Seiko Lord Matic 5606-8061: Varianten, Verschleiß und Kaufberatung
Die Seiko Lord Matic 5606-8061 ist eine Automatikuhr von 1974-1975, bei der ein sauberes Verlaufszifferblatt, ein intaktes facettiertes Glas und klare Gehäusekanten zählen.

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38 laufende Seiko-Auktionen ansehenDie Seiko Lord Matic 5606-8061 stammt aus den Jahren 1974-1975. Sie verbindet das automatische Kaliber 5606A mit einer Anzeige für Wochentag und Datum sowie einem markant geformten Edelstahlgehäuse. Ihr charakteristisches Zusammenspiel entsteht aus einem kräftigen Verlaufszifferblatt und dem darüberliegenden facettierten Glas. Bei blauen Ausführungen geht das helle Zentrum zum Rand hin in Marineblau über, die grüne Variante folgt demselben abgestuften Farbaufbau.
Der Gehäusedurchmesser liegt ohne Krone bei 36 bis 37 mm. Das breite Zifferblatt, die applizierten Indizes und die kantige Gehäuseform lassen die Uhr jedoch größer wirken. Die von uns begutachteten Exemplare belegen zudem relevante Varianten: Blaue Zifferblätter kommen mit Sonnenschliff oder vertikal gebürsteter Oberfläche vor, bei den dokumentierten Werken finden sich 23 oder 25 Steine. Entscheidend ist die sichtbare Erhaltung, nicht eine bevorzugte Steinzahl.
Referenz
5606-8061
Modell
Lord Matic
Bekannte Fertigungsjahre
1974-1975
Werk
Automatisches Seiko Kaliber 5606A
| Dokumentierte Steinzahl | 23 oder 25 Steine |
| Gehäusedurchmesser | 36-37 mm ohne Krone |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Anzeige | Wochentag und Datum bei 3 Uhr |
| Belegte Zifferblattvarianten | Blau mit Sonnenschliff, blau mit vertikaler Bürstung und grüner Farbverlauf |
| Glas | Facettiertes Glas |
Wofür sie konzipiert wurde
Die 5606-8061 ist eine elegante Lord Matic mit alltagstauglicher Ausstattung: automatischer Aufzug, gerahmte Wochentags- und Datumsanzeige bei 3 Uhr sowie applizierte, silberfarbene Indizes. Einige Wochentagsscheiben zeigen Englisch und japanische Kanji. Das facettierte Glas bricht die Reflexe über dem abgestuften Zifferblatt ganz bewusst. Ein Austausch gegen schlichtes Glas nimmt der Referenz daher einen wesentlichen Teil ihrer gestalterischen Wirkung.
Im Mittelpunkt steht das Zifferblatt. Für diese Referenz sind blaue Ausführungen mit Sonnenschliff, blaue Varianten mit vertikaler Bürstung und grüne Verlaufszifferblätter belegt. Die Seiko- und LM-Schriftzüge sind appliziert und keine flach gedruckten Ersatzlösungen. Weiße Einlagen in den Indizes und Stabzeigern schaffen Kontrast zum dunkleren Rand. Ein nachbearbeitetes Zifferblatt beeinträchtigt den Charakter stärker als mäßige Gehäusespuren, denn Farbverlauf und Oberflächenstruktur lassen sich nur schwer überzeugend reproduzieren.
Typische Schwachstellen
Der gravierendste Mangel ist ein nachbearbeitetes Zifferblatt. Eine flache Farbe, verlorene Bürstung oder unzutreffend ausgeführte applizierte Schriftzüge beseitigen genau jene Tiefe, die die 5606-8061 von einer gewöhnlichen eleganten Uhr der 1970er-Jahre unterscheidet. Ein Servicezifferblatt wäre ein originales Ersatzteil des Herstellers und keine Aufarbeitung. Für diese Referenz ist jedoch keine entsprechende Spezifikation belegt. Ohne Unterlagen muss die Beurteilung am konkreten Exemplar erfolgen.
