🍪 We use cookies to enhance your browsing experience and analyze our traffic. By clicking "Accept All", you consent to our use of cookies. Learn more

    Vintage Seiko Lord Matic: Varianten, Tragegefühl und Kaufkriterien

    Eine überzeugende Seiko Lord Matic verbindet ein unverfälschtes, strukturiertes Zifferblatt mit scharfer Gehäusegeometrie und einem Kaliber aus dem passenden Fertigungszeitraum.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7000

    Jetzt live

    Die Vintage Seiko Lord Matic ist eine Automatikuhr der späten 1960er- und 1970er-Jahre, geprägt von ungewöhnlich vielfältigen Gehäuse- und Zifferblattgestaltungen. Dokumentierte Exemplare von 1968 bis 1979 reichen von zurückhaltendem Silber über tiefblauen Sonnenschliff und Farbverläufe bis zu Tonneaugehäusen und markant facettierten Gläsern.

    Entscheidend ist nicht eine bestimmte Referenz um jeden Preis. Ein sauberes Zifferblatt und klar definierte Gehäuseflächen wiegen schwerer als eine auffällige Ausführung mit erneuertem Druck, rund polierten Kanten oder stark beschädigtem Glas. Bei einer gebrauchten Seiko Lord Matic entscheidet diese Substanz darüber, ob der ursprüngliche Entwurf noch überzeugt.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Dokumentierte Produktionsjahre

    1968-1979

    Dokumentierte Kaliber

    5605, 5606 und 5606A

    Dokumentierte Lagersteinzahlen

    23 oder 25 Lagersteine

    Dokumentierte Gehäusegrößen

    36 mm oder 37 mm, ohne Krone

    Dokumentiertes GehäusematerialEdelstahl
    Dokumentierte ZifferblattgestaltungenVertikal gebürstetes Silber, tiefblauer Sonnenschliff, blauer und anthrazitfarbener Verlauf
    Dokumentierte Gehäuse- und GlasformenTonneauförmiges Monocoque-Gehäuse und Ausführungen mit facettiertem Glas

    Die Modellvielfalt

    Die Lord Matic unterscheidet sich je nach Referenz deutlich. Die 5606-7050 von 1968 verbindet ein 36 mm großes, tonneauförmiges Monocoque-Gehäuse mit vertikal gebürstetem Silberzifferblatt. Die 5606-7230 von 1972 misst ebenfalls 36 mm, trägt jedoch ein tiefblaues Sonnenschliffblatt und ein facettiertes Glas. Die 5606-7010 ist mit 37 mm größer und wirkt in Silber zurückhaltender.

    Kräftiger treten die 5606-7290 von 1973 und die 5606-8040 von 1974 auf. Beide besitzen 37 mm große Stahlgehäuse. Erstere zeigt einen vertikal gebürsteten blauen Farbverlauf, letztere einen anthrazitfarbenen Verlauf mit goldfarbenen Akzenten. Für die 5606-8040 ist zudem ein signiertes Armband dokumentiert. Vorrang haben stets Zifferblattoriginalität, klare Gehäusekonturen und eine stimmige Teilekombination.

    Am Handgelenk

    Mit 36 mm oder 37 mm liegen die dokumentierten Lord Matic Gehäuse eng beieinander, doch ihre Form verändert die Wirkung. Das Tonneaugehäuse der 5606-7050 verteilt seine optische Masse anders als die konventionellere 5606-7010. Ein facettiertes Glas schafft zusätzliche Höhe und prägnantere Reflexe, ohne den angegebenen Durchmesser zu vergrößern.

    Auch die Oberflächen bestimmen die Präsenz. Der tiefblaue Sonnenschliff der 5606-7230 reagiert flächig auf Licht, während die vertikal gebürsteten Farbverläufe der 5606-7290 und 5606-8040 den Blick längs über das Blatt führen. Für dezente Wirkung empfiehlt sich die silberne 5606-7010, für ausgeprägten 1970er-Jahre-Charakter sprechen die Verlaufszifferblätter.

    Typische Schwachstellen

    Am schwersten wiegt ein aufgearbeitetes Zifferblatt, denn dabei gehen jene Oberflächen und Druckdetails verloren, die eine Lord Matic Ausführung auszeichnen. Facettierte Gläser können Absplitterungen zeigen oder durch unpassende Formen ersetzt worden sein. Zu starkes Polieren verwischt Gehäusekanten, besonders sichtbar an Tonneauformen und klar gegliederten Flächen.

    Bei der 5606-8040 sind Armbanddehnung, ersetzte Glieder und unpassende Bänder relevant. Auch Austauschkrone oder zusammengefügtes Gehäuse und Werk verlangen Vorsicht. Zeitgenössische Teile belegen keine gemeinsame Werksauslieferung. Ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie offen, äußerliche Erhaltung beweist keinen mechanischen Zustand.

    Kalibergrenzen helfen bei der Einordnung: 5605 wurde 1968-1975, 5606 wurde 1968-1976 gefertigt. Eine passende Datierung ist plausibel, schließt eine zusammengesetzte Uhr jedoch nicht aus.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56051968-1975Fertigungszeitraum des Kalibers
    56061968-1976Fertigungszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

    Entschlüsseln Sie Ihre Seriennummer mit unserem kostenlosen Tool

    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattgestaltung mit der Referenz abgleichen: Für die 5606-7230 ist ein tiefblaues Sonnenschliffblatt dokumentiert, für die 5606-7290 ein vertikal gebürsteter blauer Verlauf. Flacher Farbauftrag oder eine abweichende Struktur sprechen für eine Überarbeitung.
    • Gehäuse- und Glaskonstruktion prüfen: Die 5606-7050 besitzt ein tonneauförmiges Monocoque-Gehäuse, die 5606-8040 ist mit facettiertem Glas dokumentiert. Rund polierte Flächen oder ein schlichtes Glas verändern diese Ausführungen wesentlich.
    • Kaliber und Datum gemeinsam beurteilen: Für Kaliber 5605 gilt 1968-1975, für Kaliber 5606 gilt 1968-1976 als Fertigungszeitraum. Eine Übereinstimmung stützt die Plausibilität, schließt zusammengesetzte Komponenten allein jedoch nicht aus.
    • Armband auf Ausführung und Verschleiß prüfen: Die 5606-8040 ist mit signiertem Armband dokumentiert. Prüfen Sie Signatur und Passform, danach Dehnung und ersetzte Glieder separat, denn ein signiertes Seiko Armband ist nicht automatisch das korrekte.

    Neueste Ergebnisse zu Seiko

    696 Seiko-Uhren versteigert

    Wir versteigern jede Woche mehr als 100 Vintage-Uhren.

    Erfahren Sie es zuerst: neue Seiko-Uhr im Angebot – und ein Hinweis, bevor die Auktion endet.

    Weitere Seiko-Referenzen

    Häufig gestellte Fragen

    Bereit für die eigene Jagd?

    Jede Woche kommen über 100 Vintage-Uhren unter den Hammer.

    27 laufende Seiko-Auktionen ansehen