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    Kaufberatung zur Seiko Lord Matic 5606-7320

    Die empfehlenswerte Seiko Lord Matic 5606-7320 besitzt ein unverfälschtes Verlaufszifferblatt, klar definierte Gehäusefacetten und das korrekte Automatikkaliber 5606A.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7320

    Die Lord Matic 5606-7320 überführt eine zweckmäßige automatische Uhr mit Tages- und Datumsanzeige in die unverkennbare Formensprache der frühen 1970er Jahre. Ihr 36 mm großes Edelstahlgehäuse, das facettierte Glas und markant abgestufte Verlaufszifferblätter bestimmen den Charakter, während das Kaliber 5606A die mechanische Identität vorgibt. Bekannte Exemplare stammen aus den Jahren 1973 bis 1974, damit ist 5606-7320 eine eng umrissene Referenz und keine unscharfe Familienbezeichnung.

    Die begehrenswerteste Ausführung lässt sich nicht auf eine einzelne Zifferblattfarbe reduzieren. Belegt sind Verläufe in Grün, Smaragdgrün, Braun und Bernsteinbraun, bei braunen Varianten zudem mit vertikalem Schliff. Allen gemeinsam sind applizierte, facettierte Stundenmarkierungen. Vorrang verdienen ein möglichst unverfälschtes Zifferblatt und eine klar erhaltene Gehäusegeometrie, erst danach folgt die Lagersteinzahl. Bei einer historischen Seiko Lord Matic 5606-7320 zählen ein überzeugender Farbverlauf und intakte Konturen mehr als oberflächlicher Glanz.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Bekannte Produktionsjahre

    1973-1974

    Gehäusegröße

    36 mm ohne Krone

    Gehäusematerial

    Edelstahl

    Werk

    Automatikkaliber 5606A

    Lagersteinausführungen23 Lagersteine und 25 Lagersteine
    GlasFacettiertes Glas
    ZifferblattausführungenVerlauf in Grün, Smaragdgrün, Braun und Bernsteinbraun
    KalenderTages- und Datumsanzeige, einschließlich einer Ausführung in Englisch und Kanji
    ArmbandSigniertes Armband bei bekannten Exemplaren belegt

    Die Varianten im Überblick

    Die Grundarchitektur der 5606-7320 blieb konstant: ein 36 mm großes Edelstahlgehäuse, ein facettiertes Glas und das Automatikkaliber 5606A. Die sichtbare Vielfalt entsteht durch die Zifferblätter. Grüne und smaragdgrüne Ausführungen zeigen eine kräftige Randabschattung. Braune und bernsteinbraune Varianten können zusätzlich einen vertikalen Schliff, goldfarbene Markierungen und schwarze Einlagen besitzen. Bei einem braunen Exemplar von 1973 ist außerdem eine Tagesanzeige in Englisch und Kanji belegt.

    Ein signiertes Armband vervollständigt den historischen Auftritt, und mehrere bekannte Exemplare haben es bewahrt. Dennoch gibt das Zifferblatt bei der Beurteilung den Ausschlag. Zwischen einer Uhr mit Originalarmband und überarbeitetem Verlauf sowie einer Uhr am Lederband mit scharfem Druckbild und unberührtem Schliff verdient Letztere den Vorzug. Unter dieser Referenz kommen Ausführungen mit 23 und 25 Lagersteinen vor. Die Lagersteinzahl allein kennzeichnet daher weder die bessere 5606-7320 noch rechtfertigt sie unstimmige Komponenten.

    Am Handgelenk

    Mit 36 mm ohne Krone trägt sich die 5606-7320 nach heutigen Maßstäben kompakt, ohne ihre Präsenz der 1970er Jahre einzubüßen. Das facettierte Glas und die applizierten Blockmarkierungen erzeugen eine Tiefe, die sich aus dem reinen Durchmesser nicht ablesen lässt. Gleichzeitig lässt die dunkle Randabschattung das Zifferblatt optisch konzentrierter erscheinen. Grün wirkt grafischer und markanter, Braun und Bernsteinbraun fügen sich zurückhaltender zu klassischer Kleidung, besonders wenn goldfarbene Indizes die Anzeige wärmer wirken lassen.

