Omega De Ville 111.140: empfehlenswerte Merkmale und klare Warnzeichen

    Die Omega De Ville 111.140 ist eine 32-mm-Handaufzugsuhr, deren Qualität vor allem von einem unverfälschten Schliffzifferblatt und einer intakten Vergoldung abhängt.

    Omega - De Ville - 111.140

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    Die Omega De Ville 111.140 ist eine kompakte Zweizeigeruhr für elegante Anlässe aus den Jahren 1975-1979, ausgestattet mit dem Handaufzugskaliber 625. Das 32 mm große, vergoldete Gehäuse, der Edelstahlboden und das gebürstete champagnerfarbene oder goldfarbene Zifferblatt verorten sie klar in der formellen Uhrengestaltung der späten 1970er-Jahre.

    Bevorzugt werden sollte eine Ausführung mit gleichmäßigem Vertikalschliff, klaren schwarzen Gestaltungselementen und einer Vergoldung, die an den Bandanstößen nicht bis auf das Grundmetall abgetragen ist. Sowohl gedruckte als auch applizierte schwarze Stabindizes sind belegt. Die verfügbare Datenlage lässt jedoch keinen jahresweisen Wechsel erkennen, weshalb keine der beiden Varianten ohne weitere Dokumentation als früher oder seltener gelten sollte.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Referenz

    111.140

    Modell

    De Ville

    Produktionsjahre

    1975-1979

    Gehäusedurchmesser

    32 mm ohne Krone

    GehäusematerialVergoldetes Gehäuse mit Edelstahlboden
    WerkHandaufzugskaliber 625
    Anzahl der Lagersteine17 Lagersteine
    AnzeigeZweizeiger
    ZifferblattVertikal gebürstet, champagnerfarben oder goldfarben
    Zeiger und IndizesSchwarze Stabzeiger mit gedruckten oder applizierten schwarzen Stabindizes

    Für welchen Zweck sie geschaffen wurde

    Die Referenz 111.140 wurde als flache De Ville mit reiner Zeitanzeige für formelle Anlässe konzipiert, nicht als Sportuhr. Der Verzicht auf einen Sekundenzeiger sorgt für ein ruhiges Zifferblatt, während schwarze Stabzeiger und Indizes einen klaren Kontrast zur champagnerfarbenen oder goldfarbenen Oberfläche bilden. Mit 32 mm ohne Krone gleitet sie leicht unter die Manschette und trägt sich mit den bewusst zurückhaltenden Proportionen der 1970er-Jahre.

    Das Kaliber 625 muss regelmäßig von Hand aufgezogen werden. Dies ist hier besonders relevant, weil kein Sekundenzeiger den Lauf auf einen Blick bestätigt. Gangwerte eines einzelnen Exemplars erlauben keine Rückschlüsse auf den Zustand einer anderen Uhr. Da die Wartungshistorie häufig unbekannt ist, müssen Werkleistung und Wartungsbedarf bei jedem Exemplar gesondert beurteilt werden.

    Worauf es beim Wert ankommt

    Bei dieser Referenz bestimmt vor allem das Zifferblatt die Begehrlichkeit. Ein gleichmäßiger Vertikalschliff, unversehrte schwarze Beschriftungen und korrosionsfreie Zeiger wiegen schwerer als oberflächlicher Gehäuseglanz. Ein neu bearbeitetes Zifferblatt verändert den Charakter der Uhr, leichte Tragespuren dagegen nicht. Zwischen einem klar bedruckten, ehrlichen Zifferblatt in einem getragenen Gehäuse und einem aufgearbeiteten Blatt in einem glänzenderen Gehäuse verdient das unverfälschte Blatt den Vorzug.

    Die Vergoldung führt zu größeren Zustandsunterschieden, als es die schlichte Gehäuseform vermuten lässt. Oberflächliche Kratzer können vertretbar sein. Ist die Beschichtung an den Kanten der Bandanstöße jedoch bis zum Grundmetall abgetragen, lässt sich dieser Verlust durch eine übliche Wartung nicht beheben. Präzise Gehäusekanten sind höher einzustufen als weiche, stark polierte Konturen, sofern auch Zifferblatt und Kaliber 625 zur Referenz passen.

    Die Prüfung sinnvoll beginnen

    Beginnen Sie mit dem Zifferblatt und akzeptieren Sie anschließend nur so viel Gehäuseverschleiß, wie die Gesamtbeurteilung berücksichtigt. Dunkle Flecken, Feuchtigkeitsspuren oder unscharfe Beschriftungen sind Schäden, keine Patina. Ungleichmäßig nachgezogene Schrift ist ein deutliches Warnsignal für eine Überarbeitung. Schwarze Stabzeiger sollten gestalterisch zu den Zifferblattelementen passen, wobei zeittypische Zeiger allein nicht beweisen, dass sie ursprünglich mit genau dieser Uhr ausgeliefert wurden.

    Ein Edelstahlboden gehört zum vergoldeten Gehäuse, im Inneren sollte das Kaliber 625 arbeiten. Ein korrektes Werk allein schließt eine zusammengesetzte Uhr nicht aus. Gehäuse, Zifferblatt und Werk müssen als stimmige Referenz 111.140 zusammenpassen. Die Originalität der Krone lässt sich anhand der vorliegenden Erkenntnisse nicht sicher bestimmen, und ohne Unterlagen bleibt auch die Wartungshistorie ungeklärt.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattfinish und Beschriftung: Das belegte Zifferblatt ist champagnerfarben oder goldfarben, vertikal gebürstet und schwarz beschriftet. Ein ungleichmäßiger Schliff, unscharfe Buchstaben oder Schrift auf einer veränderten Oberfläche sprechen eher für eine Überarbeitung als für ehrliche Alterung.
    • Zeiger und Stundenmarkierungen: Die Referenz 111.140 verwendet schwarze Stabzeiger für Stunde und Minute sowie schwarze Stabindizes. Gedruckte und applizierte Indizes sind gleichermaßen belegt. Abweichende Stilformen oder ein ergänzter Sekundenzeiger verlangen jedoch eine schlüssige Erklärung.
    • Gehäuse und Gehäuseboden: Das 32 mm große Gehäuse ist vergoldet und mit einem Edelstahlboden kombiniert. Abgetragene Vergoldung an den Bandanstoßkanten, weich polierte Gehäuselinien oder ein nicht zu dieser Bauart passender Boden mindern Stimmigkeit und Begehrlichkeit.
    • Werk: Verbaut sein sollte das Handaufzugskaliber 625, bei von uns begutachteten Exemplaren mit der Angabe von 17 Lagersteinen. Das korrekte Kaliber stützt die Einordnung, schließt allein aber eine nachträgliche Verbindung von Gehäuse und Werk nicht aus.
    • Krone und Wartungsteile: Die vorliegenden Erkenntnisse belegen keine einheitliche Kronenform für jede 111.140. Daher sollte die Originalität der Krone ohne Dokumentation nicht behauptet werden. Eine Ersatzkrone kann zeittypisch sein, ohne ursprünglich zu genau dieser Uhr gehört zu haben.
    • Stimmigkeit der gesamten Uhr: Zifferblatt, Zeiger, vergoldetes 32-mm-Gehäuse, Edelstahlboden und Kaliber 625 müssen als Einheit zusammenpassen. Korrekte Teile aus Uhren, die nie gemeinsam ausgeliefert wurden, ergeben eine zusammengesetzte Uhr und keine authentische Konfiguration.

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