Rado Matterhorn 11918: Kaufberatung für Sammler
Wählen Sie die Rado 11918 mit sauberem Zifferblatt und scharf konturiertem Kissengehäuse, bevorzugt als silberne Matterhorn mit Fadenkreuz statt mit Oxidation oder weich polierten Linien.

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23 laufende Rado-Auktionen ansehenDie Rado Matterhorn 11918 ist unverkennbar ein Entwurf der 1970er-Jahre. Edelstahlgehäuse in Kissenform, Automatikwerk mit 25 Steinen und vertikal strukturiertes Zifferblatt verbinden sich zu jener geometrischen Formensprache, die dieses Jahrzehnt prägte. Das 36-37 mm große Gehäuse wird ohne Krone gemessen und entwickelt am Handgelenk Präsenz, ohne einen übermäßigen Durchmesser zu benötigen.
Dieselbe Referenz wurde auch unter der Bezeichnung Conway angeboten, darunter mit tiefblauem Zifferblatt. Matterhorn Ausführungen sind dagegen mit silbern gefrosteten oder vertikal gebürsteten Zifferblättern bekannt. Diese Überschneidung ist entscheidend, denn die Referenznummer allein bestimmt weder Modellbezeichnung noch Zifferblattfarbe. Als klarste Ausprägung empfiehlt sich die silberne Matterhorn mit Fadenkreuz und scharf erhaltenen Gehäuselinien, vor der blauen Conway oder einem stark oxidierten silbernen Exemplar.
Referenz
11918
Produktionszeitraum
1970er-Jahre
Bekannte Modellnamen
Matterhorn und Conway
Gehäusegröße
36-37 mm, ohne Krone
| Gehäusematerial | Edelstahl |
| Gehäuseform | Kissengehäuse |
| Werk | Schweizer Automatikwerk |
| Anzahl der Steine | 25 Steine |
| Bekannte Zifferblattvarianten | Silbern gefrostet, silbern vertikal gebürstet mit Fadenkreuz und tiefblau vertikal gebürstet |
| Zifferblattbesatz | Applizierte Indizes und bewegliches Ankerlogo |
Die bekannten Ausführungen
Die überzeugendste Matterhorn Ausführung verbindet ein silbernes, vertikal gebürstetes Zifferblatt mit schwarzem Fadenkreuz, applizierten facettierten Rechteckindizes und dem beweglichen Anker unterhalb der 12-Uhr-Position. Eine weitere silberne Variante besitzt eine gefrostete Struktur mit vertikal angeordneter Beschriftung. Die Conway unterscheidet sich durch ein tiefblaues, vertikal gebürstetes Zifferblatt und applizierte Blockindizes. Dabei handelt es sich um eigenständige Varianten, nicht um beliebige Beschreibungen desselben Blattes.
Die Referenz 11918 ist deshalb stets als vollständige Konfiguration zu beurteilen. Ein blaues Conway Zifferblatt belegt nicht automatisch eine aus Teilen zusammengesetzte Uhr, da diese Kombination für die Referenz bekannt ist. Frei zusammengestellte Kombinationen der bekannten Zeiger, Indizes und Zifferblattelemente verlangen dennoch besondere Aufmerksamkeit. Unter den etablierten Varianten besitzt die silberne Matterhorn mit Fadenkreuz die prägnanteste Identität und bildet den verlässlichsten Ausgangspunkt.
Am Handgelenk
Mit 36-37 mm ohne Krone nimmt das Edelstahlgehäuse in Kissenform mehr Fläche am Handgelenk ein als eine runde Uhr gleichen Durchmessers, weil die breiten Ecken die Kontur nach außen tragen. Auf den vertikal gebürsteten oder gefrosteten silbernen Flächen bleibt der applizierte Besatz gut ablesbar. Das tiefblaue Zifferblatt der Conway verändert seinen Ausdruck stärker, sobald das Bürstenbild Licht aufnimmt. Für die Manschette bleibt das Gehäuse kompakt genug, eine verlässliche Angabe zur Höhe liegt hier jedoch nicht vor.
