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    Seiko Lord Matic 5606-7240, die Referenz von 1972 im Detail

    Die beste Seiko Lord Matic 5606-7240 ist ein scharfkantig erhaltenes Exemplar von 1972 mit unangetastetem Zifferblatt, stimmigem Zeigersatz und korrekt signiertem Armband.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7240

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    Die Lord Matic 5606-7240 gehört zu Seikos gehobener Automatiklinie, unterhalb der King Seiko und oberhalb der leichter zugänglichen Alltagsmodelle der Marke. In ihrer Ausführung von 1972 verbindet sie ein kantiges Edelstahlgehäuse mit facettiertem Glas und applizierten Zifferblattelementen. So zeigt sie unverkennbar den Stil ihrer Epoche, bleibt mit 36 mm jedoch angenehm tragbar.

    Entscheidend ist die Wahl des Zifferblatts. Silberne Sonnenschliffvarianten wirken ruhiger und lassen sich leichter beurteilen. Das tiefblaue Zentrum mit goldfarbenem Ring bietet dagegen stärkere Kontraste und eine markantere Erscheinung. Vorrang verdient stets die am wenigsten veränderte Oberfläche, denn ein neu bedrucktes Zifferblatt beeinträchtigt den Charakter dieser Referenz stärker als übliche Gehäusespuren, ein unsigniertes Ersatzarmband oder eine nicht belegte Wartungshistorie.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Marke

    Seiko

    Modell

    Lord Matic

    Referenz

    5606-7240

    Produktionsjahr

    1972

    Gehäusedurchmesser36 mm ohne Krone
    GehäusematerialEdelstahl
    WerkAutomatikkaliber 5606A
    Bekannte Steinangaben23 Steine oder 25 Steine
    ZifferblattvariantenSilberner Sonnenschliff oder tiefblau mit goldfarbener Minuterie
    KalenderGerahmte Wochentags- und Datumsanzeige, Englisch und Kanji dokumentiert
    GlasFacettiertes Glas

    Wofür sie konzipiert wurde

    Lord Matic nahm in Seikos Sortiment bewusst eine Mittelstellung ein, aufwendiger als eine gewöhnliche Automatikuhr, jedoch unterhalb der King Seiko. Die Referenz 5606-7240 setzt dieses Konzept mit applizierten, facettierten Indizes, einer gerahmten Wochentags- und Datumsanzeige sowie dem Kaliber 5606A um. Von uns begutachtete Werke tragen teils die Angabe 23 Steine, teils 25 Steine. Die Steinzahl ist deshalb stets im Zusammenhang mit der gesamten Uhr zu bewerten und nicht als ausnahmslos gültige Referenzspezifikation.

    Die zweisprachige Wochentagsscheibe mit Englisch und Kanji verleiht der Uhr praktischen Nutzen. Bei silbernen Ausführungen treffen Stabindizes mit schwarzen Einlagen auf Zeiger mit entsprechenden dunklen Mittelstreifen, wodurch sie sich klar vom Sonnenschliff abheben. Die blau-goldfarbene Variante erzielt ihre Wirkung anders, mit einem dunklen Mittelfeld und einer kontrastierenden Minuterie für ein deutlich grafischeres Zifferblatt.

    Am Handgelenk

    Mit 36 mm ohne Krone trägt sich die 5606-7240 kompakt, bleibt aber keineswegs unauffällig. Die große Zifferblattöffnung, die kantigen Gehäuselinien und das facettierte Glas verleihen ihr optisch mehr Breite, als der reine Durchmesser vermuten lässt. Die Wochentags- und Datumsöffnung wahrt dabei den funktionalen Charakter. Unter einer Manschette sitzt sie natürlicher als eine höhere Sportuhr, wobei für die hier betrachteten Exemplare keine belastbare Angabe zur Gehäusehöhe vorliegt.

