Vintage Citizen Alarm: empfehlenswerte Varianten und typische Risiken
Die empfehlenswerte Vintage Citizen Alarm verbindet ein unverfälschtes silbernes Zifferblatt mit einem zuverlässig arbeitenden Handaufzugswerk samt Wecker, vorzugsweise im Stahlgehäuse.

Wir versteigern jede Woche mehr als 100 Vintage-Uhren.
Erfahren Sie es zuerst: neue Citizen-Uhr im Angebot – und ein Hinweis, bevor die Auktion endet.
4 laufende Citizen-Auktionen ansehenDie Citizen Alarm ergänzt die elegante Armbanduhr der Jahrhundertmitte um eine mechanische Erinnerungsfunktion. Ein Handaufzugswerk mit Wecker, zwei Kronen und eine drehbare innere Weckscheibe bilden dabei ein eigenständiges System. Exemplare aus den Jahren 1961 bis 1967 zeigen das Modell in Edelstahl und mit vergoldetem Gehäuse, wobei silberne Zifferblätter seinen Charakter maßgeblich prägen.
Die 36 mm große Stahlausführung ist bei einer gebrauchten Citizen Alarm die verlässlichere Wahl. Sie kennt keinen irreversiblen Abrieb einer Vergoldung. Die vergoldete Variante mit 35 mm wirkt förmlicher, verlangt jedoch an Hörnern und Kronenöffnungen nach genauer Prüfung. Bei beiden Versionen wiegt die Qualität des Zifferblatts schwerer als oberflächliche Gehäusespuren, und ein korrekt auslösender Wecker zählt mehr als polierter Glanz.
Bekannter Produktionszeitraum
1961-1967
Begutachtete Gehäusegrößen
35 mm und 36 mm, ohne Krone
Werktyp
Mechanischer Wecker mit Handaufzug
Anzahl der Steine
17 Steine
| Begutachtete Gehäusematerialien | Edelstahl und Vergoldung mit Edelstahlboden |
| Spezifikation der Vergoldung | 20 Mikron bei Referenz 15710 |
| Begutachtete Zifferblattvarianten | Silberner Sonnenschliff, zweifarbig und zwei Texturen mit konzentrischen Details |
| Charakteristische Bedienelemente | Zwei Kronen mit drehbarer innerer Weckscheibe |
Wofür sie entwickelt wurde
Die Citizen Alarm brachte eine hörbare Erinnerung ans Handgelenk, lange bevor elektronische Signale selbstverständlich wurden. Über eine separate Krone und die drehbare innere Weckscheibe lässt sich die gewünschte Zeit rein mechanisch einstellen. Das Handaufzugswerk mit 17 Steinen versorgt sowohl die Zeitanzeige als auch die Weckfunktion.
Diese Komplikation verlangt eine bewusstere Bedienung. Die Uhr muss gezielt aufgezogen und eingestellt werden, zudem sollte der Wecker sauber auslösen und nicht nur schwach vibrieren. Da die Wartungshistorie häufig unbekannt ist, belegt ein laufendes Werk allein noch keinen gesunden Weckmechanismus. Aufzug, Einstellung und Auslösung müssen ohne Rutschen, Klemmen oder auffälligen Widerstand funktionieren.
Die Varianten im Überblick
Die grundlegende Entscheidung fällt zwischen Stahl und Vergoldung. Ein 36 mm großes Edelstahlgehäuse verleiht der Citizen Alarm etwas mehr Präsenz am Handgelenk und schließt freiliegendes Grundmetall durch Abrieb aus. Vergoldete Exemplare können 35 mm messen, darunter die mit 20 Mikron vergoldete 15710 mit Edelstahlboden. Sie tragen sich kompakter und wirken förmlicher.
Die Zifferblätter reichen von silbernen Sonnenschliffzentren mit gerillter Außenzone bis zu zweifarbigen Ausführungen und Flächen mit zwei Texturen samt konzentrischer Struktur. Aufgesetzte, facettierte Indizes ordnen die Anzeige, das prägende Merkmal bleibt jedoch die drehbare Weckscheibe. Stehen ein sauberes Stahlmodell und ein optisch leuchtenderes, aber durchgeriebenes vergoldetes Exemplar zur Wahl, verdient Stahl den Vorzug, sofern die vergoldete Uhr nicht das eindeutig bessere Zifferblatt besitzt.
