Seiko Lord Matic 5606-7190: Darauf sollten Sie vor dem Kauf achten
Die Seiko Lord Matic 5606-7190 ist eine 37-mm-Automatikuhr aus Stahl, bei der ein sauberes blaues oder vertikal gebürstetes silbernes Zifferblatt und eine klare Gehäusegeometrie zählen.

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27 laufende Seiko-Auktionen ansehenDie Lord Matic 5606-7190 verdichtet Seikos Formensprache der frühen 1970er Jahre in einem 37 mm großen Monocoque-Gehäuse aus Edelstahl. Ihr kantiges Profil, das automatische Kaliber 5606 und die aufgesetzten Zifferblattelemente positionieren sie unterhalb der damaligen Linien King Seiko und Grand Seiko, zugleich aber deutlich über einer beliebigen eleganten Uhr ihrer Epoche.
Entscheidend ist weniger das genaue Produktionsjahr als das Verhältnis von Zifferblattzustand und Gehäuseschärfe. Tiefblaue Sonnenschliffzifferblätter bieten stärkere Kontraste, vertikal gebürstete silberne Ausführungen lassen das kantige Stahlgehäuse zurückhaltender wirken. Stehen ein scharf erhaltenes Gehäuse mit beschädigtem Zifferblatt und ein etwas weicheres Gehäuse mit sauberem Zifferblatt zur Wahl, verdient in der Regel das intakte Zifferblatt den Vorzug, sofern die Politur die Geometrie nicht ausgelöscht hat.
Marke
Seiko
Modell
Lord Matic
Referenz
5606-7190
Bekannte Produktionsjahre
1971-1973
| Gehäusedurchmesser | 37 mm ohne Krone |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Gehäusekonstruktion | Von vorn zu öffnendes Monocoque-Gehäuse |
| Werk | Automatisches Kaliber 5606 |
| Bekannte Zifferblattausführungen | Tiefblauer Sonnenschliff oder vertikal gebürstetes Silber |
| Stundenmarkierungen | Aufgesetzte silberfarbene Indizes |
Wofür sie konzipiert wurde
Die 5606-7190 entstand als gepflegte Automatikuhr für den täglichen Gebrauch, ausgestattet mit aufgesetzten silberfarbenen Indizes und einem von vorn zu öffnenden Monocoque-Gehäuse. Das Kaliber 5606 wurde von 1968 bis 1976 gefertigt, während von uns begutachtete Uhren dieser Referenz aus den Jahren 1971 bis 1973 stammen. Damit gehört das Modell eindeutig in Seikos kantig geprägte Gestaltungsphase der frühen 1970er Jahre.
Die Variantenvielfalt ist überschaubar, optisch jedoch klar differenziert. Blaue Sonnenschliffzifferblätter verändern sich markant mit dem Lichteinfall, silberne Zifferblätter besitzen einen vertikalen Schliff und zeigen Verfärbungen am Rand oft deutlicher. Beide Ausführungen sind stimmig, doch ein gleichmäßig erhaltenes blaues Zifferblatt prägt die Identität der Referenz besonders stark. Ein signiertes Armband ergänzt den zeittypischen Charakter nur dann überzeugend, wenn es sauber am Gehäuse anliegt und sein Verschleiß die Nutzung nicht beeinträchtigt.
Am Handgelenk
Mit 37 mm ohne Krone wirkt die 5606-7190 größer als viele frühere elegante Uhren, ohne nach heutigen Maßstäben breit auszufallen. Das kantige Edelstahlgehäuse verleiht ihr mehr Präsenz, als der Durchmesser allein vermuten lässt. Die aufgesetzten Indizes bleiben sowohl auf dem tiefblauen als auch auf dem silbernen Zifferblatt gut ablesbar. Durch die Monocoque-Bauweise erscheint die Gehäuseseite zudem besonders geschlossen und durchgängig.
Für die Qualitätseinstufung zählt zuerst das Zifferblatt, danach die erhaltene Definition des Gehäuses. Saubere blaue Flächen sind klar höher einzuschätzen als silberne Zifferblätter mit Verfärbungen am Außenrand oder oxidierten Zeigern. Präzise Kanten trennen schonend erhaltene Exemplare von stark polierten Uhren. Ein korrekt sitzendes, signiertes Armband kann den Gesamteindruck verbessern, doch Zifferblattschäden wiegen schwerer als ein fehlendes Originalarmband, weil ihre Beseitigung zwangsläufig den Charakter eines neu bearbeiteten Zifferblatts erzeugt.
