bis 1978. Die Referenz gehört damit sowohl in die späten 1960er als auch in die 1970er Jahre und nicht in eine einzige kurze Produktionsphase.

    Den Vorzug verdient ein Exemplar mit sauberem Zifferblatt. Flecken auf dem Sonnenschliff beeinträchtigen eine gebrauchte Seiko Lord Matic deutlicher als übliche Gehäusespuren. Applizierte, facettierte Indizes und dunkle Einlagen in den Zeigern sichern zugleich die gute Ablesbarkeit des kompakten Zifferblatts.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Referenz

    5606-7070

    Modell

    Lord Matic

    Belegte Produktionsjahre

    1968-1978

    Werk

    Automatikkaliber 5606

    Anzahl der Lagersteine23 Lagersteine
    GehäusematerialEdelstahl
    Gehäusedurchmesser36 mm ohne Krone
    ZifferblattSilberner Sonnenschliff mit applizierten facettierten Indizes
    KalenderWochentag und Datum, darunter Ausführungen in Englisch und Kanji
    GehäusekonstruktionEinteilig, von der Zifferblattseite zu öffnen
    Bekannte ArmbandausführungSigniertes Reiskornarmband

    Die Varianten der Referenz

    In ihren wesentlichen Merkmalen folgt die Referenz einem klaren Muster: Kaliber 5606, automatischer Aufzug, 23 Lagersteine und eine Wochentag-Datumsanzeige. Das silberne Sonnenschliffblatt trägt applizierte, facettierte Indizes, teils mit schwarzen Einlagen. Bekannte Kalenderscheiben zeigen Englisch und Kanji. Diese Merkmale prägen die 5606-7070 und bilden eine verlässlichere Grundlage für die Beurteilung als die pauschale Behauptung, jedes austauschbare Bauteil sei noch original.

    Die Unterschiede liegen vor allem im Erhaltungszustand und in der Vollständigkeit. Sauberer Druck, eine fleckenfreie Sonnenschlifffläche und unversehrte Indexeinlagen verdienen besondere Beachtung. Ein signiertes Reiskornarmband ergänzt das Gesamtbild, sofern Anschluss und Zustand stimmen. Stehen ein sauberes Blatt in einem getragenen Gehäuse und ein fleckiges Blatt in einem glänzenderen Gehäuse zur Wahl, ist das saubere Zifferblatt vorzuziehen.

    Am Handgelenk

    Mit 36 mm Durchmesser ohne Krone trägt sich die 5606-7070 als kompakte Alltagsuhr und nicht wie ein überdimensioniertes Sportmodell. Das kissenförmige Edelstahlgehäuse wirkt optisch breiter, als es der reine Durchmesser vermuten lässt. Das silberne Zifferblatt und die dunklen Einlagen schaffen Kontrast, während sich die Uhr problemlos unter einer Manschette tragen lässt. Die Wochentag-Datumsanzeige bleibt gut lesbar, ohne die Gestaltung zu beherrschen.

    Das einteilige, von der Zifferblattseite zu öffnende Gehäuse vermittelt von hinten einen besonders geschlossenen Eindruck. Ein signiertes Reiskornarmband verändert den Charakter stärker als ein Lederband. Dehnung im Armband und ungenau sitzende Endstücke sind relevant, weil sie den kontrollierten Sitz des kompakten Gehäuses am Handgelenk spürbar beeinträchtigen.

    Typische Schwachstellen

    An erster Stelle steht der Zustand des Zifferblatts. Manche 5606-7070 sind weitgehend frei von Verfärbungen, andere zeigen deutliche Flecken, die sich besonders über die linke Hälfte konzentrieren. Dieser Unterschied lässt sich nicht beheben, ohne das Blatt auszutauschen oder neu zu bearbeiten. Eine Neulackierung beseitigt die originale Sonnenschlifffläche und ist nicht wie ein unberührtes Blatt zu bewerten. Auch ein echtes Austauschblatt muss als Ersatzteil eingeordnet werden.

    Selbst bei einem sauberen Zifferblatt können Zeiger unter Vergrößerung Oxidation oder Staub zeigen. Eine Politur schwächt die Konturen der Kissenform und rundet jene Übergänge ab, die dem 36 mm großen Gehäuse seine optische Breite verleihen. Beim Reiskornarmband ist zudem mit Dehnung zu rechnen. Auch die Gangwerte können variieren, und ohne datierte Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt.

    Die überzeugendste Wahl verbindet daher ein sauberes silbernes Zifferblatt mit vollständigen applizierten Elementen, einem klar definierten Stahlgehäuse und dem korrekten Kaliber 5606. Diese Substanz ist einem glänzenderen Exemplar mit Flecken, weich polierten Gehäuselinien oder fragwürdiger Werkzuordnung vorzuziehen.

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    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56061968-1976Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattdruck und Appliken: Das silberne Sonnenschliffblatt sollte einen sauberen Schriftaufdruck und applizierte, facettierte Indizes tragen. Schwarze Einlagen sind bei dokumentierten Exemplaren bekannt. Ein ungleichmäßiger Druck auf einer sichtbar erneuerten Oberfläche spricht eher für eine Neulackierung als für natürliche Alterung.
    • Zeiger: Bekannte Zeiger besitzen dunkle Mittelstreifen, die optisch mit den schwarzen Einlagen der Indizes korrespondieren. Oxidation oder Staub können normale Altersspuren sein. Frisch wirkende Leuchtmasse oder unpassende Zeiger verlangen jedoch Zurückhaltung, denn zeitlich passende Teile sind kein Beweis für Originalität.
    • Gehäusekonstruktion: Die 5606-7070 ist mit einem einteiligen Edelstahlgehäuse bekannt, das von der Zifferblattseite geöffnet wird. Ein herkömmlich abnehmbarer Gehäuseboden widerspricht dieser Konstruktion. Weiche Übergänge an der Kissenform sprechen zudem für eine Politur statt für die ursprüngliche Kontur.
    • Zuordnung des Werks: Verbaut sein sollte das automatische Kaliber 5606 mit 23 Lagersteinen. Ein anderes Kaliber in einem Gehäuse der Referenz 5606-7070 ist kein belangloser Ersatz im Zuge einer Wartung, sondern kann auf eine aus nicht zusammengehörigen Spenderteilen montierte Uhr hindeuten.
    • Kalender und Armband: Wochentag-Datumsanzeigen in Englisch und Kanji sowie ein signiertes Reiskornarmband sind für die Referenz bekannt. Beide Komponenten können jedoch ersetzt worden sein. Der korrekte Typ belegt daher zeitliche Stimmigkeit, nicht ohne weitere Prüfung die Originalität des jeweiligen Bauteils.

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