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    Seiko Lord Matic 5606-7231: Kaufkriterien und Schwachstellen

    Wählen Sie die Seiko Lord Matic 5606-7231 nach sauberem Zifferblatt, intaktem Facettenglas und klarer Gehäuseform, nicht allein nach der Zahl der Lagersteine.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7231

    Das Facettenglas prägt den Charakter der Lord Matic 5606-7231. Es bricht die Reflexe über Zifferblättern mit blauem Farbverlauf, tiefblauem Sonnenschliff oder grünem Sonnenschliff und verleiht dieser Referenz aus den Jahren 1973-1975 eine architektonischere Wirkung als ein herkömmliches flaches Glas.

    Das Edelstahlgehäuse misst 36 mm ohne Krone. Im Inneren treibt das automatische Kaliber 5606A eine gerahmte Wochentags- und Datumsanzeige bei 3 Uhr an. Vorrang haben Zifferblatt und Glas. Ein sauberer Sonnenschliff unter einem unbeschädigten Facettenglas ist wichtiger als die Wahl zwischen den dokumentierten Ausführungen mit 23 oder 25 Lagersteinen.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Referenz

    5606-7231

    Modell

    Lord Matic

    Bekannte Produktionsjahre

    1973-1975

    Gehäusedurchmesser

    36 mm ohne Krone

    GehäusematerialEdelstahl
    WerkAutomatisches Kaliber 5606A
    Dokumentierte Lagersteinzahlen23 Lagersteine und 25 Lagersteine
    ZifferblattvariantenGrüner Sonnenschliff, tiefblauer Sonnenschliff und blauer Farbverlauf
    AnzeigeGerahmte Wochentags- und Datumsanzeige bei 3 Uhr
    GlasFacettenglas

    Varianten der Referenz

    Die 5606-7231 ist mit grünem Sonnenschliff, tiefblauem Sonnenschliff und blauem Farbverlauf bekannt. Aufgesetzte facettierte Indizes, aufgesetzte Seiko- und LM-Logos, Stabzeiger sowie eine gerahmte Wochentags- und Datumsöffnung kennzeichnen die dokumentierten Ausführungen. Bei einem blauen Exemplar mit Farbverlauf findet sich zudem eine Kanji-Wochentagsscheibe. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass sie bei der gesamten Referenz zur Standardausstattung gehörte.

    Der Unterschied beim Werk wird leicht überbewertet. Sowohl die Ausführung mit 23 als auch jene mit 25 Lagersteinen verwendet das automatische Kaliber 5606A. Die Lagersteinzahl allein entscheidet daher nicht über die bessere Uhr. Zwischen einem sauberen Zifferblatt mit 23 Lagersteinen und einem fleckigen oder überarbeiteten Blatt mit 25 Lagersteinen verdient das saubere Blatt den Vorzug. Ein intaktes Facettenglas und ein überzeugender Sonnenschliff rechtfertigen eher einen Aufpreis.

    Am Handgelenk

    Mit 36 mm ohne Krone trägt sich die 5606-7231 wie eine kompakte Uhr der 1970er Jahre, nicht wie ein verkleinertes modernes Modell. Die aufgesetzten Indizes und die kräftigen blauen oder grünen Flächen sichern eine gute Ablesbarkeit. Zugleich erzeugt das Facettenglas Reflexe, die sich mit jeder Bewegung des Handgelenks verändern. Die Wochentags- und Datumsanzeige setzt bei 3 Uhr einen deutlichen optischen Schwerpunkt.

    Klar definierte Gehäusekanten sind für die Proportionen entscheidend. Eine Politur, die diese Konturen abrundet, lässt denselben Durchmesser weicher und weniger präzise erscheinen, besonders im Zusammenspiel mit dem kantigen Glas. Die grüne Sonnenschliffvariante tritt am markantesten auf. Tiefblau und der blaue Farbverlauf lassen sich zurückhaltender mit alltäglicher Kleidung kombinieren.

    Typische Schwachstellen

    Oxidation an den Zeigern ist der deutlichste dokumentierte Mangel. Ein Exemplar von 1973 zeigt sichtbare Narben auf den Metallflächen sowie gealterte Leuchtmasseeinlagen. Feuchtigkeitsspuren und Flecken auf dem Zifferblatt wiegen schwerer, weil der blaue Farbverlauf und die Sonnenschliffflächen den visuellen Reiz der Uhr bestimmen. Ein neu lackiertes Blatt beeinträchtigt den Charakter stärker als ehrlich gealterte Zeiger. Eine Überarbeitung kann gerade jenen Tonübergang auslöschen, der die Verlaufsvariante auszeichnet.

    Absplitterungen, tiefe Kratzer oder ein Ersatzglas mit falschem Profil nehmen dem Facettenglas seine Wirkung. Wiederholtes Polieren schwächt zudem die Gehäusegeometrie. Abgetragenes Metall lässt sich auch durch eine Wartung nicht zurückholen, ohne das Gehäuse erneut zu verändern. Wochentag und Datum sollten wegen des Kalibers 5606A unmittelbar geprüft werden. Ohne Belege bleibt die Wartungsgeschichte einer gebrauchten Seiko Lord Matic unbekannt.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56061968-1976Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattgestaltung und Auflagen: Bekannte Zifferblätter der 5606-7231 zeigen grünen Sonnenschliff, tiefblauen Sonnenschliff oder einen blauen Farbverlauf. Hinzu kommen aufgesetzte facettierte Indizes, aufgesetzte Seiko- und LM-Logos sowie eine gerahmte Wochentags- und Datumsöffnung bei 3 Uhr.
    • Zeiger und Leuchtmasse: Bekannte Exemplare besitzen Stabzeiger mit mittigen Einlagen. Oxidation, Narben und gealterte Leuchtmasse können ehrliche Altersspuren sein. Abweichende Zeigerformen oder auffallend frische Leuchtmasse verlangen dagegen eine schlüssige Erklärung und sind nicht pauschal als Verbesserung anzusehen.
    • Gehäuse- und Glasgeometrie: Das Edelstahlgehäuse misst 36 mm ohne Krone und bildet mit dem Facettenglas eine gestalterische Einheit. Weiche Gehäusekanten deuten auf Politur hin. Ein flaches Ersatzglas oder ein Glas mit falschem Profil verändert das für die Referenz charakteristische Lichtspiel.
    • Identität des Werks: Die von uns begutachteten Uhren tragen das automatische Kaliber 5606A, sowohl mit 23 als auch mit 25 Lagersteinen. Ein anderes Kaliber oder die Behauptung, nur eine der beiden Lagersteinzahlen sei korrekt, widerspricht den bekannten Konfigurationen und erhöht das Risiko einer aus Teilen zusammengesetzten Uhr.
    • Beurteilung der Wochentagsscheibe: Eine Kanji-Wochentagsscheibe ist bei einem blauen Exemplar mit Farbverlauf aus dem Jahr 1973 belegt, doch lässt sich daraus keine allgemeine Regel ableiten. Sie kann zeitgenössisch korrekt sein, ohne damit als ursprünglich zu genau dieser einzelnen Uhr gehörig bewiesen zu sein.

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