Vintage Rado Purple Horse: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen
Wählen Sie eine scharf konturierte Purple Horse aus Edelstahl mit ehrlichem Silberzifferblatt, 37 mm wirken präsenter, 34 mm klassisch kompakt.

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15 laufende Rado-Auktionen ansehenDie Purple Horse ist eine Rado aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren, deren Variantenreichtum der Modellname kaum vermuten lässt. Edelstahl oder vergoldete Gehäuse, Durchmesser von 34 mm bis 37 mm, Automatik- und Handaufzugswerke sowie unterschiedliche silberfarbene Zifferblätter prägen die Baureihe.
Als überzeugendste Wahl gilt eine Ausführung aus Edelstahl mit sauberem silbernem Sonnenschliff, klaren Gehäusekanten und stimmiger Werksspezifikation. Entscheidend ist das Zifferblatt: Starke Flecken, eine Neulackierung oder fehlende Purple Horse Merkmale wiegen schwerer als normale Tragespuren am Gehäuse.
Bekannter Herstellungszeitraum
1968-1972
Bekannte Gehäusegrößen
34 mm, 36 mm und 37 mm
Beobachtete Gehäusematerialien
Edelstahl; vergoldet mit Edelstahlboden
Beobachtete Werkarten
Automatik und Handaufzug
| Namentlich genanntes Automatikkaliber | ETA 2783 in Referenz 11794 |
| Beobachtete Zifferblattausführungen | Silberner Sonnenschliff und fein strukturiert versilbert |
| Charakteristische Zifferblattdetails | Frei beweglicher Anker, rotes Seepferdchenemblem und rote Datumsanzeige bei bestimmten Ausführungen |
Die Modellvarianten im Überblick
Hinter den Referenzen stehen deutlich unterschiedliche Uhren. Die 37 mm großen 11794 und 11794-1 verbinden Edelstahlgehäuse, silberne Sonnenschliffzifferblätter und rote Akzente. Die von uns geprüften Exemplare waren mit Automatikwerken ausgestattet. Die 36 mm große 11795-1 kombiniert ein vergoldetes Gehäuse mit Edelstahlboden und einem fein strukturierten, versilberten Zifferblatt. Ihr Farbton wirkt wärmer, abgeriebene Vergoldung lässt sich durch eine gewöhnliche Wartung jedoch nicht wiederherstellen.
Mit 34 mm ist die 11744/1 aus Edelstahl die kompakte Variante. Zu ihren Kennzeichen zählen eine kannelierte Lünette, applizierte facettierte Stundenzeichen und das rote Seepferdchenemblem. Die dokumentierten Werkangaben widersprechen einander: Genannt werden sowohl Handaufzug als auch Automatik, jeweils mit 21 Steinen. Diese Frage muss daher an jeder einzelnen Uhr geklärt werden, statt sie mit einer pauschalen Aussage zum Modell zu übergehen.
Am Handgelenk
Eine Purple Horse mit 37 mm besitzt die stärkste Zifferblattpräsenz, besonders wenn rote Datumsziffern und das rote Seepferdchen auf silbernem Sonnenschliff erscheinen. Die vergoldete 36-mm-Ausführung wirkt eleganter, weil Gehäuse und applizierte Zifferblattelemente denselben warmen Grundton aufnehmen. Die 34-mm-Version aus Edelstahl bleibt zurückhaltender und empfiehlt sich für einen bewusst kompakten Vintage-Sitz.
Facettierte Stundenzeichen sowie radial geschliffene oder fein strukturierte Zifferblätter verleihen diesen Uhren ihre optische Tiefe. Für den regelmäßigen Gebrauch ist Edelstahl das unkompliziertere Gehäusematerial. Eine Vergoldung schafft reizvollen Kontrast, doch freiliegendes Grundmetall an Bandanstößen oder Gehäusekanten bleibt auch nach einer Wartung sichtbar.
Typische Schwachstellen
Schäden am Zifferblatt wiegen am schwersten. Eine feine, gleichmäßige Fleckenbildung kann als stimmige Alterung erscheinen. Deutliche Feuchtigkeitsspuren, beeinträchtigte Druckbilder oder ein neu lackiertes Zifferblatt nehmen der Uhr dagegen jenen Charakter, der eine Purple Horse von einer gewöhnlichen Rado ihrer Epoche unterscheidet. Ein originales Austauschzifferblatt ist anders zu beurteilen als eine Neulackierung, doch keines von beiden darf als unangetastetes, ursprünglich montiertes Blatt bezeichnet werden.
Vergoldungen reiben sich an Kontaktstellen ab, Politur rundet scharfe Gehäuselinien, und ausgetauschte Komponenten können eine zusammengesetzte Uhr ergeben, deren Teile nie gemeinsam ausgeliefert wurden. Frei beweglicher Anker, rotes Seepferdchen und Datumsgestaltung müssen zur jeweiligen Referenz passen. Da die Wartungshistorie häufig unbekannt ist, verlangt der Werkzustand eine aktuelle mechanische Prüfung, nicht bloß Vermutungen anhand der Steinzahl.
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattidentität: Bei der Familie 11794 sind der silberne Sonnenschliff, die applizierten Stundenzeichen und das rote Seepferdchen zu prüfen. Rote Datumsziffern sind für diese Exemplare dokumentiert, doch ein sauberer Druck allein schließt ein neu lackiertes Zifferblatt nicht aus.
- Stimmigkeit von Gehäuse und Referenz: Für die 11795-1 sind ein 36 mm großes vergoldetes Gehäuse und ein Boden aus Edelstahl dokumentiert, die Exemplare der 11794 besitzen dagegen 37-mm-Gehäuse aus Edelstahl. Eine abweichende Kombination erfordert belastbare Belege, bevor sie als stimmig gelten kann.
- Werksspezifikation: Die 11794 ist mit dem Automatikwerk ETA 2783 und 25 Steinen dokumentiert. Bei der 11744/1 widersprechen sich die Beschreibungen zwischen Handaufzugswerk und Automatikwerk mit 21 Steinen, weshalb der tatsächlich verbaute Mechanismus direkt bestimmt werden muss.
- Anzeichen für Ersatzteile und zusammengesetzte Uhren: Anker, Seepferdchen, Zifferblattoberfläche und Gehäusematerial sind mit der angegebenen Referenz abzugleichen. Auch zeitlich passende Komponenten können Ersatzteile sein, während Teile aus verschiedenen Uhren eine zusammengesetzte oder aus Gehäuse und Werk verbundene Uhr ergeben.
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