Typische Schwachstellen
Bei einer vergoldeten Citizen Alarm ist Abrieb der Beschichtung der erste einzukalkulierende Mangel. Er beginnt an exponierten Kanten, vor allem an den Hörnern und Kronenöffnungen. Eine übliche Wartung ersetzt fehlende Vergoldung nicht. Polieren schafft ein anderes Problem, da es die Konturen der Hörner abrundet. Unpassende Ersatzkronen können außerdem Erscheinungsbild und Bedienung beeinträchtigen.
Der Weckmechanismus bringt Fehlerquellen mit sich, die eine gewöhnliche Handaufzugsuhr nicht kennt. Ein verschlissenes oder mangelhaft gewartetes Exemplar kann sich aufziehen lassen, den Weckzeitpunkt aber nicht sicher halten oder nur kraftlos auslösen. Die innere Weckscheibe muss ihren gesamten Einstellbereich durchlaufen, ohne an Zeigern oder Zifferblattelementen zu schleifen.
Das Zifferblatt beeinflusst die Qualitätseinstufung am stärksten. Eine Neulackierung kann Sonnenschliff, konzentrische Rillen oder die klare Trennung zweier Farbbereiche auslöschen. Unpassende Zeiger oder ein fremdes Werk machen aus der Uhr eine sogenannte Frankenwatch und nicht lediglich ein gewartetes Exemplar. Ein originales Wartungsteil ist nicht mit einem neu lackierten Zifferblatt gleichzusetzen, doch ohne Unterlagen bleibt der Einbauzeitpunkt offen.
Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten
- Zifferblattdruck und Struktur: Das silberne Zifferblatt sollte den angegebenen Sonnenschliff, die Zweifarbigkeit oder die konzentrische Struktur klar bewahren, ohne dass Farbe die Rillen füllt. Flächiger Farbauftrag, unscharfer Druck oder unter Lack begrabene Strukturen sprechen für eine Neulackierung.
- Zeiger und Weckscheibe: Die Zeiger müssen während eines vollständigen Einstellzyklus frei über die aufgesetzten Indizes und die drehbare innere Weckscheibe laufen. Berührung, Schleifspuren oder eine Weckmarkierung, die sich nicht sauber ausrichten lässt, deuten auf falsche Teile oder mangelhafte Montage hin.
- Gehäuse und Kronen: Stahlgehäuse sollten klar definierte Kanten an den Hörnern zeigen. Vergoldete Gehäuse sind an Hörnern und Kronenöffnungen auf durchgeriebene Stellen zu prüfen. Beide Kronen sollten optisch zusammenpassen und ihre getrennten Funktionen ohne Rutschen oder Klemmen bedienen.
- Gehäuseboden und Material: Die vergoldeten Exemplare aus der von uns begutachteten Gruppe besitzen einen Edelstahlboden, daher sollte der Materialübergang bewusst ausgeführt und sauber sein. Verformte Ränder oder starkes Polieren können die Gehäusekonturen verwischen und auf wiederholtes Öffnen hindeuten.
- Funktion des Werks: Das Handaufzugswerk mit 17 Steinen muss sich aufziehen und einstellen lassen, laufen und den Wecker auslösen. Ein laufender Sekundenzeiger bestätigt lediglich die Zeitanzeige. Bleibt die Auslösung aus oder rutscht die Weckerbedienung, liegt weiterhin ein erheblicher mechanischer Mangel vor.
- Hinweise auf Neulackierung und Frankenwatch: Aufgesetzte Indizes, Zifferblattstruktur, Zeiger und Weckscheibe sollten eine stimmige, zeitlich passende Einheit bilden. Ein originales Wartungsteil unterscheidet sich von einem neu lackierten Zifferblatt. Sachfremde Hauptkomponenten machen die Uhr zur Frankenwatch, nicht bloß zu einem gewarteten Exemplar.
Neueste Ergebnisse zu Citizen
10 Citizen-Uhren versteigert
Verwandte Seiten
Häufig gestellte Fragen
Bereit für die eigene Jagd?
Jede Woche kommen über 100 Vintage-Uhren unter den Hammer.


