Kaufberatung zur Seiko Lord Matic 5606-7000
Die Seiko Lord Matic 5606-7000 ist eine kompakte Automatikuhr, bei der ein sauberes Zifferblatt, klare Gehäusekanten und das korrekt verbaute Kaliber 5606 zählen.

Die Lord Matic 5606-7000 überträgt Seikos gehobene Formensprache der späten 1960er-Jahre auf eine kompakte Automatikuhr mit breitem silbernem Zifferblatt und präzise gezeichnetem Gehäuse. Die Referenz ist in Edelstahl, vergoldeter Ausführung und goldfarbener Variante bekannt, weshalb die Zifferblattfarbe allein keine belastbare Beurteilung erlaubt. Eine gut erhaltene Stahlausführung bietet den verlässlichsten Einstieg.
Das Kaliber 5606, eine Wochentags- und Datumsanzeige sowie 23 Lagersteine bestimmen die technische Ausführung. Von uns begutachtete Exemplare messen ohne Krone 35 mm oder 36 mm, die Zifferblätter zeigen entweder einen silbernen Sonnenschliff oder einen vertikalen Bürstenschliff. Ein überarbeitetes Zifferblatt kostet mehr Originalcharakter als leichte Gehäusespuren. Durchgeriebene Vergoldung verändert die Kaufentscheidung dagegen grundlegend, da eine gewöhnliche Wartung sie nicht ersetzen kann.
Modell
Lord Matic
Referenz
5606-7000
Bekannte Produktionsjahre
1968-1977
Uhrwerk
Automatikkaliber 5606
| Lagersteine | 23 |
| Gehäusegröße | 35 mm oder 36 mm, ohne Krone |
| Gehäusematerialien | Edelstahl, vergoldet mit Edelstahlboden oder goldfarbener Edelstahl |
| Zifferblattausführungen | Silberner Sonnenschliff oder vertikal gebürstetes Silber |
| Anzeige | Wochentag und Datum |
Die Varianten der Referenz
Frühe Exemplare umfassen 36 mm große Edelstahlgehäuse mit silbernem Sonnenschliff, aufgesetzten Stabindizes und schwarzen Einlagen. Vergoldete Ausführungen verbinden dieselbe Nenngröße mit goldfarbenen Zifferblattelementen. Eine goldfarbene Uhr von 1973 maß dagegen 35 mm und zeigte statt eines radialen Sonnenschliffs eine vertikale Bürstung. Am Handgelenk treten diese Unterschiede klar hervor.
Die Qualität des Zifferblatts steht an erster Stelle, danach folgt das Gehäuse. Saubere Flächen mit Sonnenschliff oder vertikaler Bürstung verdienen den Vorzug, weil Flecken, Feuchtigkeitsschäden und Überarbeitungen nicht wie eine Dichtung ersetzt werden können. Zwischen einer kantigen Stahluhr mit leichten Zifferblattspuren und einer vergoldeten Uhr mit makellosem Blatt, aber starkem Abrieb an den Bandanstößen ist die Stahlausführung meist die unkompliziertere Wahl.
Am Handgelenk
Mit 35 mm oder 36 mm ohne Krone trägt sich die 5606-7000 wie eine kompakte elegante Uhr. Das breite silberne Zifferblatt verleiht ihr optische Präsenz, während aufgesetzte Indizes und die Wochentags- und Datumsanzeige für eine klare Ablesbarkeit sorgen. Die von vorn zu öffnende oder einteilige Gehäusekonstruktion bewahrt das schlanke Profil, verlangt bei einer Wartung jedoch fachgerechten Zugang zum Werk.
Edelstahl empfiehlt sich für regelmäßiges Tragen, weil oberflächliche Spuren ehrlich altern können, ohne eine andersfarbige Grundschicht freizulegen. Bei vergoldeten und goldfarbenen Gehäusen ist die Erhaltung entscheidender, denn Abrieb an den Kanten der Bandanstöße und an den Gehäuseecken fällt sofort auf. Innerhalb der Referenz ist die 36-mm-Stahlausführung die ausgewogenste Wahl gegenüber der kleineren goldfarbenen Variante.
Typische Schwachstellen
Abrieb der Vergoldung ist zuerst zu berücksichtigen, besonders am Übergang zwischen Gehäuse und Armband sowie an frei liegenden Ecken. Danach folgt übermäßiges Polieren: Klare Gehäusekanten werden weich, und keine spätere Aufarbeitung stellt die ursprüngliche Geometrie wieder her, ohne weiteres Metall abzutragen. Flecken, Feuchtigkeitsspuren und ungleichmäßige Verfärbungen auf dem Zifferblatt wiegen schwerer als gewöhnliche Kratzer außen.
Die Wartungshistorie ist häufig unbekannt. Deshalb müssen die Identität des Kalibers und sein aktueller Lauf getrennt von der optischen Erhaltung beurteilt werden. Ein korrektes 5606 belegt keine frühere Wartung, und ein sauberes Zifferblatt beweist nicht, dass Gehäuse und Werk ursprünglich zusammengehörten. Ohne Belege beschränken wir die Beurteilung auf die Komponenten und den Zustand, die an der Uhr selbst nachvollziehbar sind.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5606 | 1968-1976 | Fertigungszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zuordnung von Referenz und Kaliber: Die Gehäusereferenz muss 5606-7000 lauten, im Inneren muss das automatische Kaliber 5606 arbeiten. Das korrekte Kaliber ist unverzichtbar, schließt für sich allein jedoch eine nachträglich aus verschiedenen Uhren zusammengesetzte Kombination nicht aus.
- Aufbau des Zifferblatts: Bekannte Zifferblätter zeigen silbernen Sonnenschliff oder eine vertikal gebürstete silberne Oberfläche mit aufgesetzten Indizes. Die Beschriftung muss mit der Ausführung harmonieren. Grobe Schrift oder eine Oberfläche, welche die Bürstung verdeckt, deutet auf eine Überarbeitung hin.
- Gehäuseform und Material: Beurteilen Sie zuerst die klar definierten Gehäuselinien und erst danach kleinere Einzelheiten. Weiche Übergänge sprechen für Polieren. Bei vergoldeten Exemplaren ist besonders auf durchgeriebene Stellen an den Kanten der Bandanstöße und den Ecken zu achten.
- Wochentag, Datum und Zifferblattelemente: Das Zifferblatt muss eine Wochentags- und Datumsanzeige tragen, bekannte Exemplare umfassen auch eine zweisprachige Wochentagsscheibe. Aufgesetzte Stabindizes können schwarze Einlagen oder goldfarbene Details aufweisen, sofern diese zu Gehäuse und Zifferblatt passen.
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