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    Vintage Omega Seamaster Cosmic, empfehlenswerte Exemplare und typische Mängel

    Eine Vintage Omega Seamaster Cosmic überzeugt mit originalem Zifferblatt, stimmiger Einheit aus Gehäuse und Werk sowie klar erhaltenen Linien des Monocoque-Gehäuses.

    Omega - Seamaster Cosmic - 166022

    Jetzt live

    Die Seamaster Cosmic steht für Omegas Abkehr vom klassischen Rundgehäuse in den späten 1960er-Jahren. Ihr von vorn zu öffnendes Monocoque-Gehäuse kommt ohne den üblichen abnehmbaren Gehäuseboden aus. Zusammen mit der fließenden Gehäuseform und dem silbernen Sonnenschliff-Zifferblatt verkörpert sie die Weltraumästhetik der Jahre 1967-1970.

    Zunächst stellt sich die Frage nach Handaufzug oder Automatik. Die 35 mm großen Referenzen 136.017 und 136.017 SP sind mit dem Handaufzugskaliber 613 ausgestattet, während in der ebenfalls 35 mm großen 166.026 das automatische Kaliber 562 mit 24 Lagersteinen arbeitet. Wichtiger als die Aufzugsart ist jedoch ein sauber erhaltenes Originalzifferblatt. Eine Neulackierung mindert die Attraktivität für Sammler stärker als übliche Gehäusespuren. Fadenkreuz-Zifferblätter verlangen besondere Aufmerksamkeit, weil sich ihre präzise Geometrie nur schwer überzeugend nachbilden lässt.

    Sammlerratgeber zu Omega

    Bekannte Produktionsjahre

    1967-1970

    Dokumentierter Gehäusedurchmesser

    35 mm ohne Krone

    Gehäusekonstruktion

    Von vorn zu öffnendes Monocoque-Gehäuse

    Werk der 136.017

    Omega Handaufzugskaliber 613

    Werk der 136.017 SPOmega Handaufzugskaliber 613
    Werk der 166.026Automatisches Omega Kaliber 562
    Lagersteine der 166.02624 Lagersteine
    Dokumentiertes GehäusematerialEdelstahl
    Dokumentierte ZifferblattvariantenSilberner Sonnenschliff, einschließlich Fadenkreuz-Ausführungen

    Die Modellvarianten im Überblick

    Die Handaufzugsreferenzen 136.017 und 136.017 SP verbinden das Kaliber 613 mit einem silbernen Sonnenschliff-Zifferblatt, aufgesetzten Indizes mit schwarzen Einlagen und einem 35 mm großen Edelstahlgehäuse. Das von uns begutachtete SP-Exemplar mit Fadenkreuz-Zifferblatt trug zudem ein zeitgenössisch korrektes Reiskornband. Dessen Epoche allein belegt jedoch nicht, dass genau dieses Band ursprünglich mit der betreffenden Uhr ausgeliefert wurde. Konstruktion und Anschluss müssen schlüssig zum Gehäuse passen.

    Die automatische 166.026 behält den dokumentierten Durchmesser von 35 mm bei, bietet mit dem Kaliber 562 und seinen 24 Lagersteinen jedoch einen anderen Bedienkomfort. Stehen eine Automatik mit neu lackiertem Fadenkreuz-Zifferblatt und eine Handaufzugsuhr mit sauberem Originaldruck zur Wahl, ist die ehrliche 136.017 vorzuziehen. Ein authentisches Zifferblatt lässt sich nicht sinnvoll durch die Bequemlichkeit des automatischen Aufzugs ersetzen.

    Am Handgelenk

    Mit 35 mm ohne Krone trägt sich die Seamaster Cosmic wie eine kompakte Uhr der späten 1960er-Jahre und nicht wie ein verkleinertes modernes Sportmodell. Das Monocoque-Gehäuse erzeugt ein geschlossenes, fließendes Profil. Aufgesetzte Indizes mit schwarzen Einlagen verleihen dem silbernen Sonnenschliff-Zifferblatt gute Ablesbarkeit, ohne es optisch zu beschweren. Ein Fadenkreuz wirkt technischer, offenbart aber auch mangelhafte Überarbeitungen sofort, etwa wenn die Linien das Zentrum verfehlen oder den Zifferblattdruck unlogisch schneiden.

    Unter einer Hemdmanschette wirkt das Gehäuse besonders stimmig, weil kein konventioneller Gehäuseboden die Form optisch unterbricht. Am Reiskornband erscheint die 136.017 SP legerer als am Lederband. Dehnung und schlecht sitzende Endglieder sind jedoch handfeste Mängel. Ohne Nachweis der ursprünglichen Zugehörigkeit rechtfertigt selbst ein zeitgenössisch korrektes Band keinen Aufpreis für Originalität.