    Für die Ablesbarkeit ist der Kontrast wichtiger als der Durchmesser. Schwarze Mittelstreifen in den Markierungen und entsprechende dunkle Details der Stabzeiger heben sich deutlich vom braunen Verlauf ab, während die Tages- und Datumsanzeige alltagstauglichen Nutzen bietet. Ein signiertes Armband verstärkt den zeittypischen Eindruck, sein Zustand darf jedoch keine weich polierten Gehäusefacetten entschuldigen. Ein Band lässt sich ersetzen, eine fortpolierte Geometrie nicht wiederherstellen.

    Typische Schwachstellen

    Der folgenreichste Mangel ist ein nachbearbeitetes Zifferblatt. Eine Neulackierung kann den Randverlauf verflachen, den vertikalen Schliff brauner und bernsteinbrauner Ausführungen beseitigen oder ein Druckbild erzeugen, das nicht mit den applizierten Seiko- und LM-Logos harmoniert. Alterung ist von Beschädigung zu unterscheiden: Flecken, Verfärbungen und Feuchtigkeitsschäden sollten klar benannt werden. Ein originales Servicezifferblatt ist nicht mit einer Neulackierung gleichzusetzen, doch für die 5606-7320 lässt sich anhand der vorliegenden Belege keine bestimmte Servicezifferblatt-Ausführung bestätigen.

    Übermäßiges Polieren verursacht den nächsten dauerhaften Verlust, denn der Entwurf lebt von klar getrennten Facetten. Weiche Übergänge nehmen dem Gehäuse jene Architektur, an der die Referenz erkennbar ist. Auch ein glattes Ersatzglas verändert ihren Charakter erheblich, da das facettierte Glas einen großen Teil des Lichtspiels erzeugt. Armbänder können ausgeleiert sein. Vermischte Zifferblatt-, Zeiger- oder Markierungssätze können zudem eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr ergeben, selbst wenn jede Komponente von Seiko stammt. Fehlen Unterlagen, bleibt die Wartungshistorie unbekannt.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56061968-1976Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattaufbau: Bekannte Zifferblätter der 5606-7320 zeigen einen Verlauf in Grün, Smaragdgrün, Braun oder Bernsteinbraun sowie applizierte, facettierte Markierungen und applizierte Seiko- und LM-Logos. Braune Exemplare können einen vertikalen Schliff besitzen, den eine Neulackierung häufig verflacht oder durch einen gleichmäßigen Farbauftrag ersetzt.
    • Stimmigkeit von Zeigern und Markierungen: Facettierte Stabzeiger gehören gestalterisch zu den applizierten Blockindizes. Braune Ausführungen können zur Kontraststeigerung schwarze Mitteldetails verwenden. Abweichende Formen, Oberflächen oder Farbakzente können auf eine uneinheitlich zusammengesetzte Uhr hinweisen, auch wenn die einzelnen Teile tatsächlich von Seiko stammen.
    • Geometrie von Gehäuse und Glas: Die Referenz besitzt ein 36 mm großes Edelstahlgehäuse und ein deutlich facettiertes Glas. Weiche Übergänge am Gehäuse deuten auf Politur hin, während ein glattes Ersatzglas ein prägendes Element der bekannten Konfiguration der 5606-7320 beseitigt und den gesamten optischen Eindruck verändert.
    • Werkidentität: Das Werk muss das Automatikkaliber 5606A sein, wobei Ausführungen mit 23 und 25 Lagersteinen belegt sind. Ein anderes Kaliber widerspricht den von uns untersuchten Exemplaren. Die Lagersteinzahl allein ist jedoch kein sachgerechter Grund, eine Uhr als unstimmig zurückzuweisen.
    • Kalenderausführung: Bei einem braunen Exemplar von 1973 ist eine Tagesanzeige in Englisch und Kanji belegt. Diese Kombination ist damit für die Referenz zeitlich stimmig. Die verfügbare Beleglage beweist allerdings nicht, dass jede 5606-7320 das Werk mit genau dieser Sprachpaarung verließ.

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