Seiko Seikomatic-P 5106-8020: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen
Die Seiko Seikomatic-P 5106-8020 ist eine Automatikuhr der späten 1960er Jahre, entscheidend sind ein authentisches silbernes Sonnenschliffblatt und die funktionierende Datumsschnellschaltung über die Krone.

Wir versteigern jede Woche mehr als 100 Vintage-Uhren.
Erfahren Sie es zuerst: neue Seiko 5106-8020 im Angebot – und ein Hinweis, bevor die Auktion endet.
27 laufende Seiko-Auktionen ansehenDie Seikomatic-P 5106-8020 stammt aus den Jahren 1967-1969. Sie verbindet das automatische Kaliber 5106A mit einer Wochentags- und Datumsanzeige sowie einer über die Krone betätigten Datumsschnellschaltung. Mit 38-39 mm wirkt das Gehäuse am Handgelenk präsenter, als es das zurückhaltende silberne Sonnenschliffblatt zunächst vermuten lässt. Besonders alltagstauglich ist die Bedienung: Ein Druck auf die Krone schaltet das Datum weiter, ohne die Zeiger wiederholt rund um das Zifferblatt führen zu müssen.
Zur Referenz gehören sowohl Edelstahlgehäuse als auch vergoldete Ausführungen. Bei gleichwertigem Zifferblatt ist Edelstahl meist die sicherere Wahl, da abgetragene Vergoldung durch eine übliche Wartung nicht wiederhergestellt wird. Vorrang hat dennoch das Zifferblatt. Unter den von uns begutachteten historischen Seiko Exemplaren beeinträchtigt ein neu bedrucktes silbernes Sonnenschliffblatt die Sammlerqualität stärker als gewöhnliche Gehäusespuren, ein verkratztes Glas oder eine nicht belegte Wartungshistorie.
Referenz
5106-8020
Modell
Seikomatic-P
Bekannte Produktionsjahre
1967-1969
Uhrwerk
Automatisches Seiko Kaliber 5106A
| Steinzahl | 33 Steine |
| Gehäusegröße | 38-39 mm ohne Krone |
| Gehäusematerialien | Edelstahl oder vergoldet (SGP), einschließlich Exemplaren mit Edelstahlboden |
| Zifferblatt | Silberner Sonnenschliff |
| Kalender | Wochentag und Datum mit über Kronendruck betätigter Datumsschnellschaltung |
Varianten und technische Einordnung
Die Referenz ist für 1967-1969 belegt. Edelstahlgehäuse und vergoldete Gehäuse messen ohne Krone 38-39 mm. Bei manchen vergoldeten Exemplaren ist die goldfarbene Außenseite mit einem Edelstahlboden kombiniert. Beide Ausführungen tragen die Bezeichnung Seikomatic-P und besitzen ein silbernes Sonnenschliffblatt mit Wochentags- und Datumsanzeige. Eine Vergoldung allein ist daher kein Anzeichen für eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr.
Das korrekte Automatikwerk ist das Kaliber 5106A mit 33 Steinen. Im täglichen Gebrauch hebt die über die Krone betätigte Datumsschnellschaltung die Referenz von einer gewöhnlichen eleganten Uhr mit Wochentag und Datum ab. Bei gleicher Zifferblatt- und Werkqualität rechtfertigt Edelstahl einen Aufpreis, denn Abrieb an Kanten und Bandanstößen legt bei vergoldeten Gehäusen dauerhaft das Grundmetall frei. Ein vergoldetes Exemplar mit besser erhaltenem Originalzifferblatt bleibt jedoch einer Edelstahluhr mit neu bedrucktem Blatt vorzuziehen.
Am Handgelenk
Mit 38-39 mm ohne Krone besitzt die 5106-8020 eine breite Präsenz und wirkt nicht so zurückhaltend wie eine kleinere elegante Uhr. Der silberne Sonnenschliff verändert seinen Charakter je nach Lichteinfall, während die Wochentags- und Datumsanzeige dem Zifferblatt optisches Gewicht verleiht. Eine verlässlich belegte Gehäusehöhe liegt nicht vor. Aus dem Durchmesser allein lässt sich daher nicht ableiten, wie bequem die Uhr unter einer engen Manschette sitzt.
