Omega Genève 166.041, das sollten Sie vor dem Kauf wissen
Die Omega Genève 166.041 ist eine kompakte Automatikuhr der späten 1960er Jahre, vorzugsweise in Stahl, mit sauberem silbernem Sonnenschliffblatt und prägnantem Tonneaugehäuse.

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Die Omega Genève 166.041 empfiehlt sich als kompakte Automatikuhr für den regelmäßigen Einsatz, nicht als empfindliche reine Anzuguhr für besondere Anlässe. Sie entstand von 1968 bis 1970 und verbindet ein Tonneaugehäuse mit Kaliber 565 und einem silbernen Sonnenschliffblatt. Damit steht sie exemplarisch für Omegas sich wandelnde Formensprache am Ende der 1960er Jahre.
Stahl ist die überzeugendere Ausführung. Die vergoldete Alternative wirkt wärmer und misst 35 mm statt der bei Stahlgehäusen dokumentierten 34 mm, doch Abrieb an den Bandanstößen lässt sich durch eine Revision nicht rückgängig machen. Unter den von uns begutachteten Genève Uhren überzeugen jene 166.041 am stärksten, die ein sauberes Zifferblatt mit klar erhaltenen Gehäuselinien verbinden, statt von Politur oder Bandwirkung abzulenken.
Referenz
166.041
Modell
Genève
Produktionsjahre
1968-1970
Uhrwerk
Automatisches Omega Kaliber 565
| Lagersteine | 24 Lagersteine |
| Gehäusegröße in Stahl | 34 mm ohne Krone |
| Gehäusegröße, vergoldet | 35 mm ohne Krone |
| Gehäusematerialien | Edelstahl oder vergoldet mit Edelstahlboden |
| Zifferblatt | Silberner Sonnenschliff mit aufgesetzten Indizes |
| Gehäuseform | Tonneau |
Die Modellvarianten
Die Referenz gliedert sich klar in Gehäuse aus Edelstahl sowie vergoldete Gehäuse mit Edelstahlboden. Stahlausführungen sind ohne Krone mit 34 mm dokumentiert, die vergoldete Variante mit 35 mm. Beide bewahren dennoch das kompakte Profil des Tonneaugehäuses. Stehen eine scharf konturierte Stahluhr und eine ähnlich bewertete vergoldete Uhr mit sichtbarem Abrieb zur Wahl, ist Stahl vorzuziehen.
Wiederkehrendes Merkmal ist das silberne Zifferblatt mit radialem Sonnenschliff und aufgesetzten Indizes. Einige Indizes besitzen schwarze Mitteleinlagen, während goldfarbene Zifferblattelemente zum vergoldeten Gehäuse gehören. Die Armbänder reichen von passenden Stahlkonstruktionen bis zum Milanaisegeflecht. Ein Band sollte die Uhr ergänzen, nicht von einem fleckigen Zifferblatt oder weich polierten Gehäusekonturen ablenken.
Am Handgelenk
Mit 34 mm trägt sich die 166.041 in Stahl kompakt, während ihr Tonneauumriss optisch mehr Breite vermittelt als ein streng rundes Gehäuse gleichen Durchmessers. Facettierte, aufgesetzte Indizes gliedern die silberne Sonnenschlifffläche. Die schwarzen Einlagen mancher Stahlmodelle steigern zusätzlich den Kontrast. Unter einer Hemdmanschette wirkt die Uhr selbstverständlich, ohne die Dimensionen heutiger Großuhren nachzuahmen.
Kaliber 565 kennzeichnet diese Genève als Automatikmodell und nicht als handaufgezogene Anzuguhr. Ohne Belege bleibt die Wartungsgeschichte jeder einzelnen gebrauchten Omega Genève unbekannt, deshalb sind Gangverhalten und Aufzugsfunktion individuell zu beurteilen. Ein passendes Armband stärkt den historischen Charakter, doch gedehnte Glieder oder schlecht anliegende Endstücke dürfen bei der Bewertung nie wichtiger sein als Zifferblatt und Gehäuse.
Typische Schwachstellen
Schäden am Zifferblatt wiegen am schwersten. Flecken, Alterungsspuren und beeinträchtigte Leuchtmasse kommen auf dem silbernen Sonnenschliffblatt vor. Ein nachbearbeitetes Zifferblatt mindert die sammlerische Wirkung stärker als gewöhnliche Tragespuren am Gehäuse. Ein originales Austauschblatt ist von einer Neulackierung zu unterscheiden, doch ohne Unterlagen oder referenzspezifische Werksbelege darf allein aus auffälliger Sauberkeit kein Schluss gezogen werden.
