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    Seiko Lord Matic 5606-7010, das sollten Sie vor dem Kauf wissen

    Die Seiko Lord Matic 5606-7010 ist eine Automatikreferenz von 1968 bis 1972, deren Qualität vor allem von Zifferblattstruktur, Gehäuseform und einem korrekten Kaliber 5606 bestimmt wird.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7010

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    Die Lord Matic 5606-7010 besetzt in Seikos Angebot der späten 1960er und frühen 1970er Jahre die Mitte zwischen der zugänglichen Seiko 5 und den Linien King Seiko und Grand Seiko. Die mindestens von 1968 bis 1972 gefertigte Referenz verbindet das automatische Kaliber 5606 mit einem Edelstahlgehäuse und einer Wochentags- und Datumsanzeige. Sie war als kultivierte Alltagsuhr konzipiert, nicht als reine Schmuckuhr.

    Gesucht ist eine Ausführung, deren silberfarbenes Zifferblatt seine ursprüngliche Oberfläche klar erkennen lässt, mit Sonnenschliff, vertikalem Schliff oder Leinenstruktur. Ebenso wichtig sind Gehäusekanten, die nicht rundpoliert wurden. Die bekannten Exemplare messen ohne Krone 36 oder 37 mm. Für die Kaufentscheidung wiegen Zifferblatt und Gehäuse jedoch schwerer als dieser geringe Größenunterschied. Ein flach wirkendes, überarbeitetes Zifferblatt oder ein stark poliertes Gehäuse nimmt der Referenz gerade jene Eigenschaften, die sie auszeichnen.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Referenz

    5606-7010

    Modell

    Lord Matic

    Bekannte Fertigungsjahre

    1968-1972

    Gehäusematerial

    Edelstahl

    Gehäusebreite36 oder 37 mm, ohne Krone
    WerkAutomatisches Seiko Kaliber 5606
    Belegte Lagersteinzahlen23 oder 25 Lagersteine
    AnzeigeWochentag und Datum
    Belegte ZifferblattvariantenSilberfarben mit Sonnenschliff, silberfarben mit vertikalem Schliff und silberfarben mit Leinenstruktur
    StundenmarkierungenAufgesetzte, facettierte Indizes

    Für welchen Zweck sie entstand

    Die 5606-7010 vereint das automatische Kaliber 5606, eine Wochentags- und Datumsanzeige sowie aufgesetzte, facettierte Indizes in einer Lord Matic aus Edelstahl, die für den regelmäßigen Einsatz im Berufsalltag gedacht war. Ihre Position unterhalb von King Seiko und Grand Seiko, zugleich oberhalb der Seiko 5, erklärt ihre ausgewogene Gestaltung: zurückhaltend genug für jeden Tag, doch durch Zifferblattbearbeitung und Gehäusegeometrie deutlich anspruchsvoller als eine bloß dekorative Uhr.

    Die bekannte Fertigung der 5606-7010 reicht von 1968 bis 1972 und führt damit über den Übergang in die 1970er Jahre. Silberfarbene Zifferblätter erschienen mit klar voneinander zu unterscheidenden Oberflächen, darunter Sonnenschliff, vertikaler Schliff und Leinenstruktur. Diese Bezeichnungen sind nicht austauschbar. Eine Leinenstruktur bricht das Licht in einem feinen Raster, während der vertikale Schliff eine eindeutige Richtung erkennen lässt.

    Worauf es bei der Qualität ankommt

    Den größten Einfluss auf die Beurteilung hat das Zifferblatt. Bei vergleichbaren Exemplaren der 5606-7010 ist eine erhaltene Leinenstruktur oder ein intakter vertikaler Schliff höher einzustufen als ein überarbeitetes Blatt, denn eine Neulackierung beseitigt das sichtbarste Unterscheidungsmerkmal der Referenz. Geringfügige punktuelle Oxidation neben dem Wochentags- und Datumsfenster fällt weniger schwer ins Gewicht als eine vollständige Überarbeitung, sofern die ursprüngliche Struktur und die aufgesetzten, facettierten Indizes bewahrt sind.

