Seiko 6206-8990 Seikomatic Weekdater für Sammler
Die Seiko 6206-8990 ist eine automatische Weekdater von 1964-1965. Entscheidend sind ihr silbernes Sonnenschliffblatt, die stimmige Kalenderanordnung und der Gehäusezustand.

Jetzt live
Die Seikomatic Weekdater 6206-8990 trennt ihre Kalenderanzeigen: Der ausgeschriebene Wochentag sitzt bei sechs Uhr, während das silberne Sonnenschliffblatt ausgewogen bleibt. Mit dem automatischen Kaliber 6206A entstand sie 1964-1965, in einer kurzen Phase, in der eine praktische Kalenderuhr ebenso selbstverständlich zur formellen Garderobe passte. Applizierte, facettierte Indizes geben dem Blatt Struktur, ohne mit Tag und Datum zu konkurrieren.
Besonders überzeugend ist die Stahlversion mit einem glaubwürdig erhaltenen Zifferblatt und klaren Gehäusekanten. Vergoldete EGP-Ausführungen besitzen ausgeprägten Zeitkolorit, doch freiliegendes Grundmetall an den Bandanstößen lässt sich durch eine gewöhnliche Wartung nicht beheben. Zwischen einer scharf erhaltenen Stahluhr mit leichter Fleckenbildung und einem Exemplar mit durchgeriebener Vergoldung ist Stahl meist die vernünftigere Wahl.
Referenz
6206-8990
Modell
Seikomatic Weekdater
Belegte Produktionsjahre
1964-1965
Werk
Automatisches Seiko Kaliber 6206A
| Steinzahl | 26 Steine |
| Gehäusegröße | 36-37 mm ohne Krone |
| Gehäusematerialien | Edelstahl oder vergoldetes EGP über Edelstahl |
| Zifferblatt | Silberner Sonnenschliff mit applizierten facettierten Indizes |
| Kalenderanordnung | Getrennte Anzeigen für Wochentag und Datum, Wochentag bei sechs Uhr |
Modellvarianten und Qualitätsrangfolge
Die Referenz 6206-8990 ist in Edelstahl sowie als vergoldete EGP-Ausführung bekannt. Beide erscheinen mit silbernem Sonnenschliffblatt und applizierten, facettierten Indizes. Der Gehäusedurchmesser liegt ohne Krone bei 36 mm bis 37 mm. Stahl wirkt zurückhaltender und vielseitiger, Goldton deutlicher wie eine elegante Uhr der Jahrhundertmitte.
An erster Stelle steht die Zifferblattqualität, danach folgen Gehäusezustand und Mechanik. Ein leicht fleckiges Werksblatt ist einem sauber wirkenden, aber neu bedruckten Blatt vorzuziehen. Scharfe Bandanstöße sind wertiger als rundpolierte Konturen, bei EGP muss zudem die Vergoldung intakt sein. Das automatische 6206A sollte mit Gehäuse und Blatt eine schlüssige Einheit bilden, nicht eine nachträglich zusammengestellte Uhr.
Wirkung am Handgelenk
Mit 36-37 mm ohne Krone besitzt die 6206-8990 mehr Präsenz als viele formelle Uhren ihrer Epoche, ohne breit oder schwer zu wirken. Das Wochentagsfenster bei sechs Uhr verankert die untere Blatthälfte, das getrennte Datum bleibt gut ablesbar. Facettierte Indizes reflektieren Licht auf dem silbernen Sonnenschliff und erhalten die Übersicht auch bei leichter Fleckenbildung.
Das Stahlgehäuse passt zur Alltagskleidung ebenso wie zur formellen Garderobe. Vergoldete EGP-Exemplare setzen einen stärkeren historischen Akzent, zeigen jedoch bei jeder Bewegung deutlich den Zustand ihrer Beschichtung. Eine belastbare Angabe zur Höhe liegt nicht vor. Aus dem bekannten Durchmesser lässt sich daher weder die vollständige Tragewirkung noch der Sitz unter einer engen Manschette sicher ableiten.
Typische Schwachstellen
Zifferblattschäden wiegen besonders schwer. Silberne Sonnenschliffblätter können Flecken entwickeln, während eine Überarbeitung die ursprüngliche Struktur beseitigt oder unscharfe Kalenderschrift hinterlässt. Ein Werksserviceblatt ist kein neu bedrucktes Blatt, bleibt aber ein Ersatzteil und sollte entsprechend bezeichnet werden.