Bei vergoldeten Gehäusen zeigt sich Abrieb zuerst an exponierten Kanten und rund um die Bandanstöße. Keine gewöhnliche Revision stellt diese Oberfläche ohne Neuvergoldung wieder her. Wiederholtes Polieren verwischt die Linien des Tonneaugehäuses, Armbänder können sich dehnen und Ersatzkronen die zeitliche Geschlossenheit beeinträchtigen. Bei Kaliber 565 sind Korrosion, beschädigte Schraubenköpfe oder unpassende Komponenten bedeutsamer als kosmetischer Glanz, denn sie können auf unsachgemäße Wartung oder einen Zusammenbau aus fremden Teilen hinweisen.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 1000000 | 1902 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 2000000 | 1908 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 3000000 | 1912 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 4000000 | 1916 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 5000000 | 1923 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 6000000 | 1925 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 7000000 | 1929 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 8000000 | 1935 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 9000000 | 1939 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 10000000 | 1944 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 11000000 | 1947 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 12000000 | 1950 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 13000000 | 1952 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 14000000 | 1954 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 15000000 | 1956 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 16000000 | 1958 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 17000000 | 1960 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 18000000 | 1961 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 19000000 | 1962 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 20000000 | 1963 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 21000000 | 1964 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 22000000 | 1965 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 24000000 | 1966 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 25000000 | 1967 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 26000000 | 1968 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 28000000 | 1969 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 31000000 | 1970 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 32000000 | 1971 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 33000000 | 1972 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 35000000 | 1973 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 37000000 | 1974 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 39000000 | 1975 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 40000000 | 1976 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 41000000 | 1977 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 42000000 | 1978 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 43000000 | 1979 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 44000000 | 1980 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 45000000 | 1982 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 46000000 | 1984 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 47000000 | 1985 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 48000000 | 1986 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 49000000 | 1988 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 50000000 | 1990 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 53000000 | 1993 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 54000000 | 1995 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 56000000 | 1996 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 58000000 | 1998 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
| 60000000 | 2000 | ungefähr, ±1-3 Jahre |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
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Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattdruck und Appliken: Das etablierte Zifferblatt ist silbern, radial sonnengeschliffen und mit aufgesetztem Omega Schriftzug sowie aufgesetzten Indizes versehen. Flächiger Farbauftrag, ungleichmäßiger Modellschriftzug oder zur Stahl- beziehungsweise vergoldeten Ausführung unpassende Appliken sprechen für eine Neulackierung oder vermischte Teile.
- Zeiger und Leuchtmasse: Die Zeiger müssen zusammen mit der Form der aufgesetzten Indizes und etwaigen Resten der Leuchtmasse ein schlüssiges Gesamtbild ergeben. Eine abweichende Farbe der Leuchtmasse ist für sich kein Beweis, doch gealterte Leuchtpunkte zusammen mit frisch leuchtenden Zeigern können auf erneuerte Leuchtmasse oder einen Zeigertausch hindeuten.
- Gehäuse und Gehäuseboden: Das Gehäuse sollte seinen erkennbaren Tonneauumriss und klar definierte Übergänge bewahrt haben, statt nach wiederholtem Polieren weich und rund zu wirken. Ein vergoldetes Gehäuse mit Edelstahlboden ist für diese Referenz dokumentiert und daher nicht automatisch ein Zusammenbau aus fremden Teilen.
- Werkspezifikation: Verbaut sein sollte ein automatisches Omega Kaliber 565 mit der Kennzeichnung für 24 Lagersteine. Ein anderes Kaliber, ein nicht stimmiger Werkzustand oder Anzeichen für einen fehlerhaften Sitz des Werks können auf eine aus mehreren Uhren zusammengesetzte Einheit oder fremde Komponenten hinweisen.
- Vergoldung und Bandsitz: Bei der vergoldeten Ausführung sind die Kanten der Bandanstöße und die exponierten Gehäuseecken auf Abrieb bis zum Grundmetall zu prüfen. Bei Uhren am Metallband gelten gedehnte Glieder und schlecht sitzende Endstücke als Zustandsmängel, sie können zudem ein später ergänztes, lediglich zeittypisches Band erkennen lassen.
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