Facettierte Gläser können Absplitterungen entwickeln, während Politur ihre Flächen verwischt und damit das Lichtspiel über dem Zifferblatt schwächt. Eine Gehäuseaufarbeitung rundet die kantigen Bandanstöße ab und mildert Übergänge, die sichtbar definiert bleiben sollten. Ein späterer Eingriff kann einmal abgetragenen Stahl nicht zurückbringen. Armbänder können ausleiern, während Ersatzkronen oder kombinierte Wochentagsscheiben zwar zeitlich stimmig sein können, aber keine ursprüngliche Auslieferung in genau dieser Zusammenstellung belegen.
Vom sauberen Zifferblatt lässt sich nicht auf den Zustand des Kalibers schließen. Dokumentierte Werke vom Typ 5606A zeigten deutlich unterschiedliche tägliche Gangabweichungen im Plus und im Minus. Ein laufendes Werk ist deshalb kein Nachweis einer kürzlich erfolgten Überholung. Wochentag und Datum müssen korrekt schalten, außerdem ist der automatische Aufzug zu prüfen. Ohne datierte Rechnungen bleibt die Wartungshistorie des jeweiligen Exemplars unbekannt.
Der richtige Ausgangspunkt
Beginnen Sie mit der Zifferblattvariante, danach folgen Glas und Gehäuse. Stehen ein leuchtend blaues oder grünes Zifferblatt unter beschädigtem Glas und ein zurückhaltenderes, sauber erhaltenes Exemplar mit klaren Facetten zur Wahl, verdient Letzteres den Vorzug. Eine Ausnahme ist nur sinnvoll, wenn ein nachweislich korrektes Ersatzglas verfügbar ist. Maßgeblich sind ein stimmiger Farbverlauf, erhaltene Oberflächenstruktur und applizierte Elemente, die zu den Zeigern passen.
Ein Exemplar mit 36 mm bietet die charakteristische kompakte Passform, während ein 37-mm-Gehäuse optisch mehr Präsenz schafft, ohne die grundlegenden Proportionen der Referenz zu verändern. Die ursprüngliche Zugehörigkeit des Armbands ist weniger wichtig als starke Dehnung oder schlecht sitzende Endglieder, denn beides verändert den Sitz am Handgelenk. Die überzeugendste gebrauchte Seiko Lord Matic 5606-8061 ist nicht die farbintensivste. Es ist jene Uhr, bei der Zifferblatt, Glasgeometrie und Gehäuselinien noch eine schlüssige Einheit bilden.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5606 | 1968-1976 | Fertigungszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattkonstruktion: Belegte Zifferblätter der 5606-8061 zeigen einen blauen oder grünen Farbverlauf mit Sonnenschliff oder vertikal gebürsteter Struktur, applizierte facettierte Indizes sowie applizierte Seiko- und LM-Schriftzüge. Flache Farbe oder gedruckte Ersatzlösungen sprechen für eine Aufarbeitung oder unpassende Teile.
- Zeiger und Indizes: Die bekannte Ausführung kombiniert silberfarbene Stabzeiger mit applizierten facettierten Indizes, jeweils mit weißen Mitteleinlagen. Abweichungen bei Farbe, Breite oder Alterung der Einlagen können auf ersetzte Zeiger, erneuerte Leuchtmasse oder eine aus unterschiedlichen Teilen zusammengesetzte Uhr hinweisen.
- Gehäuse und Glas: Das Edelstahlgehäuse sollte seine kantigen Übergänge bewahrt haben, das Glas klar erkennbare Facetten, die die Reflexionen über dem Zifferblatt verändern. Weiche Bandanstöße oder gerundete Glasflächen lassen eine Politur erkennen, selbst wenn die Oberflächen weiterhin glänzen.
- Werk und Kalender: Für die Referenz sind das automatische Kaliber 5606A und eine Wochentags- und Datumsanzeige bei 3 Uhr dokumentiert. Exemplare mit 23 wie auch 25 Steinen sind belegt, deshalb kann die Steinzahl allein eine Uhr weder bestätigen noch ausschließen.
- Ausführung der Wochentagsscheibe: Englisch und japanische Kanji sind als zweisprachige Ausführung der Wochentagsscheibe belegt. Sie kann zeitlich korrekt sein, ohne die ursprüngliche Zugehörigkeit zu einer bestimmten Uhr zu beweisen. Entscheidend ist daher ihre technische Übereinstimmung mit dem Kalendermechanismus, nicht ihre isolierte Betrachtung.
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