Omega Seamaster 196 1501: Kaliber, Zifferblätter und Kaufkriterien

    Die Omega Seamaster 196 1501 ist eine kompakte Quarzuhr aus Stahl, besonders überzeugend mit makellosem Wellenzifferblatt und scharf konturierten, gedrehten Bandanstößen.

    Omega - Seamaster 120M - 196 1501

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    Die Seamaster 120M mit der Referenz 196 1501 stammt aus Omegas Stahlquarz-Ära der 1990er-Jahre. Dokumentierte Exemplare reichen von 1993 bis 1998. Prägend sind das kompakte Gehäuse, gedrehte Bandanstöße, skelettierte Zeiger und das Datum bei drei Uhr, nicht die nostalgische Anmutung eines mechanischen Werks.

    Tiefblaue Zifferblätter sind 1993 mit glatter Oberfläche und 1998 mit Wellenmuster belegt, während das silberne Wellenzifferblatt blaue Skelettzeiger trägt. Entscheidend sind das sauberere Zifferblatt und das schärfer erhaltene Gehäuse. Eine Überarbeitung und rund polierte Bandanstöße wiegen schwerer als der Unterschied zwischen den Farben.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Referenz

    196 1501

    Modell

    Omega Seamaster 120M

    Bekannte Produktionsjahre

    1993-1998

    Werk

    Quarzkaliber 1438 im Jahr 1993; Quarzkaliber 1538 im Jahr 1998

    Steinzahl6 Steine beim dokumentierten Exemplar mit Kaliber 1438
    GehäusematerialEdelstahl
    Dokumentierte Gehäusegrößen36-38 mm ohne Krone
    ZifferblattvariantenGlattes Tiefblau; blaues Wellenmuster; silbernes Wellenmuster
    ZeigerSilberfarbene Skelettzeiger bei blauen Zifferblättern; blaue Skelettzeiger beim silbernen Wellenzifferblatt
    DatumFenster bei drei Uhr
    ArmbandMehrgliedriges Edelstahlband

    Wofür sie konstruiert wurde

    Die Referenz 196 1501 verbindet ein Quarzwerk mit Datumsanzeige bei drei Uhr und applizierten Leuchtindizes in einem Seamaster-Gehäuse aus Edelstahl. Das mehrgliedrige Stahlband und die skelettierten Zeiger verleihen ihr den praktischen Charakter einer Sportuhr der späten 1990er-Jahre. Dank polierter Lünette und gedrehter Bandanstöße funktioniert sie zugleich zum Hemd und bleibt nicht auf legere Anlässe beschränkt.

    Das Exemplar von 1993 ist mit Kaliber 1438 ausgestattet, die Uhren von 1998 mit Kaliber 1538. Dieser Wechsel ist relevant, wenn Werk und datierte Ausführung auf Plausibilität geprüft werden. Ohne begleitende Unterlagen bleibt die Wartungshistorie der einzelnen Uhr jedoch offen. Auch eine passende Kalibernummer beweist für sich allein nicht, dass alle übrigen Komponenten das Werk bereits ab Werk begleiteten.

    Wo die Qualität entscheidet

    Den größten Einfluss auf die Beurteilung hat das Zifferblatt. Eine saubere blaue oder silberne Wellenstruktur mit scharfem weißem Druck, intakten applizierten Indizes und stimmiger Leuchtmasse an den Zeigern ist einer Neulackierung klar vorzuziehen. Ein überarbeitetes Zifferblatt wiegt schwerer als üblicher Bandverschleiß oder leichte Spuren am Gehäuse. Ein originales Servicezifferblatt ist davon zu unterscheiden, doch die vorliegenden Vergleichsstücke liefern hier keine belastbaren Erkennungsmerkmale.

    An zweiter Stelle steht die Gehäusegeometrie. Präzise gedrehte Bandanstöße bewahren den vorgesehenen Kontrast zwischen gebürsteten Flächen und polierter Lünette. Wiederholtes Polieren macht diese Übergänge weich und lässt sich nicht rückgängig machen. Dehnung, lockerer Sitz der Glieder und abgenutzte Außenflächen mindern die Qualität ebenfalls, beeinträchtigen die visuelle Identität aber weniger als ein verändertes Zifferblatt oder rund geschliffene Bandanstöße.

    Der sinnvolle Ausgangspunkt

    Wenn die blauen Skelettzeiger den Reiz ausmachen, ist das silberne Wellenzifferblatt der passende Ausgangspunkt. Das tiefblaue Wellenzifferblatt wirkt zurückhaltender. Das glatte, tiefblaue Zifferblatt von 1993 bietet dagegen eine eigenständige, frühere Ästhetik und ist keineswegs die schwächere Ausführung. Stehen ein Wellenzifferblatt mit rund polierten Bandanstößen und ein glattes Zifferblatt im schärferen Gehäuse zur Wahl, verdient das besser erhaltene Gehäuse den Vorzug.

