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    Referenzratgeber zur Seiko 5626-7111 King Seiko Hi-Beat

    Die empfehlenswerte Seiko 5626-7111 verbindet ein sauberes silbernes Zifferblatt, eine scharf erhaltene Gehäusegeometrie und das passende Automatikkaliber 5626A oder 5626B.

    Seiko - King Seiko Hi-Beat - 5626-7111

    Die King Seiko Hi-Beat 5626-7111 bündelt Seikos Gestaltung der frühen 1970er Jahre in einem 36 mm großen Edelstahlgehäuse, ergänzt um ein silbernes Zifferblatt und das Automatikkaliber 5626A oder 5626B. Bekannte Exemplare stammen aus den Jahren 1972 bis 1973, damit ist sie eine klar umrissene Referenz und keine lose Gruppe ähnlicher Uhren.

    Entscheidend ist nicht die Wahl zwischen den beiden dokumentierten Kalibern. Vorrang haben ein kantig erhaltenes Gehäuse und ein sauberes, stimmiges Zifferblatt, frei von Überarbeitung oder den Folgen starken Polierens. Bei den von uns begutachteten Seiko 5626-7111 kommen sowohl silberne Sonnenschliff-Zifferblätter als auch vertikal gebürstete Ausführungen vor. Die Oberflächenstruktur allein entscheidet daher nicht über die Echtheit.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Modell

    King Seiko Hi-Beat

    Referenz

    5626-7111

    Bekannte Fertigungsjahre

    1972-1973

    Gehäusedurchmesser

    36 mm ohne Krone

    GehäusematerialEdelstahl
    WerkAutomatikkaliber 5626A oder 5626B
    Anzahl der Lagersteine25 Lagersteine
    Dokumentierte ZifferblattausführungenSilber mit Sonnenschliff oder silbern und vertikal gebürstet

    Einordnung des Modells

    Die 5626-7111 gehört zur Linie King Seiko Hi-Beat und kombiniert applizierte, facettierte Indizes mit einem silbernen Zifferblatt, entweder mit Sonnenschliff oder vertikal gebürsteter Oberfläche. Dokumentiert sind die Automatikkaliber 5626A und 5626B, jeweils mit 25 Lagersteinen. Weder die Zifferblattstruktur noch der Kaliberbuchstabe kennzeichnet für sich genommen die grundsätzlich vorzuziehende Ausführung.

    Bei der Beurteilung steht zunächst das Zifferblatt im Mittelpunkt, danach folgt die Gehäusegeometrie. Eine saubere silberne Oberfläche mit scharfem schwarzem Druck ist deutlich höher einzuschätzen als ein nachbearbeitetes Blatt. Ebenso zählen klare Übergänge zwischen gebürsteten und polierten Flächen mehr als bloßer Glanz. Stehen ein stark poliertes Exemplar mit Sonnenschliff und eine scharf erhaltene, vertikal gebürstete Uhr auf vergleichbarem Niveau zur Wahl, verdient das kantigere Gehäuse den Vorzug.

    Am Handgelenk

    Mit 36 mm Durchmesser ohne Krone trägt sich die 5626-7111 aus Edelstahl wie eine kompakte elegante Uhr und nicht wie ein großformatiges Sportmodell. Die applizierten, facettierten Indizes und die silberne Oberfläche verändern ihren Ausdruck merklich im Licht, während der schwarze Zifferblattdruck die Ablesbarkeit wahrt. Die kantige Gehäuseform prägt den Auftritt wesentlich, deshalb verändern weich polierte Konturen den Charakter stärker, als es der reine Durchmesser vermuten lässt.

    Diese gebrauchte Seiko 5626-7111 richtet sich an Sammler, die ein zurückhaltend proportioniertes Gehäuse mit klar erkennbarer Formensprache der frühen 1970er Jahre suchen. Sie passt selbstverständlich unter eine Hemdmanschette und gewinnt ihre Präsenz nicht aus Größe. Eine verlässliche Gehäusehöhe geht aus den hier vorliegenden Uhren jedoch nicht hervor, daher lässt sich kein exakter Abstand zur Manschette angeben.

