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    Omega Genève 166.099, die kompakte Tonneau-Automatikuhr

    Die Omega Genève Referenz 166.099 ist eine Automatikuhr von 1971-1972 im 35-mm-Tonneaugehäuse aus Edelstahl, erhältlich mit Kaliber 1480 oder 1481.

    Omega - Genève - 166099

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    Die Referenz 166.099 ist die passende Genève für Liebhaber der frühen Omega-Tonneauform der 1970er Jahre, die kein großes Gehäuse wünschen. Ihr 35-mm-Edelstahlgehäuse wirkt am Handgelenk präsenter als eine gleich breite runde Uhr. Das silberne Zifferblatt mit Sonnenschliff und die applizierten Indizes mit schwarzen Akzenten verleihen der markanten Geometrie zugleich Klarheit und Ruhe.

    Entscheidend ist weniger das Baujahr, denn der bekannte Produktionszeitraum umfasst lediglich 1971-1972. Wichtiger sind die Wahl zwischen Kaliber 1480 und Kaliber 1481 sowie vor allem der Zustand des Zifferblatts. Ein sauberes Blatt verdient Vorrang vor einem optisch schärferen Armband oder einer nicht belegten Wartungsangabe.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Referenz

    166.099

    Modell

    Genève

    Bekannte Produktionsjahre

    1971-1972

    Gehäusematerial

    Edelstahl

    Gehäusegröße35 mm ohne Krone
    GehäuseformTonneau
    WerktypAutomatik
    Bekannte Kaliber1480 und 1481
    Dokumentierte Steinzahl17 Steine für Kaliber 1480
    Bekanntes ZifferblattSilberner Sonnenschliff mit applizierten Indizes und schwarzen Akzenten

    Das Modellspektrum

    Das bekannte Spektrum der Referenz 166.099 ist überschaubar, aber keineswegs einheitlich. Sowohl Kaliber 1480 als auch Kaliber 1481 kommen in 35-mm-Edelstahlgehäusen vor. Die silbernen Zifferblätter mit Sonnenschliff reichen von sehr sauberen Oberflächen bis zu gleichmäßig verteilten Oxidationspunkten. Für Kaliber 1480 sind 17 Steine dokumentiert. Die vorliegenden Belege nennen für Kaliber 1481 keine Steinzahl, daher sollte hierzu keine Annahme getroffen werden.

    An erster Stelle steht die Qualität des Zifferblatts, danach folgt die erhaltene Gehäusegeometrie. Eine saubere Sonnenschliffoberfläche mit stimmigem Druck ist deutlich begehrenswerter als ein Blatt mit sternstaubartiger Oxidation. Erhaltene Fasen zählen mehr als ein auffällig glänzendes, stark poliertes Gehäuse. Ein signiertes Flachgliederarmband schafft zeittypische Geschlossenheit, sofern vorhanden, doch es ist nicht für jedes Exemplar als ursprüngliche Ausstattung belegt. Zwischen einem fleckigen Blatt am Armband und einem sauberen Blatt ohne dieses Armband ist das saubere Zifferblatt vorzuziehen.

    Am Handgelenk

    Mit 35 mm ohne Krone trägt sich das Tonneaugehäuse breiter, als die reine Maßangabe vermuten lässt. Der Gehäusekörper umschließt das Zifferblatt großzügig, statt sich zu klassischen Bandanstößen hin deutlich zu verjüngen. Die Formensprache ist unverkennbar von den 1970er Jahren geprägt. Zugleich wirken das silberne Sonnenschlifffinish und die schwarzen Einlagen zurückhaltend genug für die Hemdmanschette. Die Uhr passt besonders gut an schmalere Handgelenke, verschwindet dank ihrer Geometrie aber auch an kräftigeren nicht.

