Omega Genève 5110412: Kaliber, Zifferblätter und Auswahlkriterien

    Bei der Omega Genève 5110412 zählen zuerst ein unberührtes Zifferblatt und eine gut erhaltene Plattierung, danach folgen Kaliber und Gehäusegröße.

    Omega - Genève - 5110412

    Die zwischen 1971 und 1975 gefertigten Genève Exemplare zeichnen sich durch ein vertikal geripptes Zifferblatt in Silber oder Goldton aus. Schwarze Zeiger und Indizes setzen einen klaren grafischen Kontrast. Da eine Überarbeitung gerade diese feine Oberflächenstruktur nimmt, sollte die Qualität des Zifferblatts bei der Auswahl mehr Gewicht erhalten als maßvolle Tragespuren am Gehäuse.

    Hinter der Referenz 5110412 verbirgt sich mehr Vielfalt, als die gemeinsame Nummer vermuten lässt. Es kommen die Handaufzugskaliber 620 und 625 vor, außerdem messen die von uns begutachteten Gehäuse ohne Krone 20 mm oder 23 mm. Vergoldete und weißgoldplattierte Ausführungen besitzen Böden aus Edelstahl. Abrieb an der Plattierung ist deshalb ein bleibender Makel und keine übliche Servicefrage.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Modell

    Omega Genève

    Referenz

    5110412

    Bekannte Produktionsjahre

    1971-1975

    Aufzug

    Handaufzug

    Dokumentierte Kaliber620 und 625
    Dokumentierte Steinzahl17 Steine bei einem Exemplar mit Kaliber 620
    Dokumentierte Gehäusegrößen20 mm und 23 mm, ohne Krone
    GehäusematerialienVergoldet oder weißgoldplattiert
    Material des GehäusebodensEdelstahl
    ZifferblattausführungenVertikal strukturiert in Silber oder Goldton

    Wofür sie geschaffen wurde

    Die 5110412 ist eine zierliche Genève mit Handaufzug, deren Gestaltung ganz auf das Zifferblatt ausgerichtet ist. Seine senkrechte Rillenstruktur fängt das Licht im 20 mm oder 23 mm großen Gehäuse ein, während schwarze Stabzeiger und dunkle Indexdetails für gute Ablesbarkeit sorgen. Die kompakten Proportionen und die bündig wirkende Lünette passen besonders zu formeller Kleidung. Aus dem plattierten Gehäuse und dem Edelstahlboden lässt sich jedoch kein heutiger Schutz gegen Wasser ableiten.

    Kaliber 620 findet sich in Exemplaren von 1971, darunter eine Ausführung mit 17 Steinen. Kaliber 625 ist bei späteren Uhren aus 1974 und 1975 nachgewiesen. Beide Werke werden von Hand aufgezogen. Keines der beiden Kaliber ist nach der vorliegenden Faktenlage grundsätzlich vorzuziehen. Ohne belastbare Unterlagen bleibt zudem offen, wie die einzelne Uhr im Lauf der Jahrzehnte gewartet wurde.

    Worauf es bei der Qualität ankommt

    Den Ausschlag gibt ein intaktes, strukturiertes Zifferblatt. Silberne Varianten können schwarze Druckschrift sowie gedruckte oder applizierte dunkle Indizes tragen. Beim goldfarbenen Blatt erscheinen applizierte Stabindizes mit schwarzen Einlagen. Scharfe Schrift ist wichtig, entscheidend bleibt jedoch die durchgehend stimmige Rillenstruktur. Flecken, Feuchtigkeitsspuren oder ein nicht offengelegtes Neuzifferblatt beeinträchtigen den Charakter deutlich stärker als ehrliche Alterung.

    Danach folgt der Gehäusezustand. Weißgoldplattierte und vergoldete Ausführungen lassen sich nicht wie massives Metall aufarbeiten, ohne weiteren Substanzverlust zu riskieren. Durchgeriebene Stellen an Bandanstößen und Kanten verschwinden auch bei einer Wartung nicht. Stehen ein optisch sauberes Gehäuse mit geglättetem Blatt und eine Uhr mit maßvollem Plattierungsabrieb, aber unberührtem Rillenzifferblatt zur Wahl, verdient das originale Blatt den Vorzug.

    So treffen Sie die Auswahl

    Beginnen Sie mit der Größe, die zum vorgesehenen Handgelenk passt. Die 23 mm Varianten bieten mehr Zifferblattfläche und wirken gegenüber der 20 mm Ausführung präsenter, wenn die Ablesbarkeit im Vordergrund steht. Beide Maße verstehen sich ohne Krone. Silber sorgt für einen markanten Schwarz-auf-Hell-Kontrast, Goldton für eine wärmere Lichtwirkung. Allein eine seltenere Anmutung der Farbe rechtfertigt jedoch keinen Aufschlag.

    Das Kaliber sollte zur Uhr passen, nicht die Wahl dominieren. Ein 620 fügt sich schlüssig in die bekannten Exemplare von 1971 ein, ein 625 ist für 1974 und 1975 belegt. Eine 5110412 mit harmonischem Zusammenspiel von Zifferblatt, Zeigern, Gehäuse und Werk ist einer äußerlich schärferen Uhr vorzuziehen, die aus zeitlich passenden, aber ursprünglich nicht gemeinsam ausgelieferten Komponenten zusammengesetzt wurde.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Dial texture and printing: Für die Referenz 5110412 sind vertikal strukturierte Zifferblätter in Silber und Goldton bekannt. Die Aufschriften Omega, Genève und SWISS MADE sollten über der feinen Oberfläche scharf erhalten sein. Eine flache oder neu lackierte Fläche weist auf ein überarbeitetes Zifferblatt hin.
    • Caliber and date coherence: Kaliber 620 ist bei Exemplaren von 1971 belegt, Kaliber 625 bei Uhren aus 1974 und 1975. Eine andere Kombination ist nicht automatisch falsch, sie wird durch die verfügbaren Vergleichsdaten jedoch nicht bestätigt und verlangt deshalb besondere Aufmerksamkeit für die Gesamtstimmigkeit.
    • Case construction: Die bekannten Gehäuse sind vergoldet oder weißgoldplattiert und mit Edelstahlböden kombiniert. Ihre Maße betragen ohne Krone 20 mm oder 23 mm. Behauptungen über ein Gehäuse aus massivem Gold finden in den vorliegenden Daten zu dieser Referenz keine Stütze.
    • Hands and index treatment: Schwarze Stabzeiger erscheinen zusammen mit den gerippten Zifferblättern, ergänzt durch schwarze gedruckte Indizes oder applizierte Stabindizes mit dunklen Einlagen. Einzelteile können zeitlich passen und dennoch später zusammengefügt worden sein, daher zählt ihre wechselseitige Stimmigkeit mehr als ihr Alter allein.

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