    An zweiter Stelle steht die Gehäusegeometrie. Präzise Linien entsprechen der kantigen Zifferblattarchitektur, während wiederholtes Polieren die Bandanstöße weich und konturlos werden lässt. Diese verlorene Definition kann bei einer Wartung nicht zurückgebracht werden. Zwischen einem scharf erhaltenen Exemplar mit 36 mm und ehrlichen Tragespuren sowie einer stärker glänzenden, rundpolierten Uhr mit 37 mm verdient die kleinere den Vorzug. Auch die Zahl der Lagersteine entscheidet nicht allein, denn bei den von uns begutachteten Exemplaren kommen Kaliber 5606 mit 23 oder 25 Lagersteinen vor.

    Typische Schwachstellen

    Ein überarbeitetes Zifferblatt ist der schwerwiegendste Mangel, weil es den ursprünglichen Sonnenschliff, den vertikalen Schliff oder die Leinenstruktur durch eine Annäherung ersetzt. Rund um das Wochentags- und Datumsfenster kann zudem Oxidation entstehen, während die Zeiger selbst bei sauber gebliebenem Zifferblatt korrodieren können. Beides sollte nicht beschönigend als Patina bezeichnet werden. Ansprechende Alterung zeigt sich gleichmäßig, örtliche Flecken und sichtbar oxidierte Zeiger sind dagegen Schäden.

    Beim Edelstahlgehäuse ist übermäßiges Polieren das Hauptrisiko, da zuerst jene Linien verschwinden, die der 5606-7010 ihre charakteristische Form geben. Ersatzkronen und vermischte Komponenten verlangen besondere Aufmerksamkeit, denn zeitgenössisch passend bedeutet nicht zwangsläufig original. Eine zusammengesetzte Uhr kann aus echten Seiko Teilen bestehen, die das Werk nie gemeinsam verlassen haben. Ohne begleitende Unterlagen bleibt die Wartungsgeschichte unbekannt, deshalb ist der Zustand des Kalibers 5606 anhand seiner gegenwärtigen Funktion und nicht anhand bloßer Anbieterformulierungen zu beurteilen.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56061968-1976Fertigungszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattoberfläche und Druckbild: Für die 5606-7010 sind silberfarbene Oberflächen mit Sonnenschliff, vertikalem Schliff und Leinenstruktur belegt. Die jeweils angegebene Struktur sollte über das gesamte Blatt hinweg schlüssig bleiben. Verlorene Oberflächenwirkung oder flach wirkende Ersatzbeschriftung können auf eine Überarbeitung hindeuten.
    • Zeiger und aufgesetzte Indizes: Aufgesetzte, facettierte Indizes gehören zur bekannten Ausführung. Oxidierte Zeiger können dennoch original sein, denn eine Beschädigung beweist keinen Austausch. Deutlich voneinander abweichende Alterung an Zeigern, Indizes und Zifferblatt verlangt dagegen einen sorgfältigeren Vergleich.
    • Gehäusegeometrie: Das Edelstahlgehäuse sollte klar definierte Linien statt weich oder konturlos wirkender Bandanstöße zeigen. Eine Politur macht die Uhr nicht unecht, doch verrundete Geometrie mindert ihre Qualität und kann die für die 5606-7010 erwartete Form verschleiern.
    • Krone und Gehäusekonstruktion: Ein Exemplar von 1972 belegt eine Monocoque-Konstruktion, die vorliegenden Erkenntnisse bestätigen jedoch nicht für jedes Jahr dasselbe Kronenprofil. Eine Ersatzkrone muss als solche eingeordnet werden, und eine zeitgenössisch passende Krone darf nicht ohne Grundlage als original gelten.
    • Identität des Werks: Die Uhr sollte ein automatisches Seiko Kaliber 5606 enthalten. Bei den von uns begutachteten Exemplaren kommen Versionen mit 23 wie auch mit 25 Lagersteinen vor. Wer eine dieser Zahlen isoliert ausschließt, kann daher ein korrektes Werk irrtümlich verwerfen.
    • Zusammengesetzte und vermählte Konfigurationen: Ein echtes Seiko Zifferblatt, Gehäuse und Kaliber können dennoch eine zusammengesetzte oder vermählte Uhr ergeben, wenn die Teile ursprünglich nicht gemeinsam ausgeliefert wurden. Prüfen Sie deshalb die vollständige Konfiguration der 5606-7010, statt ein einzelnes korrektes Bauteil als Beleg für das Ganze zu behandeln.

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    Häufig gestellte Fragen

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