King Seiko Vanac 5626-5050: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen
Die King Seiko Vanac 5626-5050 überzeugt durch Zifferblatt und kantiges Gehäuse. Scharfe Konturen, intaktes Facettenglas und korrektes Band wiegen schwerer als eine auffällige Farbe.

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27 laufende Seiko-Auktionen ansehenDie historische King Seiko Vanac 5626-5050 zeigt je nach Zifferblatt einen erstaunlich unterschiedlichen Charakter. Elektrisches Blau mit Facetten und Gold mit Sonnenschliff wirken selbstbewusst, strukturierte und zweifarbig silberne Ausführungen dagegen kühler und architektonischer. Alle vier Varianten sind für diese Edelstahlreferenz belegt.
Die von uns begutachteten Exemplare stammen aus 1972 und 1973 und tragen unter einem facettierten Glas das automatische Kaliber 5626. Dokumentierte Gehäuse messen ohne Krone 35 mm oder 36 mm, ein Unterschied von einem Millimeter ist daher kein Echtheitskriterium. Bei der hier gezeigten King Seiko Vanac entscheiden vor allem Zifferblatt, erhaltene Gehäusekanten, Glasfacetten und die Vollständigkeit des Armbands.
Referenz
5626-5050
Modell
King Seiko Vanac
Bekannte Herstellungsjahre
1972-1973
Werk
Automatisches Kaliber 5626
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Beobachtete Gehäusegröße | 35 mm oder 36 mm, ohne Krone |
| Glas | Facettenglas |
| Bekannte Zifferblattausführungen | Elektrisches Blau mit Facetten, Gold mit Sonnenschliff, strukturiertes Silber und zweifarbiges Silber mit vertikalem Schliff |
| Bekanntes Armbanddetail | Integriertes Edelstahlarmband mit Vanac-signierter Schließe |
Die Varianten im Überblick
Das Zifferblatt in elektrischem Blau besitzt eine facettierte Struktur, die goldene Variante verbindet einen Sonnenschliff mit einem blauen Vanac-Schriftzug bei 6 Uhr. Silber erscheint in zwei Formen, als strukturierte Ausführung und als zweifarbiges Blatt mit vertikalem Schliff. Ein zweifarbiges Exemplar von 1973 trägt zudem die Daini Seikosha-Markierung und den Zifferblattcode 5206. Dieser Code allein entwertet daher kein Zifferblatt über dem Kaliber 5626.
Entscheidend sind jene Bauteile, die den Charakter dieser Referenz bestimmen und sich nicht beiläufig ersetzen lassen. Ein beschädigtes oder neu bearbeitetes Zifferblatt beeinträchtigt den Gesamteindruck besonders stark, das Facettenglas prägt das Lichtspiel, und das integrierte Edelstahlarmband führt die Gehäuseform konsequent fort. Für das korrekte Band ist eine Vanac-signierte Schließe bekannt. Gegenüber einer farbkräftigeren Uhr mit weichen Kanten oder fehlendem Band verdient deshalb das schärfer erhaltene silberne Exemplar den Vorzug.
Am Handgelenk
Mit 35 mm oder 36 mm ohne Krone wirkt die 5626-5050 nach heutigen Maßstäben zunächst zurückhaltend. Ihr kantiges Gehäuse und die große Zifferblattöffnung verleihen ihr jedoch mehr optische Präsenz als einer runden Uhr vergleichbarer Breite. Das facettierte Glas, aufgesetzte geometrische Stundenmarkierungen und kantige Zeiger brechen das einfallende Licht über der gesamten Fläche. Selbst mit silbernem Zifferblatt ist dies keine unauffällige Form einer klassischen Anzuguhr.
Für den Gebrauch zählt der mechanische Zustand stärker als die bloße äußere Erhaltung. Bei laufenden Exemplaren wurden Zeitwaagenwerte von ungefähr +13 bis +45 Sekunden pro Tag erfasst. Diese Spanne ist zu groß, um den bloßen Gang als Nachweis einer ordnungsgemäßen Wartung zu werten. Das Kaliber 5626 arbeitet automatisch, doch ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie einer einzelnen gebrauchten King Seiko Vanac unbekannt. Ein Messwert beschreibt nur den jeweiligen Test und erlaubt keine verlässliche Aussage über die künftige Gangentwicklung.