    Typische Schwachstellen

    Ein neu lackiertes Zifferblatt ist der folgenreichste Fehlkauf. Beim Sonnenschliff kann die gleichmäßige radiale Struktur verloren gehen, Fadenkreuzlinien können den Aufdruck falsch schneiden, und aufgesetzte Indizes mit schwarzen Einlagen passen mitunter nicht mehr schlüssig zu den Zeigern. Ein originales Service-Zifferblatt ist von einer Neulackierung zu unterscheiden, bleibt aber ein Ersatzteil und sollte entsprechend bezeichnet werden.

    Zu starkes Polieren verrundet die charakteristischen Linien der Seamaster Cosmic und schwächt jene fließende Form, die das Modell auszeichnet. Ein ausgeleiertes Band zeigt dauerhaften Verschleiß, keine Patina. Nicht zusammengehörige Werke und Gehäuse ergeben auch dann eine zusammengesetzte Uhr, wenn jedes einzelne Bauteil echt von Omega stammt. Da der Zugang zum Werk bei der Frontlader-Konstruktion nicht über einen abnehmbaren Boden erfolgt, verdienen unsaubere Öffnungsspuren am Gehäuse oder im Bereich des Glases besondere Beachtung.

    Die Seriennummer kann eine ungefähre Datierung stützen, aber die Originalität nicht allein belegen. Eine Uhr aus dem Zeitraum 1967-1970 sollte sowohl zum näherungsweisen Omega-Nummernbereich als auch zur für ihre Referenz korrekten Werkfamilie passen. Die Wartungshistorie ist häufig unbekannt. Ohne Belege sagt die Angabe einer Wartung weder zuverlässig aus, welche Teile ersetzt wurden, noch wie sorgfältig man das Gehäuse behandelt hat.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    1,000,0001902ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    2,000,0001908ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    3,000,0001912ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    4,000,0001916ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    5,000,0001923ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    6,000,0001925ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    7,000,0001929ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    8,000,0001935ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    9,000,0001939ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    10,000,0001944ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    11,000,0001947ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    12,000,0001950ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    13,000,0001952ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    14,000,0001954ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    15,000,0001956ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    16,000,0001958ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    17,000,0001960ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    18,000,0001961ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    19,000,0001962ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    20,000,0001963ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    21,000,0001964ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    22,000,0001965ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    24,000,0001966ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    25,000,0001967ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    26,000,0001968ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    28,000,0001969ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    31,000,0001970ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    32,000,0001971ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    33,000,0001972ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    35,000,0001973ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    37,000,0001974ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    39,000,0001975ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    40,000,0001976ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    41,000,0001977ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    42,000,0001978ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    43,000,0001979ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    44,000,0001980ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    45,000,0001982ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    46,000,0001984ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    47,000,0001985ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    48,000,0001986ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    49,000,0001988ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    50,000,0001990ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    53,000,0001993ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    54,000,0001995ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    56,000,0001996ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    58,000,0001998ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre
    60,000,0002000ungefähr, Abweichung ±1-3 Jahre

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Übereinstimmung von Referenz und Werk: Eine 136.017 oder 136.017 SP muss zur hier dokumentierten Ausführung mit Handaufzugskaliber 613 passen. Für eine 166.026 ist das automatische Kaliber 562 mit 24 Lagersteinen die schlüssige Konfiguration. Abweichungen können auf eine nicht ursprüngliche Zusammenstellung von Gehäuse und Werk hinweisen.
    • Zifferblattkonstruktion: Die dokumentierten silbernen Sonnenschliff-Zifferblätter besitzen aufgesetzte Indizes mit schwarzen Einlagen. Bei Fadenkreuz-Ausführungen müssen sich die senkrechte und waagerechte Linie sauber im Zentrum treffen und logisch mit dem aufgedruckten Text zusammenspielen. Unstimmigkeiten sprechen für eine nähere Prüfung.
    • Monocoque-Gehäuse: Die Seamaster Cosmic verwendet ein von vorn zu öffnendes Monocoque-Gehäuse anstelle eines konventionellen abnehmbaren Gehäusebodens. Eine abweichende Bodenkonstruktion, ein beschädigter Öffnungsbereich oder eine inkompatible Kombination aus Gehäuse und Werk verlangt eine schlüssige Erklärung.
    • Gehäusegeometrie: Das fließend geformte Gehäuse sollte klar definierte Übergänge und stimmige Kanten bewahrt haben. Starkes Polieren verrundet diese Linien und verändert das charakteristische Profil des Modells, selbst wenn die Edelstahloberfläche auf Fotografien gleichmäßig hell und ansprechend erscheint.
    • Passform des Armbands: Ein Reiskornband kann für die 136.017 SP zeitgenössisch korrekt sein, belegt aber nicht die ursprüngliche Auslieferung an genau dieser Uhr. Die Endglieder sollten sauber am Gehäuse anliegen. Sichtbare Dehnung ist als Verschleiß und nicht als Patina zu bewerten.

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