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    Seiko Lord Matic 5606-7191: Varianten und entscheidende Schwachstellen

    Die Seiko Lord Matic 5606-7191 ist eine kompakte Automatikuhr mit Tages- und Datumsanzeige, bei der ein originales Zifferblatt, stimmige Komponenten und klare Gehäusekanten zählen.

    Seiko - Lord Matic - 5606-7191

    Jetzt live

    Die Lord Matic 5606-7191 verbindet ein automatisches Werk mit Tages- und Datumsanzeige und ein kompaktes Edelstahlgehäuse mit unverkennbaren Zifferblattgestaltungen der frühen 1970er Jahre. Bekannte Exemplare stammen aus den Jahren 1972 bis 1973. Der längere Fertigungszeitraum des Kalibers 5606 darf nicht mit der Produktionsspanne dieser Referenz gleichgesetzt werden.

    Die überzeugendste Wahl ist ein Exemplar mit sauberem, unverfälschtem Zifferblatt und einem Gehäuse, dessen Kanten klar definiert geblieben sind, nicht um jeden Preis die seltenste Farbe. Bekannt sind silberne Sonnenschliffzifferblätter, braune Verlaufszifferblätter und silberne Leinenzifferblätter, Letztere mit schwarzen römischen Ziffern. Ein neu bedrucktes Zifferblatt beeinträchtigt die Ausstrahlung stärker als mäßige Gehäusespuren. Ein intaktes signiertes Armband kann ein ansonsten stimmiges Exemplar zusätzlich aufwerten.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Modell

    Lord Matic

    Referenz

    5606-7191

    Bekannte Produktionsjahre

    1972-1973

    Gehäusematerial

    Edelstahl

    Bekannte Gehäusegrößen36 mm oder 37 mm, ohne Krone
    WerkAutomatikkaliber 5606A
    Bekannte Steinanzahlen23 oder 25 Steine
    Bekannte ZifferblattvariantenSilberner Sonnenschliff, brauner Verlauf oder silberne Leinenstruktur mit schwarzen römischen Ziffern
    KalenderTages- und Datumsanzeige, englische und japanische Kanji-Tagesscheiben bekannt
    Bekanntes ArmbandSigniertes Seiko LM Reiskornarmband

    Die bekannten Ausführungen

    Die 5606-7191 ist nicht auf eine einzige Zifferblattgestaltung festgelegt. Silberne Sonnenschliffzifferblätter tragen applizierte, facettierte Indizes, während die braune Verlaufsausführung applizierte Stundenzeichen vor einem dunkleren Rand zeigt. Das silberne Leinenzifferblatt verändert den Charakter deutlicher, mit strukturierter Oberfläche, gedruckten schwarzen römischen Ziffern und schwarzen Zeigern.

    Tages- und Datumsanzeigen mit englischer und japanischer Kanji-Beschriftung sind bei dieser Referenz bekannt. Auch die Werkangaben verlangen eine differenzierte Betrachtung: Von uns geprüfte Exemplare enthalten das automatische 5606A mit 23 oder 25 Steinen. Die Steinzahl allein entscheidet daher nicht über die Echtheit. Stehen ein lebhaftes, aber beschädigtes Zifferblatt und ein zurückhaltenderes silbernes Blatt mit unberührter Oberfläche zur Wahl, verdient das silberne den Vorzug.

    Am Handgelenk

    Bekannte Gehäuse messen ohne Krone 36 oder 37 mm. Dieser Unterschied ist weniger prägend als die weite Zifferblattöffnung und die kantige Gehäuseform. Das Fenster für Wochentag und Datum bei drei Uhr verleiht der Uhr mehr optische Präsenz als einer schlichten Anzuguhr, während die applizierten Elemente der Sonnenschliffausführungen das Licht markant aufnehmen.