    Die Ablesbarkeit hängt wesentlich vom Oberflächenzustand ab. Applizierte Indizes mit schwarzen Akzenten und passende Stabzeiger heben sich klar von einem sauberen Silberblatt ab. Flächige Oxidation schwächt dagegen den Kontrast und lässt die Gestaltung unruhiger erscheinen. Zur Bauhöhe liefern die bekannten Exemplare keine belastbare Angabe, deshalb sollte über die Manschettentauglichkeit jenseits des kompakten Durchmessers nicht spekuliert werden.

    Typische Schwachstellen

    Schäden am Zifferblatt wiegen am schwersten. Die silberne Sonnenschliffoberfläche kann eine verstreute, sternstaubartige Oxidation entwickeln. Eine Aufarbeitung beseitigt zugleich den ursprünglichen Oberflächencharakter, selbst wenn das Ergebnis auf Bildern zunächst sauberer erscheint. Leichte Oxidation an den Zeigern ist weniger gravierend als ein neu gestaltetes Zifferblatt. Unpassende oder frisch lackierte Zeiger können hingegen auf erneuerte Leuchtmasse oder ausgetauschte Teile statt auf ehrliche Alterung hinweisen.

    Durch Polieren verliert das Tonneaugehäuse rasch an Definition. Zuerst werden die Fasen weich, anschließend verschwimmen die Übergänge und das kompakte Gehäuse wirkt aufgedunsen. Flachgliederarmbänder können sich längen. Austauschbare Komponenten wie Krone und Glas sollten sachlich benannt werden, statt sie hinter einer pauschalen Behauptung vollständiger Originalität zu verbergen. Ein anderes Kaliber als 1480 oder 1481 verlangt eine schlüssige Erklärung, da nur diese beiden Ausführungen hier belegt sind.

    Ohne datierte Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt. Gute Messwerte auf der Zeitwaage belegen keine vollständige Revision. Ebenso gleicht eine bloße Wartungsangabe weder Oxidation noch verrundete Gehäuselinien oder eine zusammengesetzte Kombination aus Werk und Gehäuse aus. Die Zustandsbewertung sollte daher von den sichtbaren Eigenschaften der Uhr ausgehen, allen voran von Zifferblatt und Gehäuse.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    320000001971ungefähr, ±1-3 Jahre
    330000001972ungefähr, ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblattkonfiguration: Bekannte Zifferblätter sind silbern, mit Sonnenschliff und applizierten Indizes samt schwarzen Akzenten. Flächiger Lack, fehlende Schliffstruktur oder ein Druck, der frisch über Oxidation aufgebracht wirkt, sprechen eher für eine Neugestaltung als für normale Alterung.
    • Zusammenspiel von Zeigern und Zifferblatt: Bekannte Exemplare tragen Stabzeiger mit schwarzen Einlagen, die gestalterisch den applizierten Indizes entsprechen. Frisch wirkende Leuchtmasse, uneinheitliche Oxidation oder eine abweichende Zeigerform können auf erneuerte Leuchtmasse oder ausgetauschte Teile hinweisen.
    • Gehäuseform: Das Edelstahlgehäuse misst 35 mm ohne Krone und besitzt einen Tonneauumriss. Erhaltene Fasen und klar erkennbare, gebürstete Übergänge stützen die korrekte Geometrie, während weiche Kanten eine Politur erkennen lassen.
    • Werk-Kaliber: Die Referenz 166.099 ist mit den Automatikkalibern 1480 und 1481 belegt. Jedes andere Kaliber verlangt eine dokumentierte Erklärung. Die anhand der Seriennummer geschätzte Datierung sollte zudem mit 1971-1972 vereinbar sein.
    • Beurteilung des Armbands: Ein signiertes Flachgliederarmband ist für diese Referenz bekannt, jedoch nicht als allgemeine Ausstattung jedes Exemplars belegt. Signatur, Passung und Längung sind getrennt zu beurteilen. Das Armband allein beweist nicht die vollständige Originalität der Uhr.

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