    Typische Schwachstellen

    Der schwerwiegendste Mangel ist ein nachbearbeitetes Zifferblatt, denn dabei geht die ursprüngliche silberne Struktur verloren und auch die Aufdrucke Seiko, Automatic, KS und Hi-Beat können verändert werden. Danach folgt starkes Polieren. Es verrundet die Gehäuseflächen und löscht den Kontrast zwischen gebürsteten und polierten Partien. Zudem besteht das Risiko einer zusammengesetzten Uhr, bei der Zifferblatt, Gehäuse und Werk zwar jeweils zeitlich passen, ursprünglich aber nicht gemeinsam ausgeliefert wurden.

    Das Werk muss der bekannten automatischen Ausführung 5626A oder 5626B entsprechen, doch der korrekte Kaliberbuchstabe allein belegt keine stimmige Zusammenstellung. Eine ersetzte Krone oder ein Ersatzglas kann ein reguläres Wartungsteil sein und muss nicht auf Täuschung hindeuten. Dennoch rechtfertigt keines dieser Teile ohne weitere Belege die uneingeschränkte Aussage vollständiger Originalität. Die Wartungshistorie bleibt unbekannt, sofern der jeweiligen Uhr keine Unterlagen beiliegen.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56261968-1975Fertigungszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattdruck und Oberfläche: Das Zifferblatt kann silbern mit Sonnenschliff oder vertikal gebürstet ausgeführt sein und trägt applizierte, facettierte Indizes. Die Aufdrucke Seiko, Automatic, KS und Hi-Beat sollten klar und gleichmäßig erscheinen. Unscharfe oder unregelmäßige Schrift kann auf ein nachbearbeitetes Zifferblatt hindeuten.
    • Stimmigkeit von Zeigern und Zifferblatt: Die verfügbaren Erkenntnisse ergeben keine abschließende Spezifikation der Zeiger. Beurteilen Sie deren Alterung im Verhältnis zum silbernen Zifferblatt und zu den applizierten Indizes. Ohne belastbarere Unterlagen sollten die Zeiger nicht vorbehaltlos als ursprünglich bezeichnet werden.
    • Gehäusegeometrie: Das Edelstahlgehäuse misst 36 mm im Durchmesser, ohne die Krone. Gebürstete und polierte Ebenen sollten klar voneinander getrennt bleiben. Weiche Kanten und ineinanderlaufende Oberflächen sprechen für eine Politur und nicht für eine ehrlich erhaltene Gehäuseform.
    • Werkbestimmung: Als Werk gehört ein Automatikkaliber 5626A oder 5626B mit 25 Lagersteinen in die Uhr. Das richtige Kaliber ist notwendig, aber noch kein ausreichender Beleg, denn auch Gehäuse und Werk aus zwei unterschiedlichen Uhren können zu einem zusammengesetzten Exemplar verbunden worden sein.
    • Verhältnis von Zifferblattcode und Referenz: Ein von uns begutachtetes Exemplar aus 1973 trägt den Zifferblattaufdruck Japan 5626-7110R in Verbindung mit der Gehäusereferenz 5626-7111. Diese konkrete Kombination ist dokumentiert, daher darf die abweichende letzte Ziffer nicht automatisch als Ausschlusskriterium gelten.
    • Krone und Wartungsteile: Die exakte ursprüngliche Kronengeometrie lässt sich anhand der verfügbaren Erkenntnisse nicht festlegen. Eine Ersatzkrone oder ein Ersatzglas kann zeitlich passend oder ein späteres Wartungsteil sein. In beiden Fällen ist eine uneingeschränkte Aussage vollständiger Originalität nicht belastbar.

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