Typische Schwachstellen
Zifferblattschäden sind der kostspieligste Mangel. Silberne Ausführungen können deutliche Verfärbungen am äußeren Rand entwickeln, und Zeiger können oxidieren, obwohl die Mitte des Blatts noch ansprechend erscheint. Auch blaue Sonnenschliffflächen verlieren durch eine Überarbeitung ihre charakteristische Lichtwirkung. Ein gleichmäßiger, aber flacher Neuanstrich ist daher keine Verbesserung. Ein Servicezifferblatt kann original von Seiko stammen, bleibt jedoch ein Ersatzteil und sollte entsprechend bezeichnet werden.
Eine Politur rundet die kantige Gehäuseform oft ab, bevor gewöhnliche Kratzer vollständig verschwinden. Zurück bleiben weiche Übergänge an Stellen, die klar definierte Kanten zeigen sollten. Armbänder können ausleiern, während Ersatzkronen oder nicht passende Werke eine aus verschiedenen Teilen zusammengesetzte Uhr ergeben können. Die von uns erfassten Beschreibungen nennen Kaliber 5606 sowohl mit 23 als auch mit 25 Steinen, daher entscheidet die Steinzahl allein nicht über die Echtheit. Ohne werkspezifische Unterlagen verzichten wir auf Vermutungen, die über sichtbare Kennzeichnungen und die nachweisbare Konstruktion der Uhr hinausgehen.
Beginnen Sie die Auswahl mit einem sauberen Zifferblatt, einem Werk des Kalibers 5606 und einem Gehäuse, dessen kantiger Umriss klar erkennbar geblieben ist. Bei zwei gleichermaßen ehrlichen Exemplaren bietet die blaue Sonnenschliffausführung die stärkere optische Identität. Blaue Farbe ohne den typischen Lichtreflex ist dagegen ein Warnsignal. Die Wartungshistorie gilt ohne Unterlagen zur jeweiligen Uhr als unbekannt, und ein laufendes Automatikwerk belegt keine abgeschlossene Revision.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5606 | 1968-1976 | Produktionszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattoberfläche und Zifferblattelemente: Bekannt sind tiefblaue Zifferblätter mit Sonnenschliff sowie vertikal gebürstete silberne Ausführungen, jeweils mit aufgesetzten silberfarbenen Indizes. Flache Neulackierung, verlorener Bürstenschliff oder gedruckter Ersatz für aufgesetzte Elemente sprechen für eine Überarbeitung.
- Alterung von Zeigern und Zifferblatt: Oxidierte Zeiger können gemeinsam mit Verfärbungen am Außenrand silberner Zifferblätter auftreten. Übereinstimmende Schäden beweisen jedoch nicht, dass die Teile ursprünglich zusammengehörten. Uneinheitliche Oberflächen oder auffällig erneuerte Zeiger verlangen eine genaue Prüfung ihrer Kompatibilität.
- Monocoque-Gehäusekonstruktion: Die Referenz 5606-7190 besitzt ein von vorn zu öffnendes Monocoque-Gehäuse aus Edelstahl. Ein herkömmlicher abnehmbarer Gehäuseboden widerspricht dieser Konstruktion und weist auf ein ausgetauschtes Gehäuse oder eine falsch bestimmte Uhr hin.
- Gehäusegeometrie: Das Gehäuse sollte seine kantige Kontur der frühen 1970er Jahre und klar erkennbare Übergänge zwischen den Flächen bewahrt haben. Abgerundete Kanten und ein gleichmäßig weiches Profil zeigen eine Politur an, selbst wenn der verbliebene Stahl keine tiefen Kratzer aufweist.
- Werkidentität: Das Werk muss als Kaliber 5606 gekennzeichnet sein. Dokumentierte Beschreibungen nennen sowohl 23 als auch 25 Steine, weshalb die Steinzahl allein die Uhr weder bestätigen noch ausschließen kann. Nicht belegte Gewissheit ist daher zu vermeiden.
- Krone, Armband und Risiko zusammengesetzter Uhren: Eine Signatur auf Krone oder Armband belegt für sich genommen keine Originalität. Die Krone muss korrekt zum Monocoque-Gehäuse passen, während ein signiertes Armband ohne improvisierte Bandanstöße sauber am Gehäuse anliegen und keine übermäßige Dehnung zeigen sollte.
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