Bei vergoldeten Gehäusen zeigt sich Abrieb zuerst an Kanten und Bandanstößen. Polieren rundet bei Stahl und EGP die Konturen ab, verlorenes Material lässt sich nicht glaubwürdig zurückbringen. Wochentag und Datum müssen vollständig schalten und mittig in ihren Fenstern stehen. Eine zu hohe oder tiefe Anzeige weist auf einen Kalenderfehler hin.
Ersatzkronen, unpassende Zeiger oder getauschte Werke können aus einer überzeugenden Uhr eine zusammengesetzte machen. Eine einzige verbindliche Werksform für Krone und Zeiger ist anhand der vorliegenden Belege nicht festgelegt. Das Werk muss als Kaliber 6206A mit 26 Steinen gekennzeichnet sein. Ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt, auch ein sauberes Erscheinungsbild beweist keine kürzlich erfolgte Revision.
Diese Uhr datieren
| Seriennummernbereich / Kaliber | Jahr | Hinweis |
|---|---|---|
| 6206 | 1963-1968 | Produktionszeitraum des Kalibers |
Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.
Entschlüsseln Sie Ihre Seriennummer mit unserem kostenlosen Tool
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattkonfiguration und Druckbild: Ein bekanntes Blatt der 6206-8990 besitzt silbernen Sonnenschliff, applizierte facettierte Indizes und den ausgeschriebenen Wochentag bei sechs Uhr. Eine flache Oberfläche, verlorene Schliffstruktur oder abweichende Kalenderschrift sprechen für eine Neubearbeitung.
- Werkidentität: Das Werk muss als Kaliber 6206A ausgewiesen sein und 26 Steine besitzen. Ein anderes Kaliber ist kein belangloser Wartungsersatz, sondern kann auf ein Fremdwerk oder eine aus mehreren Uhren zusammengesetzte Ausführung hinweisen.
- Gehäusematerial und Abnutzung: Die Referenz ist in Edelstahl sowie als vergoldetes EGP über Edelstahl belegt. Freiliegendes Metall an den Bandanstößen vergoldeter Exemplare bedeutet Durchrieb, abgerundete Kanten beider Varianten weisen auf Materialabtrag durch Polieren hin.
- Befund am Gehäuseboden: Ein Delphin-Emblem ist bei einem Stahlexemplar von 1964 dokumentiert. Die Belege bestätigen jedoch keinen einheitlichen Gehäuseboden für jede Uhr. Das Emblem ist daher nur ein unterstützendes Merkmal, kein alleiniger Echtheitsnachweis.
- Zeiger und Krone: Die vorliegenden Belege definieren weder eine einzige verbindliche Zeigergeometrie noch eine bestimmte Kronenausführung. Übereinstimmende Farbe und Alterung können Stimmigkeit fördern, die Form allein beweist jedoch keine Originalität.
- Werkveredelung und Wartungshistorie: Kaliber und Steinzahl sind belegt, ein einziges Veredelungsmuster und die Wartungshistorie jedoch nicht. Saubere Werkoberflächen oder frische Werkzeugspuren rechtfertigen ohne Unterlagen keine Behauptung über eine kürzlich erfolgte Revision.
Weitere 6206-8990, die wir versteigert haben
15 Seiko 6206-8990 versteigert

Seiko · Seikomatic Weekdater · 6206-8990 · 1964

Seiko · Seikomatic Weekdater · 6206-8990 · 1965

Seiko · Seikomatic Weekdater · 6206-8990 · 1964

Seiko · Seikomatic Weekdater · 6206-8990 · 1964
Wir versteigern jede Woche mehr als 100 Vintage-Uhren.
Erfahren Sie es zuerst: neue Seiko 6206-8990 im Angebot – und ein Hinweis, bevor die Auktion endet.
Weitere Seiko-Referenzen
Verwandte Seiten
Häufig gestellte Fragen
Bereit für die eigene Jagd?
Jede Woche kommen über 100 Vintage-Uhren unter den Hammer.