War die Uhr mehrere Tage nicht in Betrieb, erleichtert die per Druck auf die Krone bediente Datumsschnellschaltung das erneute Einstellen. Die Betätigung sollte sauber und kontrolliert erfolgen. Spürbarer Widerstand ist ein Grund, den Vorgang abzubrechen, statt Kraft anzuwenden. Ohne individuelle Unterlagen bleibt die Wartungshistorie einer gebrauchten Seiko Seikomatic-P unbekannt, selbst wenn das Werk läuft und der Kalender korrekt schaltet.
Typische Schwachstellen
Ein neu bedrucktes Zifferblatt ist der gravierendste Mangel, da der silberne Sonnenschliff und seine Beschriftung einen wesentlichen Teil der Sammlerqualität dieser Referenz ausmachen. Auch Vergoldungen können sich abtragen, besonders an frei liegenden Kanten und Bandanstößen. Eine gewöhnliche Wartung ersetzt diese verlorene Oberfläche nicht. Verkratzte Gläser können ein ansonsten überzeugendes Blatt verdecken, während wiederholtes Polieren die Gehäusekonturen und den klaren Übergang zwischen Oberseiten und Flanken abschwächt.
Auch die Schnellschaltung verlangt eine Funktionsprüfung. Schaltet die Krone das Datum nicht weiter, kann sie unpassend sein oder auf einen Fehler im Kalendermechanismus hindeuten. Eine Ersatzkrone kann zeitgenössisch korrekt sein, ohne zur ursprünglichen Ausstattung zu gehören. Ebenso ist ein echtes Austauschzifferblatt des Herstellers klar von einem nachträglich aufgearbeiteten Blatt zu unterscheiden. Zwischen einer vergoldeten 5106-8020 mit authentischem Zifferblatt und einer Edelstahluhr mit erneuerter Beschriftung verdient die vergoldete Uhr trotz sichtbarer Spuren den Vorzug.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5106 | 1968-1971 | Produktionszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
Entschlüsseln Sie Ihre Seriennummer mit unserem kostenlosen Tool
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattoberfläche und Druck: Die 5106-8020 besitzt ein silbernes Sonnenschliffblatt mit Wochentags- und Datumsanzeige. Flach wirkende Farbe, gestörter Druck oder nicht zum Sonnenschliff passende Appliken sprechen für eine Aufarbeitung. Ein Serviceblatt ist dagegen ein echtes Ersatzteil des Herstellers und muss gesondert beschrieben werden.
- Identität des Uhrwerks: Verbaut sein sollte das automatische Seiko Kaliber 5106A mit 33 Steinen. Ein anderes Kaliber im Gehäuse der 5106-8020 weckt den Verdacht auf eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr. Über die Identität hinaus lässt die verfügbare Beleglage keine sichere Aussage zu einem bestimmten Dekorationsmuster des Werks zu.
- Krone und Kalender: Die Krone muss die zur Seikomatic-P gehörende Datumsschnellschaltung per Druck betätigen. Bleibt das Datum stehen, beweist dies keine Fälschung, kann jedoch auf eine unpassende Krone, einen Fehler im Kalendermechanismus oder eine unvollständige Teilekombination hinweisen.
- Zuordnung von Gehäuse und Gehäuseboden: Das Gehäuse muss der Referenz 5106-8020 entsprechen. Sowohl Edelstahl als auch eine vergoldete Ausführung sind für diese Referenz zulässig. Auch ein vergoldetes Gehäuse mit Edelstahlboden kann korrekt sein und sollte nicht allein aufgrund dieser Kombination ausgeschlossen werden.
- Gehäuseverschleiß und Nachbearbeitung: Bei vergoldeten Exemplaren sind Bandanstöße und Kanten sorgfältig auf freiliegendes Grundmetall zu prüfen. Bei beiden Materialien weisen weiche Übergänge und abgerundete Konturen auf Polieren hin. Dieser Substanzverlust bleibt dauerhaft, auch wenn Werk und Zifferblatt korrekt sind.
- Stimmigkeit von Zeigern und Zifferblatt: Die Zeiger sollten mit den applizierten Zifferblattelementen und dem Farbton des Gehäuses ein zeittypisch stimmiges Gesamtbild ergeben. Da die verfügbare Beleglage nicht jede Zeigervariante erfasst, sollten Aussagen zur Originalität nicht über die sichtbare Übereinstimmung hinausgehen.
Weitere 5106-8020, die wir versteigert haben
8 Seiko 5106-8020 versteigert
Weitere Seiko-Referenzen
Verwandte Seiten
Häufig gestellte Fragen
Bereit für die eigene Jagd?
Jede Woche kommen über 100 Vintage-Uhren unter den Hammer.