Das Automatikwerk mit 25 Steinen wirkt neben der markanten Gehäuseform technisch konventionell. Ohne entsprechende Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt, und auch die Anzahl der Steine erlaubt keinen Schluss auf heutige Gangwerte oder Verschleiß. Entscheidend sind zunächst Gehäuse und Zifferblatt. Eine technische Prüfung sollte einkalkuliert werden, statt einer unbelegten Wartungsangabe einen zusätzlichen Stellenwert beizumessen.
Typische Schwachstellen
Starke Oxidation an den applizierten Indizes ist bei silbernen Exemplaren der auffälligste Mangel. Auch die Zeiger der blauen Conway können sichtbare Alterung zeigen. Korrodierte Metallflächen sollten nicht als reizvolle Patina umgedeutet werden. Ein sauberes Zifferblatt mit stimmigem Besatz verdient Vorrang, denn Ersatzteile können zwar die Funktion erhalten, zugleich aber die Geschlossenheit der Konfiguration beeinträchtigen.
Eine Politur nimmt dem Kissengehäuse zuerst seine geometrische Stärke. Bei gut erhaltenen Exemplaren bleiben klare Linien sichtbar, während wiederholte Aufarbeitung Ecken und Übergänge dauerhaft abrundet. Neu gestaltete Zifferblätter sind ein weiterer folgenreicher Fehler. Vertikale Struktur, Fadenkreuz und Druckbild müssen zusammenpassen. Eine glatte oder grob nachgebildete Oberfläche verändert den Charakter der Uhr stärker als übliche Tragespuren am Gehäuse.
Die sicherste Wahl ist die silberne Matterhorn mit Fadenkreuz, intakter Oberflächenstruktur, zusammengehörigem appliziertem Besatz und klar definierten Kanten des Kissengehäuses. Sie ist einem auffällig frischen, aber überarbeiteten Zifferblatt, stark oxidierten Indizes oder einem rund polierten Gehäuse vorzuziehen. Ohne Belege bleiben Wartungs- und Austauschhistorie offen, weshalb weitergehende Aussagen zur Originalität nicht gerechtfertigt sind.
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattkonfiguration: Die Referenz 11918 ist mit silbern gefrosteten oder vertikal gebürsteten Matterhorn Zifferblättern sowie einem tiefblauen, vertikal gebürsteten Conway Zifferblatt bekannt. Die Farbe allein belegt keine aus Teilen zusammengesetzte Uhr, doch Struktur und Besatz müssen eine schlüssige bekannte Konfiguration ergeben.
- Zifferblattdruck und Oberfläche: Bei der silbernen Ausführung mit Fadenkreuz muss sich das schwarze Kreuz selbstverständlich in die vertikal gebürstete Oberfläche einfügen und darf nicht auf einer glatt überarbeiteten Fläche liegen. Grober Druck oder eine verlorene Vertikalstruktur sprechen deutlicher für eine Neugestaltung als gewöhnliche Alterung.
- Zeiger und applizierte Indizes: Bekannte Exemplare verwenden applizierte facettierte Rechteckindizes oder Blockindizes sowie den beweglichen Anker unterhalb der 12-Uhr-Position. Starke Oxidation ist am Besatz silberner Zifferblätter dokumentiert, sichtbare Alterung zudem an Zeigern blauer Blätter. Solche Schäden sind kein Beleg für Originalität.
- Gehäusegeometrie: Das Edelstahlgehäuse sollte bei 36-37 mm ohne Krone eine klar erkennbare Kissenform bewahren. Weiche Ecken und verschwommene Übergänge weisen auf Politur hin, während schärfere Linien die charakteristische Architektur gut erhaltener Exemplare bewahren.
- Werkspezifikation: Als etablierte Spezifikation gilt ein Schweizer Automatikwerk mit 25 Steinen. Eine abweichende Anzahl von Steinen oder ein anderer Werktyp widerspricht der bekannten Konfiguration und kann auf eine aus unterschiedlichen Komponenten zusammengesetzte Uhr hindeuten.
- Grenzen bei Gehäuseboden und Krone: Die vorliegenden Merkmale belegen weder ein einziges verbindliches Gravurmuster des Gehäusebodens noch eine einheitliche Kronengestaltung für jede 11918. Ohne belastbarere Vergleichsgrundlage sollte keines der beiden Bauteile allein aufgrund seines Erscheinungsbildes als original gelten.
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