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    Vintage Seiko Seikomatic-P: 34 mm oder 38 mm, darauf kommt es an

    Die Seikomatic-P ist eine Seiko-Automatikuhr der späten 1960er Jahre. Entscheidend sind ein stimmiges Kaliber 5106A, ein sauberes silbernes Sonnenschliffblatt und die passende Gehäusegröße.

    Seiko - Seikomatic-P - 5106-7000

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    Die besondere Stärke der Seikomatic-P liegt im direkten Größenvergleich: Dasselbe automatische Kaliber 5106A wurde in Edelstahlgehäusen mit 34 mm und 38 mm angeboten. Diese 4 mm verändern den Charakter der Uhr grundlegend. Deshalb sollte bei einer gebrauchten Seiko Seikomatic-P zuerst die Gehäuseproportion entscheiden, erst danach folgen kleinere optische Unterschiede.

    Die von uns dokumentierten Exemplare stammen aus den Jahren 1967 bis 1969. Silberne Sonnenschliffblätter, applizierte facettierte Indizes und eine Tages- und Datumsanzeige prägen ihr bekanntes Erscheinungsbild. Die größere 5106-8020 wirkt am Handgelenk präsenter, während die kompakte 5106-7000 dieselbe Gestaltung in einem zurückhaltenderen Gehäuse bündelt. Wählen Sie zunächst die Größe, die Sie tatsächlich tragen werden, und achten Sie innerhalb dieses Formats auf ein glaubwürdiges, sauberes Zifferblatt sowie klare Gehäusekonturen.

    Sammlerratgeber zu Seiko

    Bekannte Produktionsjahre

    1967-1969

    Werk

    Automatikkaliber 5106A

    Steinzahl

    33 Steine

    Dokumentierte Gehäusegrößen

    34 mm und 38 mm, ohne Krone

    GehäusematerialEdelstahl
    AnzeigeTag und Datum
    Dokumentiertes ZifferblattSilberner Sonnenschliff mit applizierten facettierten Indizes
    Größere dokumentierte Referenz5106-8020 mit 38 mm
    Kompakte dokumentierte Referenz5106-7000 mit 34 mm

    Wofür sie konzipiert wurde

    Die Seikomatic-P verband in den späten 1960er Jahren ein anspruchsvolles Automatikwerk mit einer alltagstauglichen Tages- und Datumsanzeige. Das Kaliber 5106A mit 33 Steinen setzte den mechanischen Anspruch deutlich über den einer schlichten Uhr mit reiner Zeitanzeige. Zugleich bewahrten das silberne Sonnenschliffblatt, die applizierten Indizes und die facettierten Zeiger eine formelle Anmutung, die auch zum Geschäftsanzug passt.

    Am Handgelenk bestimmt vor allem der Gehäusedurchmesser den Charakter. Die 5106-7000 mit 34 mm wirkt kompakt und klassisch elegant, die 5106-8020 mit 38 mm zeigt mehr Zifferblattfläche und eine modernere Präsenz. Beide Maße verstehen sich ohne Krone, die Differenz beruht also tatsächlich auf dem Gehäuse und nicht auf unterschiedlichen Messweisen. Unter einer Manschette tritt die kleinere Ausführung leichter zurück, während die größere dem Sonnenschliff mehr Raum zur Wirkung gibt.

    Wo die Qualität den Unterschied macht

    An erster Stelle steht ein überzeugendes silbernes Sonnenschliffblatt, denn eine Überarbeitung des Kalibers 5106A kann ein nachträglich neu bedrucktes Zifferblatt nicht korrigieren. Applizierte facettierte Indizes, Zeiger und gedruckter Schriftzug sollten ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Leichte Patina am Rand ist meist weniger problematisch als erneuerte oder unsaubere Druckelemente. Ein originales Servicezifferblatt ist zwar ein werksseitiges Ersatzteil und keine Neuanfertigung, muss aber dennoch berücksichtigt werden, weil es nicht dem zuerst montierten Blatt entspricht.