    Der kompakte Durchmesser passt gut unter eine Manschette und bewahrt die zeittypischen Proportionen der Lord Matic. Für die braune Verlaufsausführung ist ein facettiertes Glas bekannt, dessen kräftige Reflexe sich deutlich von der ruhigeren Wirkung des Leinenzifferblatts unterscheiden. Auch das Armband verändert den Eindruck: Ein signiertes Reiskornarmband lässt die Ausführung mit römischen Ziffern förmlicher erscheinen. Eine mögliche Dehnung des Armbands ist jedoch stets unabhängig vom Zustand des Uhrenkopfs zu beurteilen.

    Typische Schwachstellen

    Schäden am Zifferblatt sind der folgenreichste sichtbare Mangel. Abrieb und Verfärbungen können sich entlang der äußeren Minuterie sammeln, obwohl die Mitte noch ansprechend wirkt. Feuchtigkeitsflecken oder eine Neubedruckung nehmen Sonnenschliff- und Leinenoberflächen den Kontrast, der ihren Charakter bestimmt. Ein Servicezifferblatt wäre ein echtes Ersatzteil des Herstellers und keine Neubedruckung. Ohne Beleg sollte jedoch keines von beiden als ursprüngliches Zifferblatt bezeichnet werden.

    Beim Polieren verliert zuerst die kantige Geometrie des Gehäuses an Präzision. Abgerundete Übergänge treten an die Stelle klar definierter Kanten. Ein gedehntes Armband, oxidierte Zeiger und ersetzte Kronen sind eigenständige Mängel, die auch ein sauberes Zifferblatt nicht ausgleicht. Eine aus korrekt wirkenden, aber ursprünglich nicht gemeinsam ausgelieferten Teilen zusammengesetzte Uhr gilt als Frankenwatch. Ein zeitgenössisch passendes Bauteil beweist nicht, dass es seit 1972 oder 1973 zu genau dieser Uhr gehört.

    Das 5606A ist als mechanisches Werk zu beurteilen. Ein drehender Rotor und ein laufendes Werk genügen nicht. Einzelne Gangmessungen belegen keine Wartungshistorie, und ohne Rechnung bleibt diese unbekannt. Die Kalenderfunktion sollte bis zu einer Prüfung vorsichtig behandelt werden, denn die Tages- und Datumsanzeige ist ein wesentliches Merkmal dieser Referenz und keine beiläufige Zusatzfunktion.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56061968-1976Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblatt- und Zeigerkonfiguration: Silberne Sonnenschliffzifferblätter sind mit applizierten, facettierten Indizes und Zeigern mit dunklen Mittelstreifen bekannt. Braune Verlaufszifferblätter besitzen applizierte Stundenzeichen und Stabzeiger mit weißen Einlagen, Leinenzifferblätter dagegen schwarze römische Ziffern und schwarze Zeiger.
    • Werkkennzeichnungen: Das Werk sollte ein automatisches 5606A sein. Exemplare mit 23 und 25 Steinen sind bekannt. Deshalb sind die Kaliberbezeichnung und die Stimmigkeit aller Komponenten aussagekräftiger als eine Prüfung, die allein anhand der Steinzahl bestanden oder nicht bestanden wird.
    • Gehäusegröße und Material: Bekannte Gehäuse der 5606-7191 bestehen aus Edelstahl und messen ohne Krone 36 oder 37 mm. Klar definierte Gehäusekanten sprechen für einen unverfälschten Zustand, während abgerundete Übergänge auf eine Politur und nicht auf eine andere Werksform hinweisen.
    • Tages- und Datumsbaugruppe: Englische und japanische Kanji-Tagesscheiben sind in Verbindung mit einem gerahmten Fenster bei drei Uhr bekannt. Eine korrekt wirkende Scheibe ist nur ein Teil der Beurteilung, denn auch ein zeitlich passendes Ersatzteil beweist nicht, dass die Baugruppe ursprünglich zu dieser Uhr gehörte.
    • Anzeichen für Neubedruckung und Frankenwatch: Die Bedruckung muss zur jeweiligen Zifferblattgestaltung passen: applizierte Elemente bei Sonnenschliff- und Verlaufszifferblättern oder gedruckte schwarze römische Ziffern beim silbernen Leinenzifferblatt. Vermischte Merkmale dieser Ausführungen können auf eine Neubedruckung oder eine Frankenwatch hinweisen.

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