    Das Armband prägt den Gesamteindruck erheblich. Ein korrekt signiertes, zeitgenössisches Armband führt die frühe Formensprache der 1970er Jahre schlüssig fort. Ein beliebiger Ersatz lässt das Uhrengehäuse dagegen isoliert erscheinen und nimmt dem Entwurf einen Teil seiner Geschlossenheit. Ohne Unterlagen lässt sich die ursprüngliche Zugehörigkeit eines Armbands nicht abschließend belegen. Eine zeittypische Konstruktion und sauber anliegende Endglieder sind daher verlässlichere Kriterien als eine pauschale, unbelegte Zusicherung vollständiger Originalität.

    Typische Schwachstellen

    Der schwerwiegendste Mangel ist ein aufgearbeitetes Zifferblatt, besonders wenn Sonnenschliff, Minutendruck oder die gerahmte Wochentags- und Datumsöffnung verändert wurden. Silberne Oberflächen sollten einen gleichmäßigen radialen Schliff zeigen. Bei der blau-goldfarbenen Ausführung muss die Abgrenzung der Farbfelder sauber bleiben. Ein originales Austauschteil aus dem Kundendienst ist nicht mit einem neu bedruckten Zifferblatt gleichzusetzen, darf aber ebenso wenig ohne Beleg als das ursprünglich mit diesem Gehäuse ausgelieferte Blatt gelten.

    Übermäßiges Polieren beseitigt jene kantigen Gehäuseübergänge, denen die 5606-7240 ihre Präsenz verdankt. Weiche Bandanstöße, verwaschene Grenzen zwischen gebürsteten und polierten Flächen sowie ein schlecht sitzendes Armband sind eigenständige Mängel und keine reizvolle Patina. Auch das facettierte Glas verlangt Aufmerksamkeit, da eine abweichende Ersatzgeometrie die Lichtwirkung auf dem Zifferblatt verändert. Ohne begleitende Unterlagen bleibt die Wartungshistorie offen, und ein laufendes Kaliber 5606A belegt für sich allein keinen Wartungszeitpunkt.

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    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56061968-1976Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Dial construction: Silberne Zifferblätter sollten einen schlüssigen radialen Sonnenschliff und applizierte, facettierte Stabindizes zeigen. Blaue Ausführungen besitzen ein tiefblaues Zentrum mit goldfarbener Minuterie. Flächiger Farbauftrag, gestörte Strukturen oder rekonstruierte Druckbilder sprechen für eine Neubearbeitung.
    • Hands and calendar: Bei der silbernen Ausführung besitzen die Stabzeiger dunkle Mittelstreifen, die mit den schwarzen Einlagen der applizierten Indizes korrespondieren. Die gerahmte Wochentags- und Datumsöffnung muss sauber sitzen und sich schlüssig in die bekannte Zifferblattgestaltung einfügen.
    • Case geometry and crystal: Das Edelstahlgehäuse sollte klar ausgeprägte, kantige Übergänge bewahrt haben und keine weich polierten, konturlosen Bandanstöße zeigen. Auch die Geometrie des facettierten Glases muss zum Zifferblatt passen, da ein schlichtes Ersatzglas die charakteristischen Lichtreflexe der Referenz verändert.
    • Movement identity: Bei den hier beschriebenen Exemplaren sollte das Automatikwerk mit Kaliber 5606A gekennzeichnet sein. Sowohl Angaben mit 23 Steinen als auch mit 25 Steinen sind dokumentiert. Die Steinzahl allein beweist daher weder Echtheit noch eine aus verschiedenen Uhren zusammengesetzte Ausführung.
    • Bracelet fit: Ein signiertes, zeitgenössisches Armband sollte ohne auffällige Spalten an den Endgliedern am Gehäuse anliegen und dessen kantige Gestaltung fortführen. Zeittypische Ausführung beweist jedoch keine ursprüngliche Zugehörigkeit, und ein undokumentiertes Armband rechtfertigt keine Zusicherung vollständiger Originalität.

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