Typische Schwachstellen
Ein neu bearbeitetes Zifferblatt beeinträchtigt die Wirkung stärker als gewöhnliche Gehäusespuren, denn Farbe und Oberflächenbehandlung unterscheiden die Varianten der 5626-5050. Auch originale Blätter können Schäden zeigen. Bei von uns untersuchten Exemplaren fanden sich sichtbare Zifferblattspuren sowie unter Vergrößerung Oxidation und Staub an den Zeigern. Patina bezeichnet eine gleichmäßige Alterung, nicht fehlende Beschichtung oder Flecken. Da hier kein gesichertes Muster für ein Austauschzifferblatt vorliegt, sollte eine unbekannte Ausführung nicht vorschnell als werkseitiger Ersatz bezeichnet werden.
Eine Politur nimmt dem Gehäuse zuerst seine Geometrie und hinterlässt weiche Übergänge, wo die Vanac bewusst präzise und kantig wirken sollte. Auch das Facettenglas sammelt Gebrauchsspuren, während ein Ersatzglas mit glattem Profil den Ausdruck der Uhr sofort verändert. Integrierte Armbänder können Spiel entwickeln, eine ausgetauschte Schließe lässt zudem die bekannte Vanac-Signatur entfallen. Keiner dieser Punkte beweist für sich eine Fälschung. Wurden jedoch Teile kombiniert, die nie gemeinsam ausgeliefert wurden, handelt es sich um eine zusammengesetzte Uhr und nicht um eine ehrlich gealterte Seiko 5626-5050.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5626 | 1968-1975 | Fertigungszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattausführung und Druck: Bekannt sind elektrisches Blau mit Facetten, Gold mit Sonnenschliff und blauem Vanac-Schriftzug bei 6 Uhr, strukturiertes Silber sowie zweifarbiges Silber mit vertikalem Schliff. Eine unbekannte Oberfläche sollte erst mit belastbaren Belegen als Austauschzifferblatt eingeordnet werden.
- Kontext des Zifferblattcodes: Ein zweifarbig silbernes Zifferblatt von 1973 ist trotz des verwendeten Kalibers 5626 mit der Daini Seikosha-Markierung und dem Zifferblattcode 5206 bekannt. Bewerten Sie den Code als Hinweis auf die Konfiguration, nicht automatisch als Zeichen einer Neubearbeitung oder einer zusammengesetzten Uhr.
- Zeiger und Stundenmarkierungen: Für die Referenz sind aufgesetzte, facettierte geometrische Stundenmarkierungen und kantige Zeiger bekannt. Ein zweifarbig silbernes Exemplar besitzt facettierte Stabzeiger mit schwarzen Mittelstreifen. Oxidation oder Staub auf echten Zeigern sind Gebrauchsspuren und kein Beweis für einen Austausch.
- Gehäusegeometrie: Das Edelstahlgehäuse sollte seine bewusst kantigen Übergänge und klaren Kanten bewahrt haben. Eine Politur rundet zuerst diese Linien ab. Verwaschene Ecken bleiben deshalb ein Zustandsmangel, selbst wenn die Gehäusemaße noch innerhalb der beobachteten Spanne von 35 mm bis 36 mm liegen.
- Glasprofil: Das Facettenglas gehört zur Gestaltung der 5626-5050 und ist keine beliebige Abdeckung. Starker Abrieb kann den Blick auf das Zifferblatt beeinträchtigen. Ein glattes Ersatzprofil beseitigt dagegen jene lichtbrechende Geometrie, die bei einer King Seiko Vanac zu erwarten ist.
- Identität des Werks: Korrekt ist das automatische Kaliber 5626. Ein anderes Kaliber kann auf eine aus verschiedenen Uhren zusammengesetzte Konfiguration hindeuten. Auch ein guter Gangwert belegt weder eine ausgeführte Wartung noch, dass Gehäuse und Werk ursprünglich gemeinsam das Werk verlassen haben.
- Armband und Schließe: Für die Referenz ist ein integriertes Edelstahlarmband mit Vanac-signierter Schließe bekannt. Ein Ersatzarmband macht die Uhr nicht automatisch zur Fälschung. Unpassende Anschlüsse, übermäßiges Spiel oder eine unsignierte Schließe müssen jedoch in die Beurteilung der Vollständigkeit einfließen.
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