Kaufberatung zur Seiko Lord Matic 5606-5010
Die Seiko Lord Matic 5606-5010 ist eine große Stahlautomatikuhr von 1969-1972, geprägt von TV-Gehäuse, breiter satinierter Lünette und mehreren Zifferblattvarianten.

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Erfahren Sie es zuerst: neue Seiko 5606-5010 im Angebot – und ein Hinweis, bevor die Auktion endet.
28 laufende Seiko-Auktionen ansehenDie Lord Matic 5606-5010 übersetzt Seikos Formensprache der späten 1960er Jahre in ein breites TV-Gehäuse mit markanter Stahlkonstruktion und automatischem Kaliber 5606A. Von uns katalogisierte Exemplare aus den Jahren 1969 bis 1972 messen ohne Krone 40-41 mm. Damit zeigt diese Referenz am Handgelenk deutlich mehr Präsenz, als ihre Entstehungszeit zunächst vermuten lässt.
Bekannt sind Zifferblätter in tiefem Blau, tiefem Schwarz und mit silbernem Sonnenschliff. Für die Auswahl zählt jedoch nicht allein die Farbe. Ein sauberes Zifferblatt, eine schlüssige Gehäusegeometrie und das korrekte 5606A wiegen schwerer als die Wahl der Oberfläche. Eine nicht dokumentierte Wartungshistorie ist dabei als unbekannter Faktor zu behandeln, nicht durch Vermutungen zu erklären.
Modell
Seiko Lord Matic
Referenz
5606-5010
Bekannte Produktionsjahre
1969-1972
Uhrwerk
Automatik-Kaliber 5606A
| Anzahl der Lagersteine | 25 Lagersteine |
| Gehäusedurchmesser | 40-41 mm ohne Krone |
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Bekannte Zifferblattausführungen | Tiefblau, tiefschwarz und Silber mit Sonnenschliff |
| Gehäuseform | TV-Form oder Kissenform mit breiter satinierter Lünette |
Wofür sie konzipiert wurde
Die 5606-5010 gehörte zur Lord Matic Linie, die unterhalb von King Seiko und Grand Seiko angesiedelt war, dabei jedoch das Format einer hochwertigen Automatikuhr bewahrte. Ihr Fertigungszeitraum von 1969-1972 überspannt den gestalterischen Wandel von den späten 1960er Jahren zu den ausdrucksstärkeren 1970er Jahren. Das TV-förmige oder kissenförmige Stahlgehäuse macht diesen Übergang unmittelbar sichtbar.
Die breite satinierte Lünette ist kein beiläufiges Zierelement. Sie bestimmt den gesamten Charakter der Uhr, weshalb verlorene Satinierung oder verrundete Kanten sofort ins Gewicht fallen. Ein silbernes Zifferblatt mit Sonnenschliff betont die Gehäusearchitektur, während tiefblaue und schwarze Ausführungen kräftiger und grafischer wirken.
Worauf es beim Wert ankommt
Der Zustand des Zifferblatts hat das größte Gewicht. Tiefblau, tiefschwarz und Silber mit Sonnenschliff sind belegte Ausführungen, doch die Farbe allein rechtfertigt weder Schäden noch Überarbeitung oder unpassende Ausstattung. Ein sauberes silbernes Blatt ist einem beschädigten blauen vorzuziehen, ein überzeugendes schwarzes Originalblatt wiederum einem attraktiven Neudruck.
Danach folgt die Erhaltung des Gehäuses, denn die 5606-5010 lebt von breiten satinierten Flächen und klar definierten Übergängen. Eine Politur, die den TV-Umriss weichzeichnet, beseitigt gerade jenes Merkmal, das diese Referenz von einer konventionellen runden Lord Matic unterscheidet. Auch das Kaliber 5606A muss vorhanden sein. Ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie dennoch unbekannt.
Der richtige Ausgangspunkt
Betrachten Sie Zifferblatt und Gehäuse stets als Einheit. Die überzeugendste Wahl verbindet ein unbeschädigtes Blatt, zusammengehörige applizierte Elemente und eine breite Lünette, deren Satinierung noch klar erkennbar ist. Geringe äußere Tragespuren wiegen weniger schwer als eine Überarbeitung oder ein aus der Form poliertes Gehäuse.
Stehen ein saubereres Exemplar mit 40 mm und eine stärker getragene Uhr mit 41 mm zur Wahl, verdient der bessere Zustand den Vorrang. Der gemessene Millimeter ist keine eigenständige Variante. Beim Zifferblatt macht Silber mit Sonnenschliff die Geometrie besonders gut lesbar, während Blau und Schwarz die applizierten Indizes stärker hervorheben. Entscheidend ist die bestmögliche Erhaltung von Blatt und Gehäuse, nicht die auffälligste Farbe.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 5606 | 1968-1976 | Produktionszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattausstattung und LM-Emblem: Bekannte Zifferblätter der 5606-5010 besitzen applizierte silberfarbene Stundenindizes und ein appliziertes LM-Emblem. Flache Ersatzteile, uneinheitlich ausgeführte Indizes oder ein Druckbild, das nicht zur applizierten Ausstattung passt, können auf einen Neudruck oder eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr hinweisen.
- Gehäuseform und Oberflächenfinish der Lünette: Das Stahlgehäuse sollte seinen breiten TV-förmigen oder kissenförmigen Umriss sowie die breite satinierte Lünette bewahrt haben. Weiche Außenübergänge, verwischte Satinierung oder ein verrundetes Profil weisen auf eine Politur hin, welche die charakteristische Geometrie dieser Referenz wesentlich verändert hat.
- Werk-Kaliber: Als Werk gehört das automatische 5606A in diese Referenz, bei bekannten Exemplaren mit 25 Lagersteinen angegeben. Ein anderes Kaliber entspricht nicht der belegten Konfiguration und begründet den Verdacht, dass Gehäuse und Werk nachträglich miteinander kombiniert wurden.
- Bekannte Zifferblattkonfigurationen: Tiefblaue, tiefschwarze und silberne Zifferblätter mit Sonnenschliff sind für die 5606-5010 belegt. Eine andere Ausführung verlangt Nachweise, die hier nicht vorliegen. Zugleich kann auch jede bekannte Farbe überarbeitet sein, statt aus ursprünglicher Fertigung zu stammen.
- Stimmigkeit von Gehäuse und Zifferblatt: Ein stark getragenes Gehäuse mit unnatürlich makellosem Zifferblatt verdient ebenso genaue Prüfung wie ein sauberes Gehäuse um ein feuchtigkeitsgeschädigtes Blatt. Keine dieser Abweichungen beweist für sich allein eine Veränderung, doch sie kann ersetzte Teile oder eine Überarbeitung erkennen lassen.
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