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    Referenzratgeber zur Seiko King Seiko 5626-7000

    Die empfehlenswerte Seiko 5626-7000 besitzt ein sauberes silbernes Sonnenschliffblatt, das korrekte Kaliber 5626 und offen ausgewiesenen Abrieb der Vergoldung.

    Seiko - King Seiko Hi-Beat - 5626-7000

    Jetzt live

    Die King Seiko 5626-7000 ist eine 37 mm große Hi-Beat-Automatikuhr mit vergoldetem Monocoque-Gehäuse und Kaliber 5626. Von uns katalogisierte Exemplare ab 1969 verbinden diese Konstruktion mit einem silbernen Sonnenschliffblatt. Das Ergebnis wirkt ausgesprochen elegant, ohne am Handgelenk überdimensioniert zu erscheinen.

    Über den Kauf sollte vor allem das Zifferblatt entscheiden. Abrieb an der Vergoldung ist sichtbar und nicht rückgängig zu machen, doch ein überarbeitetes silbernes Sonnenschliffblatt kann jene Oberfläche und Typografie auslöschen, die den Charakter einer historischen Seiko King Seiko wesentlich prägen. Zwischen einem klar erhaltenen Blatt mit ehrlichen Gehäusespuren und einem glänzenderen Gehäuse mit zweifelhafter Zifferblattarbeit verdient die erste Uhr den Vorzug.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Referenz

    5626-7000

    Modell

    King Seiko

    Bekannte Produktionsjahre

    1969-1978

    Werk

    Automatisches Kaliber 5626 Hi-Beat

    Gehäusegröße37 mm ohne Krone
    GehäusematerialVergoldet (SGP)
    GehäusekonstruktionMonocoque
    ZifferblattSilberner Sonnenschliff

    Am Handgelenk

    Mit 37 mm ohne Krone besitzt die 5626-7000 mehr Präsenz, als ihr elegantes Zifferblatt zunächst vermuten lässt. Der silberne Sonnenschliff verändert sich im direkten Licht, während das vergoldete Gehäuse die Uhr klar in einer formellen Garderobe verortet. Die genaue Bauhöhe lässt sich anhand der hier beschriebenen Exemplare nicht verlässlich bestimmen. Ob die Uhr bequem unter eine enge Hemdmanschette gleitet, sollte daher nicht allein aus der Referenz abgeleitet werden.

    Das Monocoque-Gehäuse verleiht der King Seiko Hi-Beat ein kompaktes, geschlossenes Profil. Diese Bauweise macht den Gehäusezustand zugleich besonders wichtig. Schäden an der vergoldeten Schale gehören unmittelbar zur Uhr und sind kein rein kosmetischer Mangel, den eine gewöhnliche Wartung wieder beseitigen könnte.

    Worauf es beim Wert ankommt

    Entscheidend ist zuerst das Zifferblatt, danach folgen das Gehäuse und dessen Vergoldung. Erst an dritter Stelle stehen Zustandsbeschreibungen wie „gewartet“ oder „nahezu ungetragen“. Solche Formulierungen belegen nicht, welche Arbeiten tatsächlich ausgeführt wurden. Fehlen Rechnung oder Wartungsnachweis, bleibt die Instandhaltungshistorie unbekannt.

    Ein korrektes Kaliber 5626 ist wesentlich, denn ein anderes Werk würde je nach Zusammenstellung auf eine aus Teilen verschiedener Uhren zusammengesetzte oder neu verbundene Uhr hindeuten. Auch das originale goldene Gehäusebodenmedaillon prägt die Identität der Referenz erheblich. Ein Aufpreis ist bei einem sauberen Sonnenschliffblatt und stimmig zusammengehörigen Komponenten nachvollziehbar, nicht bei einer Politur, die abgeriebene Vergoldung lediglich neuer erscheinen lassen soll.

    Typische Schwachstellen

    Abrieb der Vergoldung ist der erste Mangel, der bei der Beurteilung berücksichtigt werden sollte. Besonders an frei liegenden Gehäusekanten kann das Grundmaterial sichtbar werden, und keine gewöhnliche Wartung stellt die ursprüngliche Beschichtung wieder her. Eine Politur verursacht einen weiteren dauerhaften Verlust, weil sie die Geometrie des Gehäuses abrundet. Ein unvollständiges oder ersetztes Gehäusebodenmedaillon entfernt zudem ein kennzeichnendes Detail dieser Referenz.

    Auch das Zifferblatt kann überarbeitet worden sein. Wurden der silberne Sonnenschliff oder die Bedruckung verändert, wiegt dies meist schwerer als ehrliche Tragespuren an anderer Stelle. Werktausch ist ein weiteres Risiko, denn zur Referenz gehört das automatische Kaliber 5626. Die genaue Geometrie von Krone und Zeigern ist durch die vorliegenden Belege nicht hinreichend gesichert. Ohne Dokumentation vermeiden wir daher Aussagen dazu, ob diese Komponenten original oder lediglich zeitlich passend sind.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    56261968-1975Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Zifferblatt und Risiko einer Überarbeitung: Die katalogisierten Exemplare der 5626-7000 umfassen ein silbernes Sonnenschliffblatt. Eine flache oder neu lackierte Oberfläche, veränderte Bedruckung oder ein uneinheitliches Finish sollte als möglicher Neudruck beurteilt und nicht beschönigend als „restauriert“ bezeichnet werden.
    • Werk und Risiko einer Teilekombination: Zur Referenz gehört das automatische Kaliber 5626 Hi-Beat. Ein anderes Kaliber ist ein eindeutiges Warnsignal dafür, dass die Uhr aus nicht zusammengehörigen Teilen aufgebaut oder nachträglich verbunden wurde, selbst wenn das äußere Gehäuse überzeugend erscheint.
    • Gehäuse und Medaillon: Die dokumentierte Ausführung besitzt ein 37 mm großes, vergoldetes Monocoque-Gehäuse mit goldenem Gehäusebodenmedaillon. Abrieb der Vergoldung und weich polierte Konturen müssen klar benannt werden. Ein fehlendes oder ersetztes Medaillon mindert die Stimmigkeit der Uhr.
    • Grenzen bei Zeigern und Krone: Die verfügbaren Belege bestimmen die genaue Geometrie von Zeigern und Krone der 5626-7000 nicht abschließend. Ohne Dokumentation sollte keine der beiden Komponenten allein aufgrund eines zeitlich passenden Erscheinungsbilds als original bezeichnet werden.

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