    Danach entscheidet der Gehäusezustand. Abgerundete Bandanstöße und verwaschene Übergänge sprechen für Politur. Tiefere Gebrauchsspuren lassen sich nur entfernen, indem weiteres Metall abgetragen wird. Bei der 5106-8020 verdient zudem die markante sechseckige Krone besondere Aufmerksamkeit. Eine Ersatzkrone kann technisch einwandfrei funktionieren, verändert jedoch das sichtbare Profil. Präsentationsgravuren können zeitgenössische Hinweise liefern, belegen für sich allein aber keine lückenlose Herkunft.

    Der mechanische Zustand ist die dritte wesentliche Größe, kein Grund, äußere Mängel zu übersehen. Ein Exemplar von 1969 lief etwa 43 bis 48 Sekunden pro Tag nach. Das zeigt, dass bloßes Laufen noch keine gute Gangqualität belegt. Tages- und Datumsanzeige, Kronenfunktion und Gangwerte sind daher gemeinsam zu prüfen. Ohne Unterlagen bleibt die Wartungshistorie unbekannt. In diesem Fall beschränkt sich unser Urteil auf das, was Werkzustand und aktuelle Gangprüfung tatsächlich erkennen lassen.

    Datierung und Serienangaben

    Die bekannten Seikomatic-P Exemplare decken die Jahre 1967 bis 1969 ab. Dies ist der hier am sichersten belegte Produktionszeitraum. Für die Fertigung des Kalibers 5106 gilt separat das Fenster 1968-1971. Diese Angabe datiert jedoch die Kaliberproduktion und entschlüsselt nicht automatisch eine vollständige Uhr. Sie sollte deshalb eine in sich schlüssige Kombination aus Gehäuse, Zifferblatt und Werk nicht überstimmen.

    Eine datierte Präsentationsgravur kann einen einzelnen Gehäuseboden zeitlich verankern, etwa eine Inschrift vom Dezember 1967. Sie beweist jedoch nicht, dass Gehäuse und Werk stets zusammengehörten. Eine zusammengesetzte Uhr kann echte Seiko-Teile aus verschiedenen Uhren enthalten, während ein sogenannter Frankenwatch Komponenten vereint, die ursprünglich nie gemeinsam ausgeliefert wurden. Datierung ist deshalb als Konsistenzprüfung über die gesamte Uhr zu verstehen, nicht als Schlussfolgerung aus einer einzigen Zahl.

    Diese Uhr datieren

    Seriennummernbereich / KaliberJahrHinweis
    51061968-1971Produktionszeitraum des Kalibers

    Die Datierungsdaten stammen aus unseren Decoder-Tabellen; die Jahresangaben sind Näherungswerte.

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    Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

    • Dial construction: Die dokumentierte Ausführung besitzt ein silbernes Sonnenschliffblatt mit applizierten facettierten Indizes und gedrucktem Seiko-Schriftzug. Flacher Farbauftrag, schwacher Sonnenschliff oder grober Druck sprechen eher für ein neu gestaltetes Zifferblatt als für ehrliche Alterung.
    • Hands and dial relationship: Bekannte Exemplare kombinieren applizierte facettierte Indizes mit facettierten Zeigern, bei einer 5106-8020 auch mit Zeigern in Dauphine-Form. Abweichende Oberflächen oder Zeiger, die optisch nicht zu den Indizes passen, können auf eine spätere Zusammenstellung hindeuten.
    • Case and crown: Die 5106-8020 von 1969 ist mit einer sechseckigen Krone und einem 38 mm großen Edelstahlgehäuse dokumentiert. Prüfen Sie, ob das Kronenprofil zu dieser Ausführung passt und ob Politur weder die Kanten der Bandanstöße abgerundet noch die Gehäuseübergänge verwischt hat.
    • Movement identity: Die Uhr sollte das automatische Kaliber 5106A enthalten, dokumentierte Exemplare sind mit 33 Steinen angegeben. Ein anderes Kaliber ist für das Modell nicht korrekt. Das richtige Kaliber allein schließt jedoch eine spätere Verbindung von Gehäuse und Werk nicht aus.
    • Day-date and timing: Tages- und Datumsanzeige, Kronenfunktion und Gangwerte sollten gemeinsam geprüft werden. Ein funktionsfähiges Exemplar lief dennoch etwa 43 bis 48 Sekunden pro Tag nach. Werk, Kalender und Zeitmessung müssen daher zusammenpassen, bevor der mechanische Zustand beurteilt wird.

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