    Jede Zustandsprüfung sollte mit dem schwerwiegendsten Mangel beginnen. Neulackierung, Korrosion an den Skelettzeigern, fehlende oder uneinheitliche Leuchtmasse, verrundete Bandanstöße und Banddehnung haben unterschiedliche Folgen. Danach sind die korrekte Referenz, ein zur datierten Ausführung passendes Kaliber und ein Seriennummernbereich zu prüfen, der dem angegebenen Jahr nicht widerspricht. Die Datierung über Seriennummern bleibt um mehrere Jahre unscharf, sie stützt eine Jahresangabe, beweist sie aber nicht.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    10000001902ungefähr, ±1-3 Jahre
    20000001908ungefähr, ±1-3 Jahre
    30000001912ungefähr, ±1-3 Jahre
    40000001916ungefähr, ±1-3 Jahre
    50000001923ungefähr, ±1-3 Jahre
    60000001925ungefähr, ±1-3 Jahre
    70000001929ungefähr, ±1-3 Jahre
    80000001935ungefähr, ±1-3 Jahre
    90000001939ungefähr, ±1-3 Jahre
    100000001944ungefähr, ±1-3 Jahre
    110000001947ungefähr, ±1-3 Jahre
    120000001950ungefähr, ±1-3 Jahre
    130000001952ungefähr, ±1-3 Jahre
    140000001954ungefähr, ±1-3 Jahre
    150000001956ungefähr, ±1-3 Jahre
    160000001958ungefähr, ±1-3 Jahre
    170000001960ungefähr, ±1-3 Jahre
    180000001961ungefähr, ±1-3 Jahre
    190000001962ungefähr, ±1-3 Jahre
    200000001963ungefähr, ±1-3 Jahre
    210000001964ungefähr, ±1-3 Jahre
    220000001965ungefähr, ±1-3 Jahre
    240000001966ungefähr, ±1-3 Jahre
    250000001967ungefähr, ±1-3 Jahre
    260000001968ungefähr, ±1-3 Jahre
    280000001969ungefähr, ±1-3 Jahre
    310000001970ungefähr, ±1-3 Jahre
    320000001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, ±1-3 Jahre
    350000001973ungefähr, ±1-3 Jahre
    370000001974ungefähr, ±1-3 Jahre
    390000001975ungefähr, ±1-3 Jahre
    400000001976ungefähr, ±1-3 Jahre
    410000001977ungefähr, ±1-3 Jahre
    420000001978ungefähr, ±1-3 Jahre
    430000001979ungefähr, ±1-3 Jahre
    440000001980ungefähr, ±1-3 Jahre
    450000001982ungefähr, ±1-3 Jahre
    460000001984ungefähr, ±1-3 Jahre
    470000001985ungefähr, ±1-3 Jahre
    480000001986ungefähr, ±1-3 Jahre
    490000001988ungefähr, ±1-3 Jahre
    500000001990ungefähr, ±1-3 Jahre
    530000001993ungefähr, ±1-3 Jahre
    540000001995ungefähr, ±1-3 Jahre
    560000001996ungefähr, ±1-3 Jahre
    580000001998ungefähr, ±1-3 Jahre
    600000002000ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblatt- und Zeigerkonfiguration: Für 1993 ist ein glattes, tiefblaues Zifferblatt mit silberfarbenen Skelettzeigern dokumentiert. Die Ausführungen von 1998 kombinieren blaue Wellenzifferblätter mit silberfarbenen Skelettzeigern oder ein silbernes Wellenzifferblatt mit blauen Skelettzeigern.
    • Werk im Verhältnis zum Jahr: Die von uns begutachtete Ausführung von 1993 verwendet das Quarzkaliber 1438 mit 6 Steinen, die Uhren von 1998 das Kaliber 1538. Eine andere Zuordnung ist nicht automatisch falsch, benötigt aber belastbare Belege, bevor sie als zeitlich korrekt gelten kann.
    • Zifferblattdruck und Leuchtelemente: Die bekannten Zifferblätter zeigen scharfen weißen Druck, applizierte Leuchtindizes und ein gerahmtes Datum bei drei Uhr. Unscharfe Schrift, eine gestörte Wellenstruktur oder uneinheitliche Leuchtmasse können auf eine Überarbeitung, erneuerte Leuchtmasse oder ersetzte Teile hindeuten.
    • Gehäusegeometrie: Das Stahlgehäuse besitzt gedrehte Bandanstöße mit gebürsteten Flächen im Kontrast zur glatten, polierten Lünette. Weiche Übergänge oder gerundete Profile weisen auf Politur hin und mindern die Qualität, selbst wenn das Zifferblatt sauber erhalten ist.
    • Seriennummer und angegebenes Jahr: Vergleichen Sie die Seriennummer mit der ungefähren Omega-Tabelle und berücksichtigen Sie eine Toleranz von 1 bis 3 Jahren. Ein stimmiges Ergebnis stützt die angegebene Datierung, kann aber nicht belegen, dass Gehäuse, Zifferblatt und Werk stets